Steinhoff Aktie: Neue Turbulenzen zu erwarten!

Muss sich Steinhoff International aus Finanznot von weiteren Konzerntöchtern wie der britischen Poundland-Kette trennen? Bild und Copyright: Barry Barnes / shutterstock.com.

Muss sich Steinhoff International aus Finanznot von weiteren Konzerntöchtern wie der britischen Poundland-Kette trennen? Bild und Copyright: Barry Barnes / shutterstock.com.

Nachricht vom 21.06.2018 21.06.2018 (www.4investors.de) - Wenn die Tochtergesellschaften sich vom Mutterkonzern distanzieren, dann ist einiges schief gelaufen. Bei Steinhoff International wundert dies nicht: Die massiven Bilanzprobleme des SDAX-Konzerns haben den einst viele Milliarden schweren Konzern mehr und mehr zur Belastung für die Tochterkonzerne gemacht, bei denen das operative Geschäft läuft. Die Folge: Steinhoff-Töchter wie STAR haben sich mittlerweile eigene Finanzierungspakete gestrickt, um nicht mehr so stark auf das Geld des Mutterkonzerns angewiesen zu sein. Wie groß die Probleme werden, wenn eine Tochter auf finanzielle Mittel angewiesen ist, konnte man jüngst am Fall der österreichischen kika/Leiner-Gruppe beobachten.

Doch nicht nur die südafrikanische STAR distanziert sich mehr und mehr vom Steinhoff-Konzern, sondern auch andere Bereiche des weltweit verzweigten Unternehmens. So denkt man bei Steinhoff Asia Pacific über eine Namensänderung nach, um nach Außen hin mehr Distanz zur Steinhoff Holding zu bekommen. Eine Entscheidung hierüber sei aber noch nicht gefallen, ist aus dem Unternehmen zu hören.

Derweil tickt die Uhr für Steinhoff International. Vorerst bis zum 30. Juni hat das Unternehmen von einer großen Gläubigergruppe Zeit erhalten - in dieser Frist wollen die Kreditgeber nichts unternehmen, was für Steinhoff die Insolvenz zur Folge haben könnte. Es geht für den niederländisch-südafrikanischen Konzern um alles: Man will unter anderem eine Laufzeitverlängerung der Kredite um drei Jahre sowie einen Zinsverzicht der Gläubiger erreichen - es wäre ein riesiger Fortschritt für das Unternehmen bei seinen Sanierungsversuchen. Ob Steinhoff mit dieser Verhandlungslinie aber Erfolg hat, bleibt abzuwarten. Bisher sind keine Einzelheiten zum Stand der Verhandlungen nach Außen gedrungen.

Was passiert, wenn die Verhandlungen scheitern, ist absehbar: Die Gefahren einer Insolvenz und Zerschlagung steigen eminent an, denn das Unternehmen scheint Stand heute nicht liquide genug, um demnächst fällig werdende Verbindlichkeiten zu bedienen. Für die Aktie stehen also die nächsten turbulenten Tage an, darüber sollte die aktuelle Ruhe nicht hinweg täuschen.


Lesen Sie hierzu auch folgenden Beitrag aus der 4investors-Redaktion - Steinhoff Aktie: Rot oder Schwarz - fast wie im Casino





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