Sinkende Inflationserwartungen am US-Bondmarkt – Korrekturgefahr steigt - Commerzbank-Kolumne

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Nachricht vom 20.06.2017 (www.4investors.de) - Vergangene Woche markierte die Rendite 10-jähriger US-Treasuries einen neuen Jahrestiefstand. Die Grafik zeigt, dass dies nicht an eingetrübten Wachstumserwartungen, sondern vor allem an deutlich nach unten korrigierten Inflationserwartungen liegt. So tendiert die Rendite inflationsgeschützter Treasuries – ein Spiegel der Wachstumserwartungen – seit längerem seitwärts. Der Renditeabstand zwischen klassischen und inflationsgeschützten Anleihen ist also kleiner geworden. Dieser Renditeabstand („Break-Even-Inflationsrate“), zeigt, welche Inflationsrate der Markt für die nächsten 10 Jahre einpreist. Nach unserer Einschätzung veranschlagt er sie zu niedrig; wir rechnen mit steigenden US-Renditen.

Zinsen und Anleihen


Deutschland: Erzeugