Phoenix Solar und Centrotherm leiden unter Solarworld-Schock
Mit deutlichen Verlusten quittiert die Börse am Freitag die gestrige Meldung von Solarworld. Das Unternehmen wird die Unterstützung seiner Kreditgeber brauchen, um nicht unter der immensen Schuldenlast zusammen zu brechen. Von der jüngsten „Buffett-Rallye“ ist bei der Solarworld-Aktie heute nichts zu sehen, im Gegenteil. Das Papier stürzt ab, das Tagestief ist bei 1,08 Euro notiert, gegen 12:51 Uhr liegt der Aktienkurs bei 1,15 Euro mit knapp 28 Prozent im Minus.
Unter den Insolvenzgefahren, die sich bei Solarworld zeigen, leiden auch andere Aktienkurse von Unternehmen aus der Solarbranche – auch wenn die Gesellschaften in anderen Teilbereichen des weiter problembelasteten Solarmarktes agieren. Eins davon ist Centrotherm Photovoltaics, bei der sich das Insolvenzverfahren dem Ende zuneigt. Am 29. Januar findet die Gläubigerversammlung statt, die über einen Sanierungsplan für das Unternehmen entscheiden soll. In dessen Rahmen sollen große Teile der Kredite des Konzerns in Aktien gewandelt werden, die jetzigen Anteile werden damit stark verwässert. Die Centrotherm-Aktie fällt als Folge der Solarworld-News heute bis auf 1,22 Euro und liegt gegen 12:54 Uhr bei 1,31 Euro mit 5,82 Prozent im Minus.
Etwas größer fällt zurzeit der Verlust bei Phoenix Solar aus. Um 6,37 Prozent geht es auf 1,175 Euro nach unten, das Tagestief ist bei 1,147 Euro notiert. Das jüngst von uns geführtes ausführliches Interview mit Phoenix-Solar-Finanzchef Bernd Köhler lesen Sie auf www.4investors.de in der Rubrik Topstories.

