„Die konjunkturelle Entwicklung ist gespalten”, sagt Timo Wollmershäuser, Leiter der ifo Konjunkturprognosen. Die Wachstumsprognose für 2019 wird bestätigt, fpr 2020 aber leicht gesenkt. Bild und Copyright: sculpies / shutterstock.com.

ifo Institut bestätigt die Konjunkturprognose - aber nur für 2019

Das ifo Institut erwartet weiterhin ein Wirtschaftswachstum von 0,6 Prozent für das laufende Jahr. Damit bestätigt das Wirtschafsforschungsinstitut seine bisherige Konjunkturprognose. „Die konjunkturelle Entwicklung ist gespalten. Das exportorientierte Verarbeitende Gewerbe, in dem etwa ein Viertel der Wertschöpfung erwirtschaftet wird, steckt in einer Rezession. Gleichzeitig verzeichnen die binnenorientierten Dienstleister und die Bauwirtschaft robuste und teilweise kräftige Zuwächse”, sagt Timo Wollmershäuser, Leiter der ifo Konjunkturprognosen, am Dienstagvormittag.

Allerdings senkt das ifo Institut die Prognose für das kommende Jahr um 0,1 Prozentpunkte auf 1,7 Prozent. Bereinigt um die Zahl der Arbeitstage, die 2020 außergewöhnlich hoch sein wird, liege das Wachstum nur bei 1,3 Prozent, so die Wissenschaftler. Wollmershäuser sieht „Anzeichen, dass sich die industrielle Schwäche allmählich über den Arbeitsmarkt und tiefe Wertschöpfungsketten auch auf die Binnenkonjunktur überträgt. Damit geht die deutsche Wirtschaft ohne Schwung in das kommende Jahr”.

Bei der erwarteten Entwicklung im Exportgeschäft macht sich die internationale Situation bemerkbar. „Wirtschaftspolitiken, die über Abschottung, Sanktionen und Androhungen versuchen, die globalisierte Wirtschaftsordnung zu verändern, haben die Verunsicherung weltweit steigen, die Industriekonjunktur abkühlen und den Welthandel einbrechen lassen”, sagt Wollmershäuser.

Beim Abbau der Arbeitslosigkeit erwarten die Forscher eine Verlangsamung. Nach 2,25 Millionen in diesem Jahr wird ein Rückgang auf 2,19 Millionen im kommenden Jahr prognostiziert. Bei den Verbraucherpreisen erwarten das ifo Institut Anstiege von 1,5 Prozent und 1,8 Prozent.

Aktienkurs und Chart - DAX - Aktienindex: klicken

18.06.2019 - Autor: Michael Barck | Folgt uns auf Google News - hier klicken!

(Werbung)
Wertpapierdepot: Top-Konditionen oder fester Ansprechpartner? Warum oder?!
4investors Exklusiv:

Ihr 4investors-Newsletter

Exklusive Interviews und Analysen per Mail! Wir speichern ihre Mailadresse ausschließlich zum Versand des Newsletters! Jederzeit abbestellbar! Unsere Datenschutzerklärung.

Weitere Informationen:

Aktie: DAX - Aktienindex
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.
Aktienkurs und Chart - DAX - Aktienindex: klicken

Weitere DGAP-News zu DAX - Aktienindex