CFD-Broker: Handel mit Differenzkontrakten

Bild und Copyright: ESB Professional / shutterstock.com.

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Nachricht vom 05.04.2018 05.04.2018 (www.4investors.de) - CFDs oder Differenzkontrakte stellen junge Finanzmarktprodukte dar, mit denen Anleger auf die Differenzen der Wertentwicklung verschiedener Basiswerte spekulieren können. In Anbetracht der Niedrigzinsphase sowie der unsicheren Marktentwicklung bieten CFDs als Alternative eine Aussicht auf kurzfristige hohe Gewinne. Gleichermaßen sind diese Instrumente mit hohem Verlustrisiko verbunden. Dies stellt hohe Anforderungen an Seriosität und Sicherheit der Broker. Bei der Auswahl sollten Anleger neben den Kosten einige Faktoren beachten.

Definition und Überblick
Grundsätzlich stellen Differenzkontrakte eine Variante der Total-Return-Swaps dar. Anleger handeln mit CFDs nicht etwa die Basiswerte selbst, sondern deren Wertentwicklung oder Differenzen. Hierfür kommen eine Reihe von Basiswerten in Frage, etwa Aktienindizes, Wertpapiere oder Rohstoffe. Kennzeichnendes Merkmal des CFD-Handels ist zudem der Einsatz von Hebeln. Hierbei werden Gewinnmöglichkeit aber auch Verlustrisiko durch Kredite deutlich erhöht. Als CFD-Broker werden die Handelsplattformen bezeichnet, die das Trading mit diesem Produkten ermöglichen. In Anbetracht der immer zahlreicher werdenden Broker stellt sich Anlegern die Frage, wie sie einen günstigen und gleichermaßen sicheren und leistungsstarken Broker finden.

CFD-Broker und ihre Konditionen


Voraussetzung für den CFD-Handel ist ein Depot, das auf diese Produkte ausgelegt ist. Ein solches können Anleger bei einer Bank oder einem ausgewiesenen CFD-Broker erstellen. Eine angemessene Handelsplattform sollte eine CFD-spezialisierte Handelssoftware mit großem Funktionsspektrum bieten. Zwingende Voraussetzung für den erfolgreichen Handel mit CFDs sind Realtime-Kurse. Kurse in Echtzeit mit Push-Funktion ermöglichen es kurzfristig orientierten Anlegern, den jeweils aktuellen Kurs zu nutzen. Ebenso sollte der Handel direkt aus dem Chart erfolgen. CFD-Handel ist auf sekundengenaues Trading und schnelle Transaktionen angewiesen, weshalb ein guter Broker diese Funktionen kostenlos bieten sollte.

Handelbare Basiswerte
Eine wichtige Frage im Vorfeld der Entscheidung für einen Broker betrifft die Auswahl der Basiswerte und Anlageklassen. Ein guter Broker ermöglicht es den Anlegern, sich an verschiedenartigen Märkten zu beteiligen. Sie bieten Basiswerte verschiedener Anlageklassen. Auf diese Weise ist es möglich, ein ausgewogenes Portfolio aufzubauen und das Risiko breit zu streuen. Inzwischen bietet der größte Teil der verfügbaren CFD-Broker den Handel mit Differenzkontrakten auf sämtliche bekannten Basiswerte an. Diese umfassen etwa Aktien, Indizes, Devisen, Rohstoffe oder Futures. Weiterhin sollte das Augenmerk auf Anzahl und Umfang handelbarer CFDs in den verschiedenen Anlageklassen liegen. Die Frage lautet hier, wie viele der Aktien, Rohstoffe etc. konkret zum CFD-Handel angeboten werden und wie viele verschiedene CFDs es für die jeweiligen Produkte gibt.

