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Chartanalyse

Heidelberger Druck: Trumps Steuerreform lässt die Aktie wackeln

Autor: Michael Barck
27.12.2017

Die Konzernzentrale von Heidelberger Druckmaschinen. Bild und Copyright: Heidelberger Druckmaschinen.


Die Folgen der US-Steuerreform bringen die Heidelberger Druck Aktie heute Morgen unter Druck. Vor dem langen Wochenende war der Aktienkurs des Druckmaschinenbauers noch mit 2,823 Euro und 1,16 Prozent Kursverlust aus dem Handel gegangen. Eine Gewinnwarnung bringt nun eine charttechnisch wichtige Unterstützung unter Druck. Aktuelle Indikationen für die Heidelberger Druck Aktie liegen bei 2,76/2,80 Euro, womit erneut die Supportzone um 2,74/2,77 Euro ihre Qualität beweisen muss. Hier endete Mitte November bei 2,76 Euro eine deutliche Abwärtsbewegung der Heidelberger Druck Aktie, die Anfang Oktober bei 3,619 Euro gestartet war. Die Zone ist als „Duett” mit der starken Unterstützung unterhalb des Kernbereichs bei2,64/2,67 Euro zu sehen, die sich bis 2,60 Euro erstreckt.

Heidelberger Druckmaschinen: Gewinnwarnung


Die US-Steuerreform sorgt bei Heidelberger Druckmaschinen für eine einmalige Belastung von rund 25 Millionen Euro im laufenden Geschäftsjahr. Die Körperschaftssteuer in den USA wird von 35 Prozent auf 21 Prozent sinken. Daher müssen aktivierte latente Steuern auf die historisch bedingten Verlustvorträge einer US-Tochter neu bewertet werden. So entstehen der Sonderaufwand.

Daher muss Heidelberger Druckmaschinen die Prognose zurückziehen. Bisher gng man für das aktuelle Geschäftsjahr von einem moderaten Gewinnplus aus. Nun wird klar, dass das Ergebnis deutlich unter dem Vorjahreswert von 36 Millionen Euro liegen wird.

Mittelfristig hat die Reform für Heidelberger Druckmaschinen vermutlich positive Auswirkungen. Die Investitionszurückhaltung in den USA dürfte sich reduzieren. Man rechnet mit einer spürbaren Belebung des Investitionsverhaltens. Nachholeffekte sollten für Erlöse sorgen. Auch dürfte Heidelberger Druckmaschinen künftig in den USA weniger Steuern zahlen.