DAX auf Rekordniveau, ifo Institut erhöht Prognose für deutsche Konjunktur

Die deutsche Konjunktur läuft nach Ansicht des ifo Instituts besser als erwartet. Der Überschuss der deutschen Leistungsbilanz werde weiter steigen, so die Konjunkturforscher - trotz internationaler Kritik an dem Überschuss.

Die deutsche Konjunktur läuft nach Ansicht des ifo Instituts besser als erwartet. Der Überschuss der deutschen Leistungsbilanz werde weiter steigen, so die Konjunkturforscher - trotz internationaler Kritik an dem Überschuss.

20.06.2017 10:00 Uhr - Autor: Michael Barck  Michael Barck auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Am Dienstag startet der DAX mit Kursgewinnen in den Tag, nachdem es schon am Tag zuvor deutliche Gewinne gegeben hat. Bisher klettert der Index auf bis zu knapp 12.951 Punkten und erreicht damit ein neues Rekordniveau - bisher lag dieses bei 12.921 Zählern. Gegen 10 Uhr notiert der wichtigste Index der Frankfurter Börse bei 12.932 Punkten, ein Plus von 0,34 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Montag. Mehr zur charttechnischen Lage des DAX: hier klicken.

In das Bild, das die Frankfurter Börse heute abgibt, passt auch die neue Konjunkturprognose des ifo Instituts. „Die deutsche Wirtschaft ist stark und stabil. Wir erleben gerade ein so kräftiges erstes Halbjahr, dass uns der Schwung bis ins kommende Jahr trägt”, sagt Timo Wollmershäuser, der Leiter der ifo Konjunkturforschung, am Dienstag. Getragen werde der Aufschwung „von der Binnenkonjunktur und dort insbesondere von der Bauwirtschaft und dem Konsum”, so Wollmershäuser. Die Wissenschaftler erwarten für 2017 nun ein Wachstum von 1,8 Prozent statt bisher prognostizierter 1,5 Prozent, die Prognose für 2018 wird von 1,8 Prozent auf 2,0 Prozent Wachstum angehoben,

Leistungsbilanzüberschuss: Anstieg erwartet


Zudem rechnet das ifo Institut mit neuen Rekorden bei der Beschäftigung, zum anderen heben sie ihre Wachstumsprognosen für die Jahre 2017 und 2018 an. „Die Beschäftigtenzahl wird der Prognose zufolge von 43,6 Millionen Menschen im vergangenen Jahr über 44,2 Millionen in diesem auf 44,6 Millionen steigen, so viel wie noch nie. Die Zahl der Arbeitslosen geht zurück von 2,7 Millionen über 2,5 auf 2,4 Millionen im kommenden Jahr”, heißt es weiter. Die Arbeitslosenquote solle von 6,1 Prozent auf 5,5 Prozent im kommenden Jahr fallen, prognostizieren die Konjunkturforscher. Zugleich rechnet man mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um 1,7 Prozent im laufenden Jahr und 1,6 Prozent im Jahr 2018 nach 0,5 Prozent im vergangenen Jahr. Auch der Überschuss der deutschen Leistungsbilanz werde weiter steigen, prognostiziert das ifo Institut.

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