Linde Aktie: Trendwende in Arbeit - UBS Kolumne


Nachricht vom 07.06.2017 07.06.2017 (www.4investors.de) - Linde handelte von Anfang 2009 bis Mitte 2013 in einem langfristigen Aufwärtstrendkanal. Danach war der Verlauf sowohl für den Rest des Jahres 2013 als auch 2014 geprägt von einer volatilen Seitwärtsbewegung. Nach einem Rückfall Mitte Juni 2014 bis auf die Unterstützung bei 144,00 Euro konnte der Titel im Anschluss wieder deutlich zulegen. Innerhalb kürzester Zeit stieg Linde mehr als 20 Prozent und Mitte März 2015 notierte die Aktie auf einem neuen Allzeithoch bei 195,55 Euro. Es folgte eine Abwärtsbewegung, die Anfang Juni 2015 zu einer achtwöchigen Konsolidierung zwischen 165,00 und 182,55 Euro führte. Ende August 2015 unterschritt Linde den langfristigen Aufwärtstrend. Ein Versuch, diesen wieder zurückzuerobern, scheiterte am neu ausgebildeten Abwärtstrend. Seit Anfang Dezember 2015 fiel Linde von Tief zu Tief, um dieses schlussendlich bei 113,14 Euro auszubilden. Die Gegenbewegung gipfelte Mitte Dezember 2016 in einem Ausbruchsversuch, der die Aktie bis 165,98 Euro führte. Seitdem korrigierte die Aktie bis 145,53 Euro, um von dort eine Konsolidierungsphase zu starten, die Ende März in einen zarten Aufwärtstrend überging. Bis letzte Woche ist die Aktie bis auf ein Hoch bei 177,04 Euro gestiegen und bildete gestern ein Reversal aus. Weitere Verluste könnten zum Bruch des Aufwärtstrends bei 168,41 Euro führen.

Hier die entsprechenden Long-Szenarien: Startet Linde leicht im Plus, käme aus Sicht der Charttechnik ein Kauf bei einem Rücksetzer auf den Vortagesschlusskurs bei 173,85 Euro, leicht oberhalb des Widerstands bei 175,00 Euro oder aber in der ersten Korrektur einer Aufwärtsbewegung in Frage, und zwar circa 40 Prozent unterhalb des letzten Hochs. Wird hingegen im Minus eröffnet, sollte nach Regeln der technischen Analyse eine Platzierung entweder bei einem Abprall an der Unterstützung bei 173,07 Euro, durch die eben besprochene Korrekturvariante oder aber nach dem Bruch des Schlusskursniveaus ein guter Einstiegspunkt sein. Eine Gewinnmitnahme könnte rund 2,10 Euro oberhalb des jeweiligen Tagestiefs geplant werden.

Die Short-Szenarien: Beginnt die Aktie leicht im Minus, indiziert die Charttechnik eine Positionierung bei einem Test der Schlusskursmarke, bei einem Bruch der 173,07-Euro-Unterstützung oder aber nach der ersten Korrektur einer Abwärtsbewegung, und zwar nach dem Bruch des letzten Tiefs. Wird aber im Plus begonnen, könnten Trader durch die gerade geschilderte Korrekturvariante, bei einem Abprall vom Widerstand bei 175,00 Euro oder nach dem Bruch der Schlusskurslinie einsteigen. Der Zielbereich aus Sicht der Charttechnik läge circa 2,80 Euro unterhalb des jeweiligen Tageshochs. Es empfiehlt sich eine Absicherung aller Trades durch einen Stopp in Höhe von mindestens 0,70 Euro, bei Long-Trades unter- und bei Short-Trades oberhalb des Einstiegs. (Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter )


Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der UBS. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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