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Expertenmeinung

USA: Euphorie zum Abschluss des Jahres 2017 - Nord LB Kolumne

Autor: Externer Kolumnist
03.01.2018

In den USA sind vor einigen Minuten aktuelle Zahlen zur Entwicklung des ISM PMI Manufacturing gemeldet worden. Der von den Finanzmärkten noch immer sehr stark beachtete nationale Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie konnte am aktuellen Rand klar auf 59,7 Punkte zulegen.

Verschiedene regionale Unternehmensbefragungen hatten die Märkte im Berichtsmonat Dezember positiv überrascht. So war der Chicago-Index beispielsweise auf beachtliche 67,6 Zähler angestiegen. Auch der Dallas- und der Philadelphia-Index konnten zuletzt eine erfreulich starke Entwicklung nehmen. Folglich hatte es also durchaus Indikationen dafür gegeben, dass die Stimmung in der US-Industrie sich zum Abschluss des Jahres 2017 wieder hervorragend präsentieren würde. Wir sind von den heutigen Zahlen zum ISM PMI aufgrund des recht deutlichen Anstiegs dennoch positiv überrascht worden.

Die Befragungsteilnehmer sind damit sogar wieder in der Gefahr, zum Ende eines erfreulichen Jahres abermals in eine fast schon gefährliche Euphorie zu verfallen. Mit nahezu 60 Zählern deutet der nationale Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie in jedem Fall ein sehr nachhaltiges Anziehen der ökonomischen Aktivität im verarbeitenden Gewerbe der Volkswirtschaft der USA an.

Der Blick auf die Details der Angaben zum ISM PMI Manufacturing offenbart zudem weitere erfreuliche Fakten. So legte die wichtige Produktionskomponente im Dezember auf wirklich starke 65,8 Zähler zu. Mit diesem Wert signalisiert die Zeitreihe zum Abschluss des Jahres 2017 einen fast schon bedenklichen Anstieg des von der US-Industrie tatsächlich realisierten Outputs. Noch positiver ist die Entwicklung der Auftragskomponente, welche am aktuellen Rand auf beeindruckende 69,4 Punkte zulegen konnte. Die befragten Firmen diagnostizieren damit, dass sich ihre Order-Bücher extrem schnell füllen. Dieses Faktum sollte ohne jeden Zweifel ein erfreuliches Signal für die nähere Zukunft der nordamerikanischen Wirtschaft sein. Die Aussichten für das Jahr 2018 sind somit offenkundig ebenfalls hervorragend.

Auch die Preiskomponente des nationalen Einkaufsmanagerindexes für die US-Industrie konnte im Dezember klar zulegen. Mit 69,0 Punkten werden von den befragten Unternehmen am aktuellen Rand also sehr signifikant anziehende Einkaufspreise diagnostiziert.

Dagegen gab die Beschäftigungskomponente des ISM PMI Manufacturing zum Abschluss von 2017 etwas nach. Der Sub-Index notiert aber immerhin noch bei nicht unerfreulichen 57,0 Zählern. Folglich bauen die befragten Firmen einfach nur etwas langsamer weiteres Personal auf.

Fazit: Der ISM PMI Manufacturing konnte im Dezember unerwartet stark zulegen. Die Zeitreihe signalisiert damit ein ausgeprägtes Wachstum der ökonomischen Aktivität in der US-Industrie. Zudem weckt die Auftragskomponente mit sehr beachtlichen 69,4 Punkten Hoffnungen auf eine erfreuliche Entwicklung in 2018. Dies passt gut zu unseren Wachstumsprognosen für Nordamerika. Da auch die Preiskomponente deutlich zulegen konnte, bleibt die US-Notenbank unter Zugzwang. Dies sind gute Nachrichten für die Währung der Vereinigten Staaten.


Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!






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