DAX: Bislang fehlen die Anschlusskäufe - UBS Kolumne

Rückblick: Zeigten sich die Käufer im DAX am Dienstag noch in bester Laune und bescherten dem deutschen Leitindex ein neues Jahreshoch, war davon am Mittwoch bereits nichts mehr zu spüren. Es fehlte schlichtweg an Anschlusskäufen. Nach schwachem Beginn plätscherte der Handel nahezu den kompletten Tag dahin. Auf der Unterseite konnten die Verkäufer aber auch keine großen Akzente setzen. Zumindest der Ausbruch über die Marke von 11.330 Punkten wurde per Schlusskurs mit einer Genauigkeit von wenigen Punkten aus Sicht der Bullen bestätigt.

Ausblick: Wirkt die bisherige Konsolidierung noch harmlos, kann aus ihr schnell größere Gefahr hervorgehen, sollte der DAX auch im Donnerstagshandel keine neuen Hochs markieren und immer mehr nach unten wegbröckeln.

Die Long-Szenarien: Noch besitzen aber klar die Bullen Vorteile. Ihre Aufgabe wird es nun sein, den Index auf neue Hochs zu hieven. Das Jahreshoch bei 11.371 Punkten dient folglich als Widerstand. Kann der DAX diese Hürde hinter sich lassen, käme nach dem Gapclose bei 11.330 Punkten die nächste Kurslücke bei 11.457 Punkten als potenzielles Ziel ins Spiel. Diese entstand im Zuge des starken Abverkaufs im Dezember 2018. Wird sie geschlossen, wäre der Chart zur Oberseite erst einmal bereinigt. Schafft der Index es nach einer Verschnaufpause im Anschluss sogar weitere Hochpunkte zu markieren, liegen die nächsten Trendziele bei 11.566 und 11.690 Punkten.

Die Short-Szenarien: Aus Sicht der Verkäufer wird es auch am Donnerstag wichtig sein, keine weiteren Hochs zuzulassen. Je mehr der DAX sich schwer tut weiter anzusteigen, desto mehr Anleger werden ins Grübeln geraten und ihre zuletzt erzielten Gewinne auf der Long-Seite einstreichen. Dies könnte für zunehmenden Verkaufsdruck sorgen. Als Unterstützung fungiert die Marke von 11.280 Punkten. Wird auch sie gerissen, könnte der Index erneut in den Bereich des Tiefs der letzten Tage bei 11.100 Punkten zurücksetzen. Doch erst unter 11.009 Punkten entstünden stärkere prozyklische Verkaufssignale.

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07.02.2019 - Autor: Externer Kolumnist

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Aktie: DAX - Aktienindex
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.
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