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Aixtron: Nervöse Börse, gelassene Analysten

Autor: Michael Barck
30.04.2019

Die Quartalszahlen von Aixtron haben am Dienstag für einen phasenweise volatilen Aktienkursverlauf gesorgt. Unter Analysten ist man bisher dagegen äußerst entspannt nach den Neuigkeiten. Bild und Copyright: Aixtron.




Nach einem turbulenten Handelsauftakt hat sich die Lage bei der Aixtron Aktie mittlerweile deutlich beruhigt. Aktuell notiert der Aktienkurs des TecDAX-notierten Unternehmens an der 10-Euro-Marke und leicht im Plus, nachdem es im XETRA-Handel am Vormittag bis auf 9,422 Euro nach unten ging. Nach oben hin bleibt die breite charttechnische Widerstandszone um 10,20/10,42 Euro heute für die Aixtron Aktie mit einem bisherigen Tageshoch bei 10,18 Euro aber unüberwindbar.

Nachdem der Aachener Konzern heute Quartalszahlen vorgelegt hat, sind mittlerweile erste Analystenstimmen hierzu verfügbar. Im Gegensatz zur Börse am Vormittag reagieren die Experten gelassen auf die heutigen Neuigkeiten. Warburg Research bestätigt die Kaufempfehlung bei einem Kursziel von 11,50 Euro für die Aixtron Aktie. Beim operativen Ergebnis des ersten Quartals habe der Konzern etwas besser als erwartete Zahlen geliefert, heißt es.

Barclays sieht das Kursziel für die Aixtron Aktie sogar bei 12 Euro, stuft den Anteilschein des Anlagenbauers allerdings trotz des Kurspotenzials von rund 20 Prozent weiterhin nur mit „Equal-Weight” ein. Die Experten sprechen von einem guten Jahresstart, verweisen aber auch auf die Probleme beim Auftragseingang, der sich rückläufig gezeigt hat und von den Experten als schwach bewertet wird. Dies erschwere es, Aussagen über die zweite Jahreshälfte für Aixtron zu treffen.

Der Anlagenbauer aus Aachen meldete heute Morgen für das erste Quartal 2019 einen Rückgang beim Auftragseingang von 78,6 Millionen Euro auf 53,6 Millionen Euro, während der Umsatz von 62,4 Millionen Euro auf 68,7 Millionen Euro gesteigert werden konnte. Vor Zinsen und Steuern hat Aixtron einen operativen Gewinnanstieg von 7,9 Millionen Euro auf 9,7 Millionen Euro erzielt. Unter dem Strich dagegen sinkt der Quartalsüberschuss von 12,3 Millionen Euro auf 8,5 Millionen Euro. Je Aixtron Aktie macht dies einen Gewinnrückgang von 0,11 Euro auf 0,08 Euro aus. Allerdings war der Gewinnrückgang durch einen 5 Millionen Euro schweren positiven Sondereffekt im ersten Quartal 2018 beeinflusst. Das Minus beim Free Cashflow konnten die Westdeutschen dagegen von 22,3 Millionen Euro auf 17,5 Millionen Euro verkleinern.

„Die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2019 lag im Rahmen unserer Erwartungen. Vor diesem Hintergrund bestätigen wir die im Februar ausgegebene Prognose für 2019. Während Q1/2019 gemessen am Umsatz das stärkste Auftaktquartal seit vielen Jahren war, spiegelt der Auftragseingang die aktuelle Investitionszurückhaltung unserer Kunden wider. Positiv hervorzuheben sind unsere die gesunkenen Kosten, die in Verbindung mit einem vorteilhaften USD/EUR-Wechselkurs sowohl unsere Bruttomarge als auch unser Ergebnis stützen”, sagt Konzernchef Bernd Schulte zur Entwicklung im ersten Quartal 2019.

Für 2019 peilt Aixtron einen Auftragseingang zwischen 220 Millionen Euro und 260 Millionen Euro an, der Umsatz soll 260 Millionen Euro bis 290 Millionen Euro erreichen. Beim Free Cashflow will Aixtron einen Wert zwischen 15 Millionen Euro und 25 Millionen Euro erreichen. Für die Gewinnspanne vor Zinsen und Steuern peilt die Gesellschaft einen Wert zwischen 8 Prozent und 13 Prozent an.

„An der mittel- und langfristig positiven Einschätzung unserer Kernmärkte hat sich nichts geändert. Wir sind weiterhin fest davon überzeugt, dass Aixtron mit seinem Produktportfolio von zahlreichen zukunftsweisenden Technologie-Trends profitieren wird”, sagt Aixtron-Vorstand Felix Grawert. Man befindet sich „bei Laser- und Spezial-LED-Anwendungen ebenso in einer hervorragenden Position wie in der Leistungselektronik”, so der Manager.

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