Aluminiumpreis dürfte sich bald wieder beruhigen - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 19.04.2018 19.04.2018 (www.4investors.de) - Die Sanktionen der USA gegen den weltweit zweitgrößten Aluminiumproduzenten Rusal ließen den Aluminiumpreis um 20% auf rund 2.400 $/t, den höchsten Stand seit 2011, hochschnellen. Am Terminmarkt rutschten die Notierungen in eine „Backwardation“, das heißt, wegen der plötzlichen Knappheit muss für sofort, bzw. kürzerfristig verfügbares Aluminium eine Prämie gezahlt werden. Wie der Chart verdeutlicht, gibt es solche Perioden, insbesondere in engen Märkten, die auch mit Preisspitzen einhergehen, häufig. Sie sind stets von kurzfristiger Natur gewesen. Auch diesmal spricht viel dafür, dass die Knappheit nicht lange Bestand hat, da Rusal-Produktion umgeleitet werden dürfte und es global (vor allem in China) freie Kapazitäten gibt.

Anleihen


Großbritannien: Einzelhandelsumsatz (Mrz), 10:30 Uhr
USA: Erstanträge Arbeitslosengeld, 14:30 Uhr
USA: Philadelphia-Fed-Index (Apr), 14:30 Uhr

Die Tarifparteien im öffentlichen Dienst sind zu einem Verhandlungsergebnis gekommen. Danach steigen die Gehälter der Betroffenen rückwirkend ab März um 3,09%, ab April 2019 um weitere 3,19% und ab März 2020 um 1,06%. Die unteren Gehaltsgruppen bekommen 2018 zusätzlich eine Einmalzahlung von 200 Euro. Damit entspricht der Abschluss einem annualisierten Anstieg um 3% über die 2,5 Jahre Laufzeit. Beim letzten Abschluss 2016 waren es nur 2,4% Zuwachs. Hintergrund für den beschleunigten Lohnanstieg sind die gute Arbeitsmarktlage und der verbesserte finanzielle Spielraum des Bundes und der Gemeinden. Aus dem Ausland wird Deutschland oft vorgehalten, dass man sich zu stark auf das Exportwachstum als Konjunkturmotor stützt. Wenn man unterstellt, dass sich der Überschuss der Handelsbilanz nicht beliebig ausweiten lässt, dann führt ein stärkeres Wachstum der Inlandsnachfrage – unterstützt durch steigende Reallöhne – Deutschland auf einen nachhaltigeren Wachstumspfad. Die aktuellen Lohnabschlüsse gehen in diese Richtung, ohne die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Firmen wirklich zu gefährden. Neben den Löhnen entwickelt sich derzeit auch der Ölpreis zu einem Preistreiber. Mit 74 US-Dollar je Barrel Nordseeöl erreichte der Ölpreis gestern den höchsten Stand seit November 2014. Angeblich würden Russland und Saudi-Arabien über ein neues OPEC-Abkommen diskutieren. Überraschend niedrig ist dagegen der Preisauftrieb in Großbritannien. Die Inflationsrate lag im März mit 2,5% zwei Zehntel niedriger als von Analysten erwartet worden war. Als Reaktion gingen im Markt auch die Zinserwartungen zurück und der Kurs des Pfundes schwächte sich ab. Schließlich galt bei vielen bislang eine baldige Zinserhöhung als relativ sicher.

Aktien


ABB, Ergebnis Q1
BHP Billiton, Produktionsbericht 9 Monate
Engie, Ergebnis Q1
Nestlé, Umsatz Q1
Novartis, Ergebnis Q1
Schneider Electric, Umsatz Q1
Unilever, Ergebnis Q1

Der verstärkte Risikoappetit (sogenannter Risk-On-Modus) war auch gestern an den Aktienmärkten in Teilen wieder zu spüren. Mittlerweile haben sich viele Aktienmärkte schon wieder deutlich von ihren Jahrestiefständen gelöst. So konnte beispielsweise der Dax seit dem diesjährigen Tief am 26. März (11.726 Punkte) schon wieder um mehr als 7% zulegen. Ähnliche Performanceschübe gab es für die Leitindizes in den USA. Vor allem IT-Werte legten dort wieder kräftig zu (+12,4% seit dem Jahrestief am 9. Februar). Zu den Kurstreibern zählen ein Abflauen der geopolitischen Risiken, solide BIP-Zahlen aus China und eine bislang recht gut verlaufene Berichtssaison (v.a. in den USA). Auch der russische Leitindex RTS konnte sich jüngst weiter erholen. In diesem Umfeld legten die europäischen Aktienmärkte gestern um bis zu 1,3% (London) zu. Im Dax erlitt die Aktie von Continental einen kleinen Schwächeanfall, nachdem das Unternehmen eine Gewinnwarnung aussprechen musste. Auf europäischer Sektorenebene waren gestern insbesondere Rohstoffwerte gefragt, die im Schnitt um 4,4% kletterten. Unter Druck standen dagegen vor allem Titel aus dem Bereich Automobile, die durchschnittlich um 1% nachgaben. Die Börsen in den USA tendierten gestern uneinheitlich. Die Aktie von IBM verlor nach Vorlage eines schwachen Quartalsausweises 7,5%. Auf Sektorenebene (S&P 500) waren insbesondere Energiewerte gesucht (+1,6%). Die größten Verluste verzeichneten Verbrauchsgütertitel, die durchschnittlich um 0,9% nachgaben. Die Börsen in Asien tendierten überwiegend freundlich.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!





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