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USA: Der Konsument bleibt am Drücker und die Wirtschaft freut sich! - Nord LB Kolumne

In den USA sind heute aktuelle Zahlen zur Entwicklung der Einzelhandelsumsätze veröffentlicht worden. Im November ergab sich bei dieser Zeitreihe ein Anstieg um immerhin 0,2% M/M. Dabei ist auch zu bedenken, dass der ohnehin schon freundliche Vormonatswert noch weiter nach oben revidiert worden ist. Dieser notiert nun bei einem beachtlichen Plus von 1,1% M/M. Insofern kann bei der Interpretation der Daten auf jeden Fall von in der Summe erfreulichen Angaben gesprochen werden.

Der Blick auf die Details der heute gemeldeten Zahlen zeigt zunächst, dass die Umsatzzahlen im US-Einzelhandel unter einer gewissen Absatzschwäche im Segment der Tankstellen gelitten haben. Bei dieser Untergruppe ergab sich eine Abschwächung um schon bemerkenswerte 2,3% M/M. Diese sehr ausgeprägte Bewegung nach unten hat allerdings nach einem Zuwachs von beachtlichen 3,5% M/M im Oktober auch nicht wirklich überrascht. Unter Ausklammerung von Treibstoff zeigte sich bei den US-Einzelhandelsumsätzen entsprechend ein Anstieg um nicht unfreundliche 0,5% M/M.

Im Automobilbereich zeigt sich am aktuellen Rand – nach dem starken Anstieg der Oktober-Absatzzahlen – immerhin ein Zulegen um 0,2% M/M. Das Wachstum in diesem Segment hält somit exakt Schritt mit dem Anstieg der Headline-Zeitreihe. Die US-Einzelhandelsumsätze exklusive Automobile legen im November auch um 0,2% zu.

Bei den zwei eng mit dem US-Immobilienmarkt verbundenen Segmenten Baumaterialien und Möbel zeigen sich wieder einmal gegenläufige Tendenzen. Bei letzterer Zeitreihe kam es im November zu einem deutlichen Anstieg um 1,2% M/M. Die Umsätze mit Baumaterialien gingen dagegen leicht zurück. In beiden Fällen handelt es sich auch um Gegenbewegungen nach schwächeren beziehungsweise freundlicheren Zahlen im Vormonat. Wichtige Hinweise für den US-Häusermarkt in seiner Gesamtheit sollten aus diese Angaben daher zunächst wohl nicht hegeleitet werden.

Eindeutig erfreulich ist dagegen der ausgeprägte Anstieg der für die BIP-Erhebung maßgeblichen Kontrollgruppe der Einzelhandelsumsätze. Hier kam es im November zu einem Zuwachs um beachtliche 0,9% M/M; zudem wurde der für Oktober gemeldete Wert noch auf eine Veränderungsrate von nun +0,7% M/M nach oben revidiert. Diese Zahlen wecken beim Blick auf das IV. Quartal 2018 schon Hoffnungen auf eine nicht unfreundliche Wirtschaftsentwicklung in den Vereinigten Staaten. Der US-Verbraucher scheint somit auch weiterhin eine verlässliche Stütze für den Aufschwung in Nordamerika zu bleiben.

Fazit: Die aktuellen Zahlen zur Entwicklung der US-Einzelhandelsumsätze sind in der Summe als klar positiv zu bewerten. Bei der Interpretation der Daten dürfen auch die vorgenommenen Revisionen wieder einmal nicht aus dem Auge verloren werden. Der US-Konsument bleibt damit offenkundig eine tragende Säule des Wirtschaftsaufschwungs in den Vereinigten Staaten. Somit steht die Fed wohl auch weiterhin unter einem spürbaren Handlungsdruck. Entsprechend sind die November-Zahlen zu den Einzelhandelsumsätzen ohne jeden Zweifel hilfreich für die Währung der USA.

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14.12.2018 - Autor: Externer Kolumnist | Folgt uns auf Google News - hier klicken!

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