Der deutsche Leitindex tendierte gestern erwartungsgemäß nach unten - doch wie geht es aus charttechnischer Sicht nun weiter? Bild und Copyright: Deutsche Börse.

DAX: „Black Doji“, überhitzte Stochastik & Gap-Closing - Donner & Reuschel Kolumne

Der deutsche Leitindex tendierte gestern erwartungsgemäß nach unten. Gleich zu Handelsbeginn verunsicherten aktuelle Konjunkturzahlen aus China. Im Tagesverlauf reduzierte dann der US-Chiphersteller Nvidia seine Umsatzprognose. Grund dafür die rückläufige Geschäftsentwicklung in China. Ob es nun im Handelsstreit zwischen den USA und China wirklich zu einer Annäherung geschweige denn sogar einiger Einigung kommt? Allenfalls Spekulation! Fakt ist lediglich, dass der US-Shutdown eine Pause eingelegt hat. Jederzeitige Wiederkehr nicht ausgeschlossen... Belastend könnte auch das US-Verbrauchertrauen werden. Hier wird für 16:00 Uhr ein Rückgang prognostiziert. Chart- und markttechnisch befindet sich der deutsche Leitindex weiterhin im übergeordneten Abwärtsmodus. Erst ab Kursen oberhalb der 11.600 kann dieser verlassen werden. So richtig Entwarnung kann man auch erst beim Zurückerobern der 200-Tage-Linie vermelden. Diese verläuft aktuell bei 12.027 Zählern. Die Fibonacci-Kennziffern weisen das Niveau bei 11.600 ebenfalls als wichtige vorgelagerte Marke aus. So müssen wir uns auch für heute wieder auf eine negative Tagestendenz einstellen. Die 10.387 erweisen sich allerdings weiterhin als gute Pufferzone. Die markttechnischen Indikatoren verhalten sich mit Ausnahme der Slow-Stochastik neutral. Die Range für den heutigen Dienstag liegt zwischen 11.217 und 10.955. Das gestrige „Black-Doji“ verheißt einen ungemütlichen Dienstagshandel. Damit manifestiert sich der seit dem 15. Juni 20018 intakte Abwärtstrend - Gap-Closing mit eingeschlossen.

- Nächste charttechnische Widerstände: 11.322, 11.519, 11.696
- Nächste wichtige charttechnische Unterstützungen: 11.217, 11.149, 10.955, 10.780, 10.387
- Oberes Bollinger-Band: 11.376, Mittleres Bollinger-Band: 10.915 und Unteres Bollinger-Band: 10.454
- 90-Tage-Linie: 11.349 und 200-Tage–Linie: 12.027 sowie: 21-Tage-Linie: 10.890
- Indikatoren: MACD: neutral | RSI: neutral I Slow-Stochastik: überkauft I Momentum: positiv
- In Summe: Neutral, allerdings warnt Slow-Stochastik vor Rückschagpotential
- Volatilität (VDAX-NEW): 17,79
- Die heutige Eröffnung um 09:00 Uhr wird nur noch knapp über 11.200 erwartet.
- (Trailing-) Stop-Loss: 11.217, 11.149, 10.955, 10.780, 10.387

Primärtrend: 2009´er Aufwärtstrend verlassen (!)
Sekundärtrend: Januar-Rally gerät ins Stocken
Tertiärtrend (heute): 11.217 – 10.955

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29.01.2019 - Autor: Externer Kolumnist

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Aktie: DAX - Aktienindex
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.
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