US-Notenbank Fed hält an Zinserhöhungsplänen fest - Commerzbank Kolumne


Ich habe die Informationen zum Datenschutz zur Kenntnis genommen.


Wir geben ihre Mailadresse nicht weiter! Sie können den Newsletter jederzeit abbestellen.

Nachricht vom 21.09.2017 21.09.2017 (www.4investors.de) - Die Fed hat ihren Leitzins bei 1,00 bis 1,25% unverändert gelassen, hält aber an ihren Zinserhöhungsplänen für dieses und nächstes Jahr fest. Die Fed beließ ihre Prognosen für die Leitzinsen für dieses Jahr bei einer weiteren Erhöhung und geht nächstes Jahr von drei Zinsschritten aus. Dagegen wurde die Zinsprognose für 2019 von 2,9% auf 2,7%, der langfristige erwartete Zins von 3,0% auf 2,8% gesenkt. Zudem kündigte die US-Notenbank wie erwartet an, ab Oktober ihr Anleihekaufprogramm rückgängig zu machen, indem sie auslaufende Wertpapiere in ihrem Bestand zum Teil nicht mehr ersetzt. Zunächst geht es um einen Betrag von 10 Mrd. USD, der bis Oktober 2019 auf 50 Mrd. USD ansteigen soll.

Anleihen


Norwegen: Zinsentscheidung, 10:00 Uhr
USA: Erstanträge Arbeitslosengeld, 14:30 Uhr
USA: Philadelphia-Fed-Index (September), 14:30 Uhr

Die US-Notenbank wird die expansive Wirkung ihrer Politik in den kommenden Monaten weiter reduzieren – sie wird die Zinsen weiter anheben und ihre Bilanz reduzieren. Während sie mit dem Leitzins die kurzfristigen Zinsen steuert, beeinflusst sie mit der Verkürzung ihrer Bilanz die bereit gestellte Liquidität und steuert so die Assetpreise und die langfristigen Zinsen. Beide Stellschrauben sind somit wichtig. Nur auf die Zinspolitik zu blicken, wäre ein Fehler. Seit Ende 2014 hält die US-Notenbank ihre Bilanz konstant bei etwa 4,5 Billionen, d.h. Fälligkeiten wurden bislang durch Neukäufe von Anleihen ersetzt. Diese Praxis wird sie in den nächsten Monaten schrittweise aufgeben. Parallel dazu werden weitere Leitzinserhöhungen nötig sein (vgl. „Im Blickpunkt“). Nach unserer Ansicht unterschätzt der Markt derzeit die Bereitschaft der US-Notenbank, die Leitzinsen anzuheben. Die USA nähert sich einer Vollauslastung ihrer Produktionskapazitäten an. Künftig wird es langsamer voran gehen. Die gestern und vorgestern gemeldeten eher schwachen Daten vom Immobilienmarkt reflektieren dies – sie können freilich auch mit dem Hurrikan Harvey im Zusammenhang stehen. Die Bank von Japan hält anders als die Fed ebenso wie die Europäische Zentralbank derzeit noch an ihrer expansiven Politik fest. Der Yen hat als Folge der Geldflut zeitweise deutlich gegenüber dem US-Dollar verloren. Aktuell ist der Wert zum US-Dollar 10% niedriger als 2014. Die Wechselkursentwicklung spiegelt sich auch in der Handelsbilanz wider: Die 2014 noch markant negative Handelsbilanz ist seit Ende 2015 wieder positiv. Gestern wurde ein Zuwachs bei den Exporten von 18,1% zum Vorjahr gemeldet – deutlich kräftiger als erwartet und ein Zeichen dafür, dass auch in Japan die Erholung weiter Tritt fasst.

Aktien


Heute keine relevanten Unternehmenstermine

Die europäischen Aktienmärkte notierten gestern überwiegend wenig verändert. Lediglich der spanische IBEX (-0,9%) litt deutlich unter der sich zuspitzenden politischen Situation vor dem geplanten katalanischen Referendum. Vor der abendlichen Fed-Sitzung war die Bereitschaft für größere Umschichtungen gering. Entsprechend fehlten auch Impulse von der Zins- und Währungsseite. Im Fokus standen Übernahme- und Fusionsaktivitäten. So sorgte die Einigung zwischen ThyssenKrupp (+2,4%) und Tata Steel über die Zusammenlegung des Stahlgeschäfts für Bewegung. Die Hoffnung auf einen Kapazitätsabbau ließ auch andere Stahlwerte zulegen. Kursgewinne brachte auch die sich abzeichnende zweitgrößte Übernahme in der europäischen Versorgerhistorie. So bestätigte E.ON Medienberichte, dass der finnische Versorger Fortum (+4,2%) plant, den 47%igen-Anteil EONs (+3%) an der Tochter Uniper (+5,9% auf 22,30 Euro) zu kaufen und den übrigen Aktionären ein Abfindungsangebot in Höhe von 22 Euro zu machen. Die am Vorabend aufgekommenen Medienberichte über Fusionsgespräche zwischen der US-Tochter der Dt. Telekom (+0,8%) und Sprint waren ein weiteres Thema. Zudem berichtete die Nachrichtenagentur Reuters von einem Interesse der italienischen Unicredit (-2,2%) an den sich im Staatsbesitz befindlichen Anteilen an der Commerzbank (+2,4%). In den USA sorgte die Fed-Entscheidung für zwischenzeitliche Unruhe. Insbesondere die Hinweise auf eine weitere Leitzinsanhebung im Dezember sorgten für Abgaben, die im weiteren Verlauf allerdings auf-geholt werden konnten. Neben Energietiteln (+0,7%), die vom steigenden Ölpreis profitierten, ging es für Finanzwerte (+0,6%) angesichts der Erwartung weiter steigender Renditen nach oben, während u.a. Versorger (0,8%%) darunter litten. In Asien notieren die Indizes heute uneinheitlich und insgesamt wenig verändert.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

