Aktueller Berichtecotel: Höhere Prognose nicht ausgeschlossen27.08.2012 (www.4investors.de) - Bis 2015 will ecotel den Umsatz auf 100 Millionen Euro erhöhen. Bei der aktuellen Prognose gibt sich die Unternehmensführung zurückhaltend. Finanzvorstand Bernhard Seidl will die Zahlen zum dritten Quartal zunächst abwarten. Danach könnte die Prognose eventuell angepasst werden, so Seidl gegenüber der Redaktion von www.4investors.de. Im Gespräch macht der Finanzvorstand auch deutlich, dass man beim Schuldenabbau einen guten Schritt nach vorne gekommen ist. Auch das Aktienrückkaufprogramm ist Thema des Interviews.
www.4investors.de: Im ersten Halbjahr ist vor allem der Umsatz im margenschwachen Bereich Wiederverkäufer gestiegen, während die margenstarken Bereiche Geschäftskunden und New Business geschrumpft sind. Mit welchen Maßnahmen wollen sie das margenstarke Geschäft wieder stärken? Seidl: Trotz leicht rückläufiger Umsätze bei Geschäftskunden und New Business konnten wir in der ersten Jahreshälfte 2012 den Rohertrag in beiden Segmenten verglichen mit dem Vorjahr steigern. Ab 2013 wollen wir den seit mehreren Jahren leicht rückläufigen Umsatz im Geschäftskundensegment wieder zu einem nachhaltigen Wachstum führen. Dies wollen wir einerseits durch gezielte Neuakquise von Großkundenprojekten im Datenumfeld, durch den Ausbau der Partnerschaft mit Vodafone und dem Verkauf konvergenter Festnetz- und Mobilfunkprodukte sowie andererseits durch den verstärkten Vertrieb von Neuprodukten wie z.B. der Sprachtelefonie über unsere SDSL- und Ethernet-Datenprodukte erreichen. Mit einigen potenziellen Neukunden sind hier schon in konkreten Verhandlungen. Zudem hat der Umsatzanteil der schwindenden klassischen Preselect Umsätze mittlerweile ein Niveau von unter 20 Prozent erreicht, sodass dieser geplante Rückgang einfacher durch Neuumsätze kompensiert werden kann. Neben dem Geschäftskundensegment wollen wir mittelfristig auch im New Business Segment wieder wachsende Umsätze durch neue Konvergenzprodukte und neue Großkundenprojekte erzielen. www.4investors.de: Welche Umsatz- und Margenziele bestehen für die Geschäftskundensparte, die ja im Fokus von ecotel steht? Seidl: Unser Ziel für 2012 ist es, den Geschäftskundenumsatz oberhalb von 40 Millionen Euro zu stabilisieren und einen Rohertrag in der Geschäftskundensparte von mehr als 18 Millionen Euro zu erwirtschaften. Bis 2015 wollen wir die Geschäftskundenumsätze auf über 50 Millionen Euro ausbauen und dabei die Rohmarge oberhalb von 40 Prozent halten. Das Geschäftskundensegment ist unser wichtigster Treiber, um unser mittelfristiges Umsatzziel in 2015 von 100 Millionen Euro und unser EBITDA-Ziel in 2015 von 10 Millionen Euro zu erreichen. www.4investors.de: Trotz deutlich steigender Umsätze mit Wiederverkäufern ist der Rohertrag in dieser Sparte gefallen. Was unternehmen sie, um hier die Rohmargen zu verbessern? Seidl: Der Rückgang des Rohertrags in der Wiederverkäufersparte verglichen mit 2011 beruht auf der Tatsache, dass Anfang 2012 ein größerer Carrierkunde weggefallen ist. Insgesamt jedoch spielt der Rohertrag der Wiederverkäufersparte bei ecotel nur eine untergeordnete Rolle, da das Wiederverkäufersegment im Wesentlichen dazu dient, durch hohe Verkehrsvolumina günstige Einkaufskonditionen für die Geschäftskundensparte sicherzustellen. Daher sind aktuell auch keine größeren Maßnahmen zur Margenoptimierung im Wiederverkäufersegment geplant. www.4investors.de: Das erste Halbjahr hat ecotel mit 47,6 Millionen Euro Umsatz abgeschlossen. Sie betonen im Geschäftsbericht die positive Auftragslage. Wirkt da die Umsatzprognose von 80 bis 90 Millionen Euro nicht etwas konservativ? Oder erwarten sie für das zweite Halbjahr im schlechten Fall tatsächlich nur knapp 33 Millionen Euro Umsatz? Seidl: Sicherlich könnte man bei Extrapolation der Halbjahreszahlen auf das Gesamtjahr zu dem Schluss kommen, dass die Umsatzprognose 2012 mit 80-90 Millionen Euro etwas niedrig angesetzt ist. Andererseits konnten wir in der Vergangenheit beobachten, dass das Wholesale-Minutenhandelsgeschäft im Wiederverkäufersegment signifikanten Umsatzschwankungen unterliegt und nur schwer planbar ist. Daher wollen wir erst einmal die Umsatzzahlen des dritten Quartals abwarten und anschließend entscheiden, ob die aktuelle Umsatzprognose eventuell angepasst werden muss. www.4investors.de: Auch die EBITDA-Prognose von 6 Millionen Euro bis 7 Millionen Euro wirkt in diesem Zusammenhang steigerungsfähig. Trifft das zu? Seidl: ecotel befindet sich in der Endphase des Wandels von einem ehemals reinen Preselect-Telekommunikationsanbieter zu einem integrierten Telekommunikations-Vollsortimenter für Sprach-, Daten- und Mobilfunkprodukte. Wir sehen aktuell für das zweite Halbjahr 2012 mögliche unternehmerische Risiken, die zu eventuellen Umsatzrückgängen und Sonderaufwendungen führen können und damit das EBITDA belasten können. Hierzu gehören unter anderem die Auflagen des Anfang 2012 neu verabschiedeten Telekommunikationsgesetzes, damit verbundenen zusätzlichen Implementierungskosten sowie mögliche rückläufige Erträge bei unserer Tochter easybell. Zudem befindet sich ein neues Kundenprojekt aktuell noch in der Implementierungsphase, welches aktuell zwar erhebliche Aufwendungen erzeugt, aber erst in 2013 zu neuen Umsätzen führt. Weiterhin befinden sich zwei wesentliche Kosteneinsparprojekte noch in der Umsetzungsphase, welche erst ab dem vierten Quartal 2012 zu Effizienzsteigerungen beitragen. Daher haben wir die EBITDA Prognose für 2012 mit 6 bis 7 Millionen Euro nur leicht oberhalb der Prognose des Vorjahres von 5,5 bis 6,5 Millionen Euro angesiedelt. www.4investors.de: Halten sie die 2013er-Margenprognose von 8 bis 10 Prozent vor diesem Hintergrund aufrecht? Seidl: Der unerwartet starke Anstieg der margenschwachen Wiederverkäuferumsätze hat in 2012 auch zu einem Rückgang der EBITDA-Marge geführt, obwohl sich das EBITDA auf einem ähnlichen Niveau im Vorjahr befindet. Da jedoch auch die Wiederverkäuferumsätze werthaltig sind und einen Ertrag erzielen, wollen wir auf diese zusätzlichen Wiederverkäuferumsätze nicht verzichten, nur um unsere EBITDA Margenprognose für 2013 nicht zu verfehlen. Es ist daher möglich, dass wir abhängig von der Entwicklung der Wiederverkäuferumsätze in den nächsten Quartalen eine Prognoseanpassung bei der EBITDA-Marge für 2013 vornehmen werden. www.4investors.de: Wie weit sind sie seit dem Ende des ersten Halbjahres bereits mit dem geplanten Schuldenabbau fortgeschritten? Seidl: ecotel hatte zum Ende des zweiten Quartals eine Nettoverschuldung von 1,5 Millionen Euro verglichen mit 3 Millionen Euro zum Jahresbeginn. Wir sind somit auf einem guten Weg, in den nächsten Quartalen vollständig schuldenfrei zu sein. www.4investors.de: Welchen Zwischenstand gibt es beim Aktienrückkauf, der bis Ende September abgeschlossen werden soll? Seidl: Mittlerweile wurden im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms etwa 50.000 eigene Aktien erworben. Damit hat ecotel 50 Prozent des geplanten Rückkaufvolumens von maximal 100.000 Aktien erreicht. Nun besitzt ecotel insgesamt knapp 200.000 eigene Aktien, was rund 5 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft entspricht. ( Autor: mic ) (Ads) Aus 10.000 EUR wurden mit TREND-AKTIEN 118.311 EUR…!? GRATIS-Ebook: Die 7 Todesfallen beim Aktien-Kauf?Diesen Artikel teilen:
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