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Wirecard: Durchsuchungen in Singapur - Aktie stürzt schon wieder

Autor: Michael Barck
08.02.2019



Wieder rauscht die Wirecard Aktie in die Tiefe - und wieder sind es Nachrichten zu den asiatischen Aktivitäten, die den Aktienkurs des DAX-notierten Unternehmens abstürzen lassen. Es soll in Singapur zu Durchsuchungen von Wirecard-Büros durch die örtlichen Polizeibehörden gekommen sein, heißt es. Ein Sprecher der Polizei in Singapur bestätigt einem Bericht der „Financial Times” zufolge, dass es zu Durchsuchungen gekommen sei.

Die Polizei in dem asiatischen Stadtstaat hatte zuletzt Ermittlungen aufgenommen, nachdem die britische Zeitung über angebliche Unregelmäßigkeiten in der Buchhaltung zu Wirecards asiatischen Aktivitäten berichtet hatte. Der DAX-Konzern hat die Vorwürfe scharf zurück gewiesen - wir berichteten.

Zu den Durchsuchungen liegt mittlerweile eine Stellungnahme von Wirecard vor - und die klingt nicht so sehr nach einer plötzlichen Durchsuchung, über die berichtet wird. Demnach sei man aktiv auf die Behörden in Singapur zugegangen, arbeite mit diesen zusammen und habe den Behörden heute bei einem Treffen in den Geschäftsräumen der Gesellschaft unterstützendes Material für die Untersuchungen der Anschuldigungen zur Verfügung gestellt. Wirecard dementiert die von der „Financial Times” berichteten Vorwürfe erneut.

Mit 95,50 Euro erreicht Wirecards Aktienkurs heute ein neues Baissetief im Zuge der „FT”-Berichte. Der Aktienkurs erzielte zeitlich mit der DAX-Aufnahme zusammenhängend im September 2018 sein Allzeithoch bei 199 Euro. Wenige Tage vor der Berichtsserie der „FT” zu den asiatischen Aktivitäten des Fintech-Konzerns notierte die Wirecard Aktie noch bei bis zu 170,70 Euro.

Zuvor hatte Wirecard juristische Maßnahmen gegen die „Financial Times” angekündigt und gestern zwei Aktienkäufe durch Vorstände gemeldet. Zum einen hat Wirecards COO Jan Marsalek zu einem Preis von 110,00 Euro im gestrigen XETRA-Handel Aktien des Konzerns im Gesamtwert von 110.000 Euro erworben. Zum anderen meldet Wirecard einen Kauf durch den CFO Alexander von Knoop. Dieser hat zu einem Durchschnittpreis von 111,6658 Euro Anteilscheine erworben, der Gesamtwert der Käufe im XETRA-Handel macht 111.665,85 Euro aus.

Anmerkung: In einer vorherigen Version dieses Beitrags wurde von uns berichtet, dass noch keine Stellungnahme von Wirecard vorliege. Den Bericht haben wir zwischenzeitlich aktualisiert: Die Stellungnahme erreichte uns per Mail kurz nach der Veröffentlichung der ersten Version. Wir bitten um Beachtung. Die 4investors-Redaktion.

Lesen Sie hierzu auch folgenden Beitrag aus der 4investors-Redaktion - Wirecard: Das Erfolgsmodell hat wieder heftige Schrammen

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