Gebühren und Kosten
Die aufgerufenen Gebühren des Brokers sind beim CFD-Handel besonders zu berücksichtigen. Es handelt sich beim CFD-Trading meist um einen sehr schnellen Handel, bei dem Anleger in kurzer Zeit eine höhere Anzahl an Transaktionen ausführen. Daher sind insbesondere die Gebühren pro Transaktion von Bedeutung. Zudem sollten Trader die Gebühren für die Depotführung, die Haltekosten sowie Mindesteinzahlungen im Blick behalten. Im Hinblick auf die Gewinnhöhe ist ebenso der Bid-Ask-Spread der zugrunde liegenden Basiswerte zu beachten. Bei Basiswerten wie Aktien sind die Unterschiede meist gering. Geht es jedoch beispielsweise um CFDs auf Futures, kann der Spread größere Abweichungen aufweisen.

Die Frage der Sicherheit
Die Sicherheit betrifft einerseits die Verlustminimierung beim Handel selbst und andererseits die übergeordnete Frage nach der rechtlichen Einordnung und der Regulation des Brokers. Zur Abfederung möglicher Verluste ist ein gutes Money Management unverzichtbar. Dieses erfordert nicht nur Bedacht bei der Auswahl der Produkte und der Zusammenstellung des Portfolios. Auch die technischen Lösungen seitens des Brokers spielen eine wichtige Rolle. Funktionalitäten wie Stopp-Loss-Orders oder Limit-Orders stellen einen Beitrag zur individuellen Sicherheit dar, wenn der Trader sie selbst festlegen kann.

Bei einem spekulativen Finanzprodukt spielt zudem die Einlagensicherung des Brokers eine wichtige Rolle. Seriöse Broker sind meist in ein anerkanntes Einlagensicherungssystem, beispielsweise in ein staatliches System eingebunden. Auch die Höhe der Einlagensicherung ist in Abhängigkeit des eingesetzten Trading-Kapitals von Bedeutung. Einige Anbieter aus dem Ausland, speziell vermeintlich günstige Anbieter, bieten keine hinreichende Einlagensicherung. Ebenso kann es vorkommen, dass ein angekündigtes Sicherungssystem nicht existiert. In diesem Falle sind Anleger gut beraten, Existenz und Höhe der Einlagensicherung genau zu prüfen. Hierfür eignen sich etwa seriöse Broker-Testportale wie cfdbroker.org oder die Erfahrungen anderer Anleger, die diese häufig in Internetforen teilen.

Chancen und Risiken des CFD-Handels


Der Handel mit CFDs ist jederzeit und unabhängig von der generellen Marktentwicklung möglich. Sowohl bei Hausse als auch bei Baisse können Trader Gewinne generieren. Die Spekulation ist in beide Verlaufsrichtungen der Kurse möglich. Auch längerfristige Trends auf Finanzmärkten können damit kurzfristig überwunden werden.

Eine weitere Chance findet sich in der Nutzung von Hebeln. Es werden keine Basiswerte direkt gekauft, weshalb es genügt, Sicherheitsleistungen (Margins) zu hinterlegen. Diese entsprechen einem geringen Anteil des Basiswerts (etwa 1 Prozent beim Aktienindex DAX). Zum einen ist daher weniger Kapital in eine bestimmte Position gebunden, zum anderen können Anleger jedoch deutlich größere Kapitalmengen bewegen. In genau diesem Hebel liegt jedoch auch das Hauptrisiko, da die Hebelwirkung auch im Falle einer Fehlspekulation einsetzt und das gesamte eingesetzte Kapital vernichten kann.

Lange Zeit stellte die so genannte Nachschusspflicht (auch genannt Margin-Call) eines der wesentlichen Risiken im CFD-Trading dar. Im Falle unerwarteter Ereignisse konnten Trader vor Forderungen stehen, die über das eingesetzte Kapital und über die hinterlegte Sicherheitsleistung hinausgingen. Ein Beispiel für ein solches Ereignis war die Abwertung des Schweizer Frankens. Die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) hat jedoch nach Ankündigung im Dezember 2016 die Nachschusspflicht zum Mai 2017 untersagt. Aufgrund dieser Allgemeinverfügung sind seitdem sämtliche CFD-Broker verpflichtet, ein Sicherheitssystem zu errichten, das die Verluste der Anleger auf eine Art und Weise beschränkt, dass keine Forderungen über die hinterlegte Sicherheitsleistung hinaus verlangt werden können.

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne von CFD-Broker. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!



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