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Steinhoff: Es bleibt ein „Glücksspiel”

Autor: Michael Barck
03.01.2018

Bild und Copyright: Steinhoff.


Die Probleme bei Steinhoff sind über den Jahreswechsel nicht kleiner geworden - doch damit konnte angesichts des schieren Ausmaßes des Desasters auch niemand ernsthaft rechnen. Dass neben den Jahren 2016 und 2017 noch weitere Bilanzen vom Skandal betroffen sind hatte sich schon abgezeichnet. Weiter ist das tatsächliche Ausmaß des Bilanzsandals unklar und kann nur grob geschätzt werden, was für die Zocker an der Börse ein kaum zu kalkulierendes Risiko darstellt.

Natürlich bestehen trotzdem Chancen, dass Steinhoff den Kopf aus der Schlinge ziehen wird, doch es ist völlig offen, welchen Schaden dabei die Anteilseigner erleiden werden. So dürfte der Konzern um eine ausführliche Entschuldung nach dem Wachstumswahn der vergangenen Jahre nicht herum kommen. Werden im Zuge dessen zum Beispiel - wie zuletzt oft praktiziert - Schulden in neue Steinhoff-Aktien umgewandelt, droht den derzeitigen Aktionären eine starke Verwässerung ihrer bisherigen Anteile bis hin zur Unkenntlichkeit. Es ist nur eine Variante von vielen, die diskutiert wird, zumal Steinhoff weiter um die Sicherung der Liquidität kämpfen muss und ganz „nebenbei” in Amsterdam im Januar auch noch ein wichtiges Urteil im Rechtstreit mit einem früheren Geschäftspartner um Aktivitäten in Europa ansteht, das seltsamerweise in der aktuellen Diskussion um Steinhoffs Krise selten thematisiert wird. Es bleibt angesichts der aktuellen Informationslage ein reines Glücksspiel, auf Steinhoff zu zocken - es kann gut gehen, es muss aber nicht, dessen sollten sich Anleger jederzeit bewusst sein.

Während einige Börsendienste trotz der zurzeit gefühlt tausenden an Unbekannten in der Gleichung fleißig Spekulationen um eine Steinhoff-Rettung schüren (bitte, liebe Leserinnen und Leser, nehmen sie die Hinweise auf Interessenskonflikte immer zur Kenntnis!), konnte der Steinhoff Aktienkurs gestern gegen die schlechten Nachrichten des Unternehmens Terrain gewinnen. Der Aktienkurs bleibt indes volatil, wie die gestrige Tradingspanne im XETRA-Handel mit 0,321/0,389 Euro zeigte. Nachdem das Papier gestern den XETRA-Handel bei 0,348 Euro mit 9,78 Prozent im Plus beendet hat, liegen aktuelle Indikationen im Tradegate-Handel um 0,36/0,37 Euro.

Immerhin hat sich damit der gestrige Anstieg über kleinere charttechnische Hindernisse unterhalb von 0,32 Euro und unterhalb von 0,331 Euro sowie aktuell auch bei 0,342/0,35 Euro stabil gehalten. Daraus sollte man aber nicht allzu viel an Spekulationen über eine Rettung ableiten, insbesondere solange Steinhoff es nicht schafft, die Karten auf den Tisch zu legen.






News und Infos: Steinhoff International

Stammdaten: Steinhoff International

WKN: A14XB9
ISIN: NL0011375019
Aktienindex: SDAX
Homepage: http://www.steinhoffinternational.com

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