DAX: Keine Jubelsprünge aber auch keine Tristesse - Donner & Reuschel Kolumne

Auf die Januar-Rally folgt nun eine Februar-Konsolidierung. Auch wenn der Börsenmonat Februar bislang ein Plus von rund 1 Prozent abwarf, scheint der DAX doch erstmal seitwärts zu tendieren. Die gestrige „Bearish-Harami“-Formation zeugt auch heute von einem wohl schleppenden Tagesverlauf des DAX 30. Stützend könnten dabei aber durchaus die erwarteten Fundamentaldaten wirken. Sowohl die deutschen Erzeugerpreise um 08:00 Uhr als auch die US-Arbeitsmarktdaten ab 14:30 Uhr werden freundlich prognostiziert. Dies alles verheißt zwar keine massiven Freudensprünge, aber auch keine tiefgreifende Tristesse. Das Obere Bollinger-Band hat sich ein klein wenig nach oben geöffnet und verläuft nun bei 11.419 Zählern. Die markttechnischen Indikatoren verhalten sich wie folgt: Die Trendfolgeindikatoren verharren weiterhin in deren neutraler Position. Die kurzfristige Slow-Stochastik dagegen zeugt von einer aktuell überkauften Situation. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass selbst die heute erfreulich erwarteten Fundamentaldaten aus Deutschland und den USA wohl wenig Impulse nach oben geben dürften. Der deutsche Leitindex igelt sich in seiner Seitwärts-konsolidierung ein. Überkaufte Slow-Stochastik sowie das „Bearish-Harami“ dürften in Summe stärker wirken als besagte Daten um 08:00 Uhr beziehungsweise um 14:30 Uhr. Zudem bleiben für den Rest der Woche die Börsen in China, Hongkong und Südkorea wegen der Feiertage zum Mondneujahr geschlossen. Die negativen Vorgaben aus den USA bremsen zudem. Die heutige Bandbreite lautet bei geringer Vola daher: 11.419 bis 11.217.

- Nächste charttechnische Widerstände: 11.372, 11.519, 11.696
- Nächste wichtige charttechnische Unterstützungen: 11.217, 10.929, 10.780, 10.387
- Oberes Bollinger-Band: 11.419, Mittleres Bollinger-Band: 11.108 und Unteres Bollinger-Band: 10.796
- 90-Tage-Linie: 11.267 und 200-Tage–Linie: 11.982 sowie: 21-Tage-Linie: 11.098
- Indikatoren: MACD: neutral | RSI: neutral I Slow-Stochastik: überkauft I Momentum: neutral
- In Summe: Neutrale Trendfolger, kurzfristig überkauft
- Volatilität (VDAX-NEW): 15,93
- Die heutige Eröffnung um 09:00 Uhr wird knapp unterhalb der 11.300 erwartet.
- (Trailing-) Stop-Loss: 11.217, 10.929, 10.780, 10.387

Primärtrend: 2009´er Aufwärtstrend verlassen (!)
Sekundärtrend: Abwärtstrend weiter intakt
Tertiärtrend (heute): 11.419 bis 11.217 & geringe Volatilität

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07.02.2019 - Autor: Externer Kolumnist

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Aktie: DAX - Aktienindex
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.
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