Deutschland: Industrieproduktion im Minus, positives BIP wird eine knappe Kiste - VP Bank Kolumne

Die Industrieproduktion ist im Dezember unerwartet um 0.4 % gegenüber dem Vormonat gefallen. Um es vorweg zu nehmen: Ein positiver BIP-Zuwachs im 4. Quartal 2018 wird zu einer knappen Kiste. Eigentlich war ein positiver Zuwachs der Industrieproduktion zu erwarten gewesen, was die Wahrscheinlichkeit eines BIP-Rückgangs in den letzten drei Monaten des Jahres 2018 deutlich reduziert hätte. Jetzt wird das Datenmaterial zum Bruttoinlandsprodukt des vierten Quartals richtig spannend. Die Veröffentlichung ist am 14. Februar. Würde das BIP erneut rückläufig ausfallen, hiesse es: Deutschland ist in einer technischen Rezession.

Ein positiver Aspekt kann der Zahl abgewonnen werden. Die lang ersehnten Nachholeffekte stehen erst noch an. Die Autoindustrie fährt ihre Produktion wieder hoch, nachdem nun langsam aber sicher die Zulassungen nach dem WLTP-Testprozedere vorliegen. Die Lieferketten über die deutschen Flüsse, die nach dem trockenen Sommer unterbrochen waren, funktionieren auch wieder. Letzteres sollte der Produktion einen kleinen Sonderschub verleihen. Aber seit der gestrigen Veröffentlichung der Auftragseingänge wissen wir: Trotz aller noch ausstehenden Nachholeffekte, die Sauregurkenzeit im Verarbeitenden Gewerbe hält an.

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07.02.2019 - Autor: Externer Kolumnist | Folgt uns auf Google News - hier klicken!

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Aktie: DAX - Aktienindex
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.
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