Drägerwerk enttäuscht die Börse

Der Medizintechnikkonzern Drägerwerk hat am Freitag enttäuschende Eckdaten für das erste Quartal gemeldet. Bild und Copyright: Drägerwerk.

Der Medizintechnikkonzern Drägerwerk hat am Freitag enttäuschende Eckdaten für das erste Quartal gemeldet. Bild und Copyright: Drägerwerk.

15.04.2016, 12:38 Uhr - Autor: Michael Barck  Michael Barck auf Twitter  | 4nvestors auf: Twitter | Google News | Facebook

Der TecDAX-notierte Drägerwerk-Konzern hat am Freitag mit seinen Quartalszahlen für Enttäuschung an der Frankfurter Börse gesorgt. Der Aktienkurs der Norddeutschen kommt deutlich unter Druck und fällt im bisherigen Handelsverlauf bis auf 55,26 Euro. Gegen Mittag liegt das Papier auf einem etwas erholten Niveau bei 56,89 Euro mit 4,66 Prozent im Minus.

Vorläufigen Zahlen zufolge haben die Lübecker im ersten Quartal beim Umsatz einen Rückgang um 2,4 Prozent auf 532,4 Millionen Euro verzeichnet. Der Rückgang geht auf Währungskursentwicklungen zurück, bereinigt hierum wäre der Umsatz leicht gestiegen. Auch die Ergebnisse kommen aufgrund von Währungskursentwicklungen unter Druck, zudem berichtet das Unternehmen von negativen Mix- und Preiseffekten im ersten Quartal des laufenden Jahres. Die Folge: Vor Zinsen und Steuern ist ein Verlust von 16 Millionen Euro angefallen gegenüber einem operativen Quartalsgewinn von 1,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Endgültige Zahlen will Drägerwerk am 26. April vorlegen.

Ausblick wird von Drägerwerk bestätigt


„Für das Gesamtjahr 2016 erwartet Dräger unverändert ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum zwischen 0,0 und 3,0 Prozent und eine EBIT-Marge zwischen 3,5 und 5,5 Prozent“, so der Konzern zum Ausblick. Die Bruttomarge werde gegenüber dem Vorjahr fallen, kündigen die Lübecker an, die mit Kostensenkungen gegenzusteuern versuchen.

Analysten zeigen sich in ersten Kommentaren zwar von den Zahlen alles andere als begeistert, bleiben zunächst bei den bisherigen Einstufungen des Papiers. Berenberg stuft die Drägerwerk Aktie weiter mit „Hold“ bei einem Kursziel von 65 Euro ein. Die Commerzbank ist mit einem Kursziel von 50 Euro und einem „Reduce“ für den TecDAX-notierten Titel deutlich pessimistischer und warnt vor einer möglichen Gewinnenttäuschung bei den Norddeutschen. Die Zielsetzung sei ambitionierter als zuvor, heißt es.

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