Aurora Cannabis verfehlt selbst bereits gesenkte Prognosen

Cannabis-Stocks (by GOLDINVEST) - Marihuana-Schwergewicht Aurora Cannabis (WKN A12GS7 / TSX ACB) enttäuscht mit den Zahlen zu seinem vierten Geschäftsquartal. Das Unternehmen verfehlte selbst die bereits gesenkte Umsatzprognose.

Die kanadische Gesellschaft meldete für das vierte Fiskalquartal einen Nettoverlust von 2,26 Mio. CAD bei einem Umsatz von 98,94 Mio. CAD. Der bereinigte Verlust auf EBITDA-Basis belief sich auf 11,7 Mio. CAD. Allerdings teilte Aurora auch mit, dass der auf seine Stammaktionäre anrechenbare Verlust unter 200.000 CAD lag und weniger als einen 1 Cent pro Aktie betrug, da der Rest der Verluste bei zwei Tochtergesellschaften anfiel, an denen man kein Mehrheitsbeteiligung hält.

Analysten hatten im Vorfeld im Schnitt mit einem bereinigten Verlust von 6 kanadischen Cents pro Aktie gerechnet und den Quartalsumsatz auf 108 Mio. CAD geschätzt. Im Vergleichsquartal des vergangenen Jahres hatte Aurora einen Nettogewinn von 79,9 Mio. CAD oder 17 Cents pro Aktie gemeldet. Im nachbörslichen Handel gingen die Aurora-Aktien um fast 10% nach unten.

Bevor Aurora im August die Prognosen senkte, hatten Analysten im Mittel mit einem Umsatz von 111,9 Mio. CAD für das vierte Quartal gerechnet. Dann aber dämpfte das Unternehmen die Erwartungen und erklärte, man werde wohl nur Umsätze zwischen 100 und 107 Mio. CAD erwirtschaften. Doch diese Marke wurde nun ebenfalls verfehlt.

Damit reiht sich Aurora nahtlos in die enttäuschenden Ergebnisse anderer großer Cannabis-Gesellschaften wie zum Beispiel Canopy Growth (WKN A140QA) https://goldinvest.de/cannabisstocks/index.php/aus-der-redaktion/2596-canopy-growth-mit-milliardenverlust-im-ersten-quartal ein. Schwierigkeiten beim Anbau und der Verpackung der Pflanze hatten zum eher mauen Start des Verkaufs von Cannabis als Genussmittel in Kanada geführt. Hinzu kam die relative geringe Zahl von Verkaufsstellen sogar in der Provinz Ontario, der bevölkerungsreichsten des Landes.

Wie bei vielen anderen Cannabis-Gesellschaften, die vor der Legalisierung von Marihuana in Kanada im vergangenen Oktober Anbau- und andere Produktionseinrichtungen erwarben, weist die Bilanz von Aurora Cannabis einen substanziellen Goodwill auf. Gemäß den Zahlen des dritten Quartals handelt es sich um rund 2,4 Mrd. CAD. Wann und inwieweit das Unternehmen diesen abschreiben wird, ist schwierig einzuschätzen.

Anfang des Monats verkaufte Aurora seine Beteiligung an The Green Organic Dutchman Holdings (WKN A2JLEE) für 86,5 Mio. CAD, doch im jetzt gemeldeten Quartal waren die Aktien noch in den Büchern des Konzerns. Beteiligungen an anderen Cannabis-Gesellschaften hatten die Bilanz von Aurora schon in vergangenen Quartalen belastet. Dennoch liegt die Aurora-Aktie gerechnet zum gestrigen Schlusskurs für 2019 noch rund 26% im Plus.

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