Kobaltpreis bis 2020 mit starker Performance

Nachricht vom 24.04.2017 24.04.2017 (www.4investors.de) - Konfliktfreies Kobalt, das in neuen Technologien wie Lithium-Ionenbatterien verwendet wird, zu beschaffen, wird für die Branche auch in den kommenden Jahren sowohl Problem als auch Chance sein. Denn die Kobaltproduktion wird nach wie vor von der politisch instabilen Demokratischen Republik Kongo (DRC) dominiert.

Da zentralafrikanische Land, das eine lange Geschichte politischer Konflikte und Bürgerkriege aufweist, produziert rund 64% des Kobalts weltweit, während 57% des verarbeiteten Angebots aus China stammen. Die Analysten von Benchmark Mineral Intelligence sind deshalb der Ansicht, dass es unwahrscheinlich ist, dass die Hersteller von Batterien und anderen Hightech-Produkten, ohne Kobalt aus der DRC auskommen können. Zumal der Anteil des Landes am weltweiten Angebot bis 2020 auf 69% steigen dürfte. Der Großteil des Angebotswachstums werde dabei von Projekten in der DRC kommen, wenn Minen wie Glencores (WKN A1JAGV) Katanga-Projekt wieder in Betrieb gehen würden, hieß es weiter.

Gerade das aber, so die Experten, lasse Raum für Juniors, die in den Markt eintreten könnten, indem sie entweder Batterieprodukte wie Kobaltsulfat produzieren oder ihr Produkt als „konfliktfrei“ vermarkten. Denn nach solchem Kobalt werde die Nachfrage groß sein, so Benchmark Mineral Intelligence. Die Analysten weisen darauf hin, dass Lithium-Ionenbatterien kein Kobalt, sondern Kobaltchemikalien enthalten und die Nachfrage nach diesen Chemikalien den Kobaltpreis antreibe.

Laut der Benchmark-Experten macht die Kleinstproduktion der Einheimischen rund 10% oder 7.000 Tonnen des Kobaltausstoßes der DRC aus und Konfliktkobalt, Kobalt, dass durch erzwungene Arbeit gefördert wird, ca. 5% oder 3.500 Tonnen. Die Experten weisen deshalb auch darauf hin, dass Kleinstproduktion nicht automatische Konfliktkobalt bedeutet, es handele sich aber um ein „Stigma“, mit dem die Branche umgehen müsse. Der Großteil der Produktion, die in der DRC neu gestartet werde, sei hingegen garantiert sauber, so Benchmark.

Die Analysten schätzen, dass der Markt für Lithium-Ionenbatterien bis 2020 auf 178 GWh steigen wird – von 70 GWh im Jahr 2016 –, wobei Kathoden, die Kobalt enthalten, 81% des Marktes ausmachen sollten. Benchmark geht davon aus, dass die Kobaltnachfrage aus diesem Sektor zwischen 2016 und 2020 um 11,7% pro Jahr wachsen wird.

Und bis 2020 dürfte den Experten zufolge das Angebot knapp bleiben und ab 2023 ein steigendes Angebotsdefizit auftreten. Allerdings, so Benchmark weiter, dürfte ab 2025 neue Kobaltproduktion dieses Defizit wieder sinken lassen.

Laut Benchmark gibt es zwar Alternativen zum Einsatz von Kobalt in Batterien, doch bislang hätten sich diese in Hinsicht auf Sicherheit und Lebensdauer als problematisch erwiesen. Ein Ersatz werde deshalb die Kobaltnachfrage bis 2030 höchstens reduzieren und nicht ersetzen. Und selbst auf reduziertem Niveau, so die Analysten, werde der Kobaltmarkt schnell expandieren.

Die Experten weisen außerdem darauf hin, dass Unterbrechungen des Angebots auf Grund von z.B. Turbulenzen wegen der später dieses Jahr anstehenden Wahlen in der DRC große Auswirkungen haben könnten. Zudem würden 98% des Kobalts weltweit als Beiproduktion der Kupfer- und Nickelförderung abgebaut, sodass die Lage in diesen Märkten das Kobaltangebot ebenfalls beeinflusse.

An der London Metals Exchange sei der Kobaltpreis dieses Jahr um rund 60% auf über 55.000 USD pro Tonne gestiegen, wird weiter ausgeführt, doch weist Benchmark daraufhin, dass die Kathodenhersteller diesen Preis nicht zahlen würden. Vielmehr würden diese einen Preis zu- oder abzüglich einer Prämie zahlen. Benchmark will in Kürze den Preis für den Industrierohstoff Kobaltsulfat veröffentlichen.

Die Analysten gehen davon aus, dass der Kobaltpreis auf hohem Niveau verbleiben und bis 2020 eine gute Performance liefern wird, da die Nachfrage das Angebot bis 2025 übersteigen werde. Und die zu erwartenden neuen Minen würden nicht ausreichen, um ein Überangebot zu schaffen. Benchmark rechnet Anfang der 2020er Jahre mit einem größeren Defizit als 2007/2008 als ein Defizit von rund 9.000 Tonnen zu einem Preisanstieg von mehr als 50 USD pro Pfund führte.


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