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Wirecard Aktie: Viel Aufregung um nichts?

Autor: Michael Barck
31.01.2019

Wieder einmal heißt es: Wirecard contra Betrugsvorwürfe. Bisher verliefen die Anschuldigungen stets im Sande - so auch der neue Bericht der „Financial Times”? Bild und Copyright: Michael Barck / www.4investors.de.




Viel Aufregung um die Wirecard Aktie: Ein erneuter kritischer Bericht in der „Finncial Times” hat den Aktienkurs des DAX-Konzerns gestern zwischenzeitlich abstürzen lassen. Wir erinnern uns: Es ist nicht der erste kritische Bericht einer „FT”-Publikation zu dem Fintech-Konzern. Immer wieder sieht dieser sich dem Vorwurf ausgesetzt, dubiose Transaktionen zu tätigen. Doch wie auch schon bei den vorangegangenen Berichten - nicht nur von der „FT”, sondern auch bei der Attacke von „Zatarra Research” - setzt sich Wirecard auch diesmal zur Wehr und widerspricht den Darstellungen deutlich.

So wirft der „FT”-Bericht Fragen zu angeblichen Geschäften der Gesellschaft mit einem asiatischen Unternehmen Namens Flexi Flex auf. Dokumente, die der „FT” von einem angeblichen Whistleblower zugespielt worden sind, sprechen von gefälschten Kontrakten mit der Gesellschaft in Höhe von 13 Millionen Euro. Wirecard dementiert jegliche Geschäftsbeziehungen mit Flexi Flex in einer Stellungnahme gegenüber www.4investors.de deutlich. Die Basis für den Artikel sei sachlich fehlerhaft, heißt es unter anderem von Seiten der Süddeutschen.

Schon frühere Anschuldigungen ähnlicher Art gegen Wirecard, die der Konzern stets als falsch zurückgewiesen hatte, verliefen in den vergangenen Jahren im Sande. Am Aufstieg von Wirecard änderten die zwischenzeitlich heftigen Kursschwankungen nichts. 2018 schaffte die Aktie des Unternehmens schließlich den Sprung in den DAX.

Wirecard entkräftet Vorwürfe der „Financial Times”


Viel Aufregung also um nichts? Auffällig: Im gestrigen Handel überrollte eine Verkaufslawine die Wirecard Aktie, kaum dass der Bericht der „FT” online gegangen war. Der zeitlich enge Zusammenhang überrascht. Zwar reagieren Börsen schnell auf belastende Informationen, doch die Reaktionsgeschwindigkeit angesichts des komplexen Themas überrascht enorm - vor allem vor dem Hintergrund der Erfahrungen der Börse mit früheren Vorwürfen gegen Wirecard. Auch andere Unternehmen wurden Opfer derartiger Ereignisse, die sich meist als Shortseller-Attacken entpuppten.

Im Tagesverlauf am Mittwoch lichtete sich der Pulverdampf rund um die Wirecard Aktie dann auch deutlich. Vom Tagestief bei 126 Euro aus konnte sich das Papier deutlich erholen, blieb im XETRA-Handel aber an der 150-Euro-Marke und damit der hier liegenden Widerstandsmarke um 148,00/149,50 Euro hängen. Starke charttechnische Unterstützungen oberhalb von 124 Euro, der potenziellen Bodenzone nach der harten Konsolidierung der Wirecard Aktie von 199 Euro auf 124,40 Euro, wurden damit gestärkt. Kann Wirecards Aktienkurs nun 148/150 Euro stabil überwinden, könnte der neuerliche Spuk für den Aktienkurs recht schnell vorbei sein. In den letzten Wochen kletterte dieser von 126,35 Euro auf 170,70 Euro, bevor es in den Tagen vor dem gestrigen Absturz in eine leichte Konsolidierung ging.

Mehr zu den gestern von Wirecard vorgelegten Zahlen für 2018, die vor dem Hintergrund der Turbulenzen am Nachmittag völlig untergingen: hier klicken.

Lesen Sie hierzu auch folgenden Beitrag aus der 4investors-Redaktion - Wirecard Aktie stürzt ab - Serie von Verkaufssignalen - „FT”-Bericht thematisiert mögliche Betrügereien

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