Raiffeisen: Anglo American, Nvidia, Wal-Mart und Staatsanleihen im Blickpunkt

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Nachricht vom 19.02.2016 19.02.2016 (www.4investors.de) - Gestern veröffentlichte die EZB das Sitzungsprotokoll ihrer Zinssitzung vom 21. Januar. Wie die US-Notenbank sieht auch die EZB erhöhte Konjunkturrisiken aufgrund der Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung Chinas bzw. rohstoffexportierender Länder und die davon ausgelösten Turbulenzen auf den Finanzmärkten. Es wurde in Aussicht gestellt, auf der kommenden Zinssitzung erhöhten Konjunkturrisiken – als Versicherung noch bevor diese tatsächlich schlagend werden – mit einer neuerlichen Lockerung der Geldpolitik entgegenzuwirken. Zudem könnte die Notenbank die beabsichtigt lange Dauer ihrer expansiven Haltung stärker unterstreichen, indem sie ein zeitweiliges Überschießen ihres Inflationszieles in der Zukunft anstrebt.

In der Eurozone wird heute die vorläufige Schätzung für das Konsumentenvertrauen veröffentlicht. Der negativen Entwicklung auf den Finanzmärkten bzw. dem belastenden politischen Newsflow (Syrien, Flüchtlingsdebatte, Brexit, Regierungsbildungen in ES und PT etc.) stehen verringerte Strom- und Tankrechnungen sowie in den meisten Ländern verbesserte Arbeitsmarktaussichten entgegen. Selbst bei der allgemein erwarteten leichten Eintrübung des Sentiments wäre der Umfragewert noch immer auf einem hohen Niveau. In den USA dürften heute die Marktakteure den Verbraucherpreiszahlen für Januar ihre Aufmerksamkeit schenken. Aufgrund eines sehr ausgeprägten Basiseffektes – der Rohölpreis (WTI) ist im Januar zwar um gut 13 % gegenüber dem Vormonat gesunken, im Januar 2015 betrug das Minus allerdings mehr als 21 % – dürfte die Inflationsrate um 0,6 Prozentpunkte auf 1,3 % p.a. gesprungen sein. Die Kerninflationsrate dürfte bei 2,1 % p.a. verharrt haben.

Am Primärmarkt sammelte gestern Frankreich ein Volumen von EUR 8,5 Mrd ein. Die Fixzinsanleihen mit Laufzeit 2019 bzw. 2020 wurden bei einer bid/cover Ratio von 1,96 bzw. 1,64 zu einer Rendite von -0,31 % bzw. -0,15 % emittiert. Die inflationsindexierten Anleihen mit Laufzeit 2027 bzw. 2040 waren 2,6- bzw. 2,4fach überzeichnet und verbuchten eine Emissionsrendite von -0,2 % bzw. 0,16 %. Laut Ratingkalender haben heute Ratingagenturen für folgende Emittenten die Möglichkeit, eine erneuerte Einschätzung bekannt zu geben: S&P für die EFSF, Moody’s für Spanien und Fitch für Malta.

Aktienmärkte
Die wichtigsten US-Aktienindizes haben gestern ihre dreitägige Erholungsrally (vorerst) beendet, wobei die Ursache im Erliegen des jüngsten Ölpreis-Aufschwunges zu finden sein dürfte. Dies ist aber weniger auf neu aufkommende Spekulationen rund um etwaige Förderquoten zurückzuführen, sondern vielmehr auf den sukzessiven Lageraufbau in den USA, wodurch die Vorräte erneut Rekordniveaus erreichten. Sieben der zehn S&P 500 Sektoren beendeten den Handelstag mit einem negativen Vorzeichen, wobei insbesondere der Energie-Sektor die Verliererliste anführte. Bei den Einzelwerten bildete Wal-Mart ob des zurückgenommenen Ausblicks für das Geschäftsjahr 2016/17 mit einem Minus von drei Prozent das Schlusslicht im Dow Jones Industrial Average. Hingegen vermochte der Grafikchiphersteller Nvidia sowohl mit dem Q4-Ergebnis als auch mit dem Ausblick für das erste Quartal 2016 die Überwartungen zu übertreffen, was von den Investoren mit einem Kursplus von 8,6 % honoriert wurde. Die Börse in Tokio hat in Folge der negativen Vorgaben der Wall Street deutlich nachgegeben. Die Eröffnung an den europäischen Aktienmärkten erwarten wir mit Blick auf die ersten Indikatoren wenig verändert.

Credit
Auf der Unternehmensseite gab Anglo American einen Rückkauf von Anleihen mit einem Gesamtvolumen von USD 1,3 Mrd. bekannt. Das Rating des Bergbauunternehmens wurde nach Moody’s und Fitch gestern auch von S&P in den Non- Investmentgrade-Bereich herabgestuft. Das Unternehmen leidet stark unter dem aktuellen Verfall der Rohstoffpreise. Roche preiste eine EUR 650 Mio. Anleihe mit Fälligkeit 2023 bei einer Risikoprämie von MS+32 BP. Amgen war mit einer EUR-denominierten Dualtrancheanleihe mit einem Gesamtvolumen von EUR 2 Mrd aktiv. Ansonsten wird der Primärmarkt von USD-denominierten Anleihen beherrscht. Auf der Financial-Seite emittierte die Macquarie Bank erstmalig einen Covered Bond (EUR 500 Mio., 5 Jahre, MS + 40 BP).

Zentraleuropa / Osteuropa
- CZ: CNB nicht begeistert von möglicherweise negativen Zinssätzen
- CZ: Premierminister warnt vor möglichen Folgen eines Brexit
- PL: Zwei weitere Mitglieder für den geldpolitischen Rat gewählt
- RO: Rumänien bediente den internationalen Markt mit zwei Eurobonds
- RU: Verlangsamung des Rückgangs der Einzelhandelsumsätze im Jänner
- RU: S&P beließ das Rating für Russland unverändert
- AL: Abschluss der IWF-Überprüfung Albaniens und gute Auszeichnungen für Reformfortschritte sollten sich positiv auf die Bonität auswirken


Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB). Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!





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