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Expertenmeinung

Am Morgen: Adidas, Nike und Tesla im Fokus - Nord LB Kolumne

Tesla-Chef Musk will den Preis für seine Elektroautos drastisch senken. Bild und Copyright: ThomasAFink / shutterstock.com.


24.09.2020 08:02 - Autor: Kolumnist auf twitter


Deutsche Verbraucher lassen sich offenbar auch durch steigende Corona-Infektionszahlen die Stimmung nicht verderben. Laut Aussagen der GfK soll das Konsumklima-Barometer nach dem September-Rückgang im Oktober wieder ansteigen und einen Wert von minus 1,6, ein Plus von 0,1 Punkten, erreichen. "Offenbar sind die umfangreichen Konjunkturpakete für Unternehmen und Verbraucher geeignete Maßnahmen, um Deutschland aus der schwersten Rezession der Nachkriegszeit zu helfen", hieß es von dem Marktforscher zu der monatlichen Umfrage unter rund 2000 Verbrauchern. Der weitere Verlauf des Infektionsgeschehens sowie die Arbeitsmarktlage sind laut GfK-Experten Bürkl entscheidend dafür, ob der Dämpfer im September "eine Eintagsfliege bleibt" und sich die Konsumstimmung in den kommenden Monaten weiter erholen kann.

Die deutsche Wirtschaft hat im September an Schwung verloren. Der Markit Composite-Einkaufsmanagerindex fiel um 0,7 auf 53,7 Punkte und blieb damit unter den Erwartungen. Damit hielt sich das Barometer aber den dritten Monat in Folge über der Marke von 50 Zählern. Während sich das Barometer für das verarbeitende Gewerbe (Industrie) erneut kräftig erholte und auf 56,6 (Aug.: 52,2) Punkte stieg, sank der Gradmesser für den ServiceSektor um 3,4 auf 49,1 Zähler und signalisierte damit schrumpfende Geschäfte.

In der EU-Wirtschaft läuft es deutlich schlechter als in Deutschland. Hier ist der Markit Composite-Index im September auf 50,1 Punkte (-1,8 Zähler) zurückgegangen und liegt somit nur noch hauchdünn über der Expansionsschwelle. Die Erwartungen der Volkswirte waren auch hier deutlich höher. Die Tendenz ähnelt den dt. Zahlen: Das Barometer für die Industrie stieg um 2,0 auf 53,7 Punkte, während bei den Dienstleistern ein Minus von 2,9 auf 47,6 Zähler zu Buche stand. Zuletzt wieder steigende Corona-Neuinfektionszahlen hätten in den Service-Sektoren aller Länder zu neuerlichen Geschäftseinbußen geführt, hieß es.

Rentenmarkt
Deutsche Bundesanleihen haben sich zur Wochenmitte nur geringfügig bewegt. Die schwächer als erwartet ausgefallenen deutschen und europäischen Einkaufsmanagerindizes hatten keinen nachhaltigen Einfluss auf die Kursfindung. US-Staatsanleihen präsentierten sich nur wenig verändert.

Aktienmarkt
Eine schwache Eröffnung an der Wall Street hat die Kurse am deutschen Aktienmarkt am Nachmittag ein wenig ausgebremst. Von den frühen Gewinnen blieb daher nur ein Teil übrig. DAX +0,39%, MDAX +0,66%, TecDAX +0,44%. Adidas profitierten an der DAX-Spitze von den guten Zahlen des Konkurrenten Nike und stiegen an der DAX-Spitze um 4,42%.

Schwache Konjunkturdaten, die anhaltende Diskussion über ein neues Konjunkturpaket und verhaltene Aussagen von Fed-Mitgliedern hinsichtlich einer Wirtschaftserholung waren kein guter Cocktail für die US-Börsen, die deutlich absackten. Dow Jones -1,92%; S&P 500 -2,37%; Nasdaq Comp. -3,02%. Nike starteten nach starken Quartalszahlen durch (+8,76%). Tesla-Anleger ließen ihrer Enttäuschung über Aussagen auf dem „Batterietag“ erneut freien Lauf; die Aktie verlor 10,35%. Der Nikkei-225 verliert akt. knapp 300 Punkte auf 23.047 Zähler.

Unternehmen
Nike hat die Corona-Krise in Q1 des lfd. GJ gut weggesteckt und den Markt dabei positiv überrascht. Trotz eines leichten Umsatzrückgangs um 0,6% auf 10,59 Mrd. US-$ konnte der Sportartikelhersteller den Nettogewinn auf 1,52 (1,37) Mrd. US-$ steigern. Nike nannte die Nachfrageerholung in China und den starken Online-Handel als Gründe für das positive Abschneiden.

Tesla-Chef Musk will den Preis für seine Elektroautos drastisch senken. Dazu sollen vor allem die Produktionskosten für die Batterien heruntergefahren werden. Der Tesla-Chef versprach eine neue Generation von Batterien. Diese sollen deutlich leistungsstärker und ausdauernder sein als die derzeitigen und nur halb so viel kosten. Von der Massenfertigung sei das Unternehmen aber noch etwa drei Jahre entfernt, teilte Musk weiter mit.

Devisen
Steigende Corona-Neuinfektionszahlen in Europa haben den Euro am Berichtstag belastet.

Öl / Gold
Nach einem schwächeren Auftakt haben die Ölpreise im Verlauf nach oben gedreht. Unterstützung kam vor allem von fallenden Rohöllagerbeständen. Gold schloss den dritten Tag in Folge schwächer.

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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