(Werbung)
PfeilbuttonOhne Depotgebühren. Mit Kosten-Airbag. Das Wertpapierdepot der MERKUR BANK.

4investors Exklusiv-Berichte und Interviews:
PfeilbuttonMensch und Maschine: „Auf Jahre hinaus noch genug Renditepotenziale“
PfeilbuttonStern Immobilien: In den attraktivsten Nischenmärkten Europas tätig
PfeilbuttonPNE Wind: Lesser sieht „attraktive Opportunitäten für Zukäufe“







Weitere Nachrichten aus der 4investors-Redaktion

23.02.2018 - Volkswagen meldet Zahlen: Dividende wird fast verdoppelt - Aktie rutscht ab
23.02.2018 - RIB Software: Kooperation mit Microsoft
23.02.2018 - Steinhoff Aktie gewinnt deutlich: Was ist hier los?
23.02.2018 - BMW: MINI-Jointventure mit Great Wall Motor geplant
23.02.2018 - Rhön-Klinikum erwartet 2018 Gewinnanstieg
23.02.2018 - OHB: Neuer Bundeswehr-Auftrag
23.02.2018 - CytoTools: Gericht macht Weg für Wandelanleihe frei
23.02.2018 - Telefonica Deutschland will profitabler werden und Dividende stützen
23.02.2018 - Baumot Aktie: Enttäuschung, aber…
23.02.2018 - E.On Aktie: Das Comeback läuft - oder?


Chartanalysen

23.02.2018 - Steinhoff Aktie gewinnt deutlich: Was ist hier los?
23.02.2018 - Baumot Aktie: Enttäuschung, aber…
23.02.2018 - E.On Aktie: Das Comeback läuft - oder?
23.02.2018 - Allianz mit News - was macht die Aktie?
23.02.2018 - ProSiebenSat.1 Aktie: Weitere Impulse sind gefragt!
23.02.2018 - Mensch und Maschine Aktie: Was ist hier los?
22.02.2018 - Steinhoff Aktie: Neue Verkaufssignale! Halten die Gläubiger still?
22.02.2018 - Evotec Aktie: Alles super?
22.02.2018 - Baumot Aktie: Heute wird es noch einmal spannend!
22.02.2018 - Paion Aktie erwacht aus dem Tiefschlaf - was passiert hier?


Analystenschätzungen

23.02.2018 - Mensch und Maschine: Starke Zahlen sorgen für neues Kursziel
23.02.2018 - Capital Stage: Aktie bleibt ein Kauf
23.02.2018 - Deutsche Konsum REIT: Expansion geht weiter
23.02.2018 - Süss MicroTec: Nichts Neues
23.02.2018 - E.On: Gute Nachricht aus Frankreich
23.02.2018 - Ströer: Veränderung beim Kursziel
23.02.2018 - ProSiebenSat.1: Keine gute Nachricht für Investoren
23.02.2018 - Deutsche Telekom: Eine Hochstufung der Aktie
23.02.2018 - Aixtron: 2018 kann ein sehr gutes Jahr werden – Aktie mit starker Entwicklung
22.02.2018 - Splendid Medien: Differenz zwischen Kurs und Kursziel


Kolumnen

23.02.2018 - Vonovia und Co.: Zinssorgen belasten Wohnaktien, fundamentales Bild intakt - Commerzbank Kolumne
23.02.2018 - FMC Aktie: Weiteres Erholungspotenzial vorhanden - UBS Kolumne
23.02.2018 - DAX: Die Volatilität bleibt hoch - UBS Kolumne
23.02.2018 - DAX: Erholung zum Wochenende - Donner + Reuschel Kolumne
22.02.2018 - ifo-Geschäftsklima sinkt deutlich – Wirtschaft startet aber schwungvoll ins Jahr - Nord LB Kolumne
22.02.2018 - ifo Index: Rückgang, aber es gibt kein Grund zur Sorge - VP Bank Kolumne
22.02.2018 - Einkaufsmanagerindizes geben stärker als erwartet nach - Commerzbank Kolumne
22.02.2018 - DAX mit schwachem Stand: „Long-Legged-Doji“ - Donner + Reuschel Kolumne
22.02.2018 - ThyssenKrupp Aktie: Der Abwärtstrend könnte sich fortsetzen - UBS Kolumne
22.02.2018 - DAX: Warten auf frische Impulse - UBS Kolumne

All Right Reserved by minimalthemes - ©2018 Stoffels & Barck GbR