Aktueller BerichtMittelstandsanleihen: Die Alternative zum Börsengang02.03.2012 (www.4investors.de) - 2012 ist bisher kein Jahr für Börsengänge. Noch hat kein einziges Unternehmen ein echtes IPO in Deutschland gewagt. Unternehmen loten aber im aktuellen Marktumfeld eine Reihe von Finanzierungsmöglichkeiten zur Re- oder Wachstumsfinanzierung aus. In diesem Zusammenhang rückt bei vielen Unternehmen eine Finanzierungsvariante in den Fokus, die früher kaum beachtet wurde: die Ausgabe von Anleihen. Diese Finanzierungsvariante wird sowohl von Großkonzernen als auch von mittelständischen Unternehmen vermehrt eingesetzt. Eine gute Bonität des Anleihegebers vorausgesetzt, können Anleihegläubiger eine interessante Rendite erzielen. Diesem Trend folgen im Wesentlichen drei deutsche Börsenplätze, die sich auf Anleihen fokussieren. Neben der Deutschen Börse, die ihr Mittelstandssegment Entry Standard auch für Anleihen öffnete, sind hier ebenfalls die Börsen Stuttgart mit dem Segment bondm und Düsseldorf mit dem Mittelstandsmarkt etabliert.
Bekannten Unternehmen wie Katjes, Valensina und Schneekoppe oder klassische Mittelständler wie FFK Environment haben in den Vorjahren den Boden bereitet, 2012 hat der Textilhersteller Seidensticker eine deutlich überzeichnete Anleihe platzieren können. Schon am ersten Zeichnungstag waren die Bücher voll. Auch Scholz hat erfolgreich Geld am Anleihemarkt eingesammelt. Der Anlagenbauer MT-Energie aus Niedersachsen will ebenfalls bald mit einer Anleihe an den Düsseldorfer Markt. Das frische Geld soll ins Wachstum investiert werden. Die Ekosem-Agrar plant auch eine Anleiheemission, um in Russland weiter zu expandieren. „Die frühzeitige Sorge um die Refinanzierung oder eine zukünftige Wachstumsfinanzierung ist für Unternehmen von grundlegender Bedeutung. Die überwiegende Zahl der Mittelstandsunternehmen ist auf klassische Eigen- oder Fremdkapitallösungen angewiesen beziehungsweise auf einen Mix. Darüber hinaus gibt es einige wenige Unternehmen, die sich aufgrund ihres etablierten Geschäftsmodells, guter Umsatz- und Ertragskennzahlen sowie einer soliden Bilanzstruktur dem Kapitalmarkt öffnen können. Entweder durch die Emission von Aktien oder der Begebung einer Anleihe. Auch wenn Mittelstandsanleihen derzeit auf Interesse der Anleger stoßen, muss hier sehr genau auf die Kennzahlenentwicklung der jeweiligen Gesellschaft geachtet werden. Unabdinglich ist eine geschäftsmodellbezogene Betrachtung der zukünftigen freien Cash Flows. Nur stabile Cash Flows garantieren dem Anleihegläubiger eine Erfüllung des Kapitaldienstes.“, so Ralph Lück, verantwortlicher Vorstand für den Bereich Corporate Advisory der Stuttgarter BF.direkt AG. Diese Aussage unterstreicht Désirée Derin-Holzapfel, Geschäftsführerin der friedola Gebr. Holzapfel GmbH auf Nachfrage von 4investors.de. Die Unternehmenswurzeln des im nordhessischen Meinhard-Frieda ansässigen Familienunternehmens reichen bis ins Jahr 1888 zurück. Die 468 Mitarbeiter umfassende Gesellschaft mit einem jährlichen Umsatzvolumen von rund 60 Millionen Euro verfügt über die drei operativen Bereiche Home, Sports und Solutions. Zum Kundenkreis der Nordhessen zählen unter anderem führende deutsche und europäische Discounter und Automobilhersteller. Neben dem Heimatmarkt Deutschland ist die Gesellschaft auch international tätig. „Zur konsequenten Fortsetzung der eingeschlagenen Unternehmensstrategie eruieren wir im Hinblick auf unsere Wachstums- und Expansionspläne kontinuierlich unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten. Der Fokus liegt dabei auf Fremdkapitallösungen, die unter soliden finanzwirtschaftlichen Aspekten unsere Wachstumspläne tragen,“ so Derin-Holzapfel. Vielleicht wird 2012 somit ein Jahr der Anleihen, die derzeitigen Aktivitäten am Markt deuten dies an. Bei Zinssätzen von 7 bis 8 Prozent ist das für Investoren vielleicht gar keine so schlechte Anlagealternative. ( Autor: js ) (Ads) Aus 10.000 EUR wurden mit TREND-AKTIEN 118.311 EUR…!? GRATIS-Ebook: Die 7 Todesfallen beim Aktien-Kauf?Diesen Artikel teilen:
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