Emerging Markets bleiben zurück - Commerzbank Kolumne

Nachricht vom 22.12.2017 22.12.2017 (www.4investors.de) - Die Konjunktur in Europa und den USA läuft recht robust. Die meisten Indikatoren lagen in den letzten Monaten über den Markterwartungen, wie der steigende CESI-Index im Chart veranschaulicht. Die Analystenerwartungen für 2018 sind entsprechend optimistisch und gehen von einer weiteren leichten Wachstumsbeschleunigung aus. Für die Emerging Markets gibt die Entwicklung der Industriestaaten eigentlich Rückenwind, was dazu führt, dass auch für diese die Konsensschätzungen für das Wachstum eher positiv ausfallen. Allerdings divergiert der CESI-Index ungewöhnlich deutlich zur Entwicklung in den Industriestaaten, d.h. in den Emerging Markets überwiegen derzeit die konjunkturellen Enttäuschungen.

Anleihen


Deutschland: GfK-Verbrauchervertr. (Jan.), 8:00 Uhr
Frankreich: Konsumausgaben (Nov.), 8:45 Uhr
USA: Pers. Ausgaben/Einnahmen (Nov.), 14:30 Uhr
USA: Aufträge langlebiger Güter (Nov.), 14:30 Uhr
USA: Verkäufe neuer Häuser (Nov.), 16:00 Uhr

Die Renditen von Bundesanleihen stiegen gestern weiter an. Bei 10-jährigen Bundespapiere erhöhte sie sich innerhalb der letzten drei Tage um 12 Bp., bei 5-jährigen um 10 Bp. Gründe dafür liegen einerseits jenseits des Atlantiks, wo am Donnerstag endgültig die US-Steuerreform verabschiedet worden ist. Zudem gibt es Aussagen der EZB-Notenbanker, die eine Neubewertung der Zinserwartungen ausgelöst haben. Einige haben sich für ein Ende der Anleihekäufe im September 2018 ausgesprochen. Jetzt wird teilweise eine Zinserhöhung in der ersten Jahreshälfte 2019 eingepreist. Außerdem gab die Deutsche Finanzagentur am Dienstag bekannt, im nächsten Jahr Bundesanleihen in Höhe von 147 Mrd. EUR zu emittieren, im Vergleich zu 2017 ein kaum verändertes Volumen. Allerdings plant sie, die Emissionen 30-jähriger Bundeanleihen deutlich auf Kosten der 10-jährigen auszuweiten. Damit will sie sich das niedrige Renditeniveau langfristig sichern. Bei der Notenbanksitzung in Japan gab es nichts Neues; die Bank of Japan (BoJ) bleibt auf dem extrem lockeren geldpolitischen Kurs bis ihr Inflationsziel von 2% erreicht wird. Dabei hält sie auch am Ziel einer Rendite 10-jähriger Staatsanleihen von 0% fest. Die Wirtschaft zieht zwar an, aber die Preisentwicklung bleibt hinter den Wünschen der BoJ zurück. Die japanische Wirtschaft befindet sich dank der Nachfrage aus dem Ausland in der längsten Aufschwungphase seit 16 Jahren. Die Binnennachfrage entwickelt sich aber nach wie vor verhalten. Japans Notenbankpräsident Kuroda gibt sich optimistisch, dass mit steigenden Löhnen auch die Inflationserwartungen anziehen. Der Yen gab nach der Notenbanksitzung nur zwischenzeitlich nach.

Aktien


Heute keine relevanten Unternehmenstermine

Nach einem anfänglichen schwachen Start ging es an den europäischen Börsen im Handelsverlauf kontinuierlich aufwärts und die Indizes verzeichneten solide Gewinne. Nach zuletzt zwei Tagen im Minus half den Indizes u.a. der leicht schwächere Euro und eine am Nachmittag freundliche Wall Street. Im Gegensatz zu den anderen europäischen Märkten verzeichnete der britische FTSE100 Rohstoff- und Ölwerte sogar ein neues Rekordhoch. Die Umsätze lagen allerdings – der vorweihnachtlichen Urlaubszeit und vielen bereits geschlossenen Büchern geschuldet - um rd. 25% unter dem üblichen Niveau. Im Vorfeld der Wahlen in Katalonien konnte auch der spanische Aktienmarkt (+0,9%) profitieren. Auf der Sektorebene (Stoxx) waren Öl- und Gaswerte sowie Rohstoffwerte gefragt, während es für die Versorger nach unten ging. Der Sektor profitiert üblicherweise auch von der hohen Dividendenrendite der Branche, so dass er in Zeiten steigen-der Renditen an den Rentenmärkten zu den traditionellen Underperformern gehört. Bei den deutschen Versorgern kam die negative Nachrichtenlage um Innogy (-2,7%) noch belastend hinzu. Bei den Einzelwerten fielen u.a. Fresenius (+1,6%, bester Dax-Wert, positiver Analystenkommentar), Nokia (+4,0%, Vertrag mit Huawei über die Lizensierung von Patenten) und Roche (+1,2%, Zulassung für ein Medikament gegen Lungenkrebs) auf. In den USA sorgten die Hoffnungen auf positive Effekte der geplanten Steuerreform auf Konjunktur und Unternehmensgewinne für leichte Kursgewinne. Zusätzlich halfen per Saldo positive Makrodaten. Finanz- und Energiewerte waren überdurchschnittlich gefragt. In Asien zeigt sich heute Morgen eine positive Grundstimmung. Heute steht u.a. die politische Lage in Spanien im Fokus. Der Wahlausgang in Katalonien deutet auf eine schwierige Regierungsbildung hin. An den kommenden Weihnachtsfeiertagen haben die meisten Börsen geschlossen.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: Commerzbank
WKN: CBK100
ISIN: DE000CBK1001
Aktienindex: DAX
Homepage: http://www.commerzbank.de/
Branche: Finanzdienstleister - Großbank

Die Commerzbank gehört zu den größten Bankengruppen Deutschlands. Ein einschneidendes Ereignis in der Commerzbank-Historie ist die Übernahme der Dresdner Bank, die das Unternehmen von der Allianz gekauft hat. 2009 wurden die Gesellschaften verschmolzen. Der Zukauf hat die Commerzbank stark belastet und als eine Folge der US-Finanzmarktkrise musste die Gesellschaft mit milliardenschwerer Unterstützung des Bundes durch eine Teilverstaatlichung gerettet werden. Nach der Finanzmarktkrise hat die Commerzbank einen groß angelegten Konzernumbau eingeleitet, man will sich wieder vor allem auf die Geschäfte im Bereich der Privatkunden und Firmenkunden konzentrieren. Zum Commerzbank-Konzern gehört unter anderem auch die Comdirect Bank. An der SDAX-notierten Direktbank ist der Konzern mit mehr als 81 Prozent der Anteile beteiligt.

Die Commerzbank-Aktie gehört nach Marktkapitalisierung zu den wichtigsten Aktien am Frankfurter Aktienmarkt und ist unter anderem im DAX 30 notiert. Im DAX 30 ist sie neben der Aktie der Deutsche Bank der einzige Vertreter der Bankbranche.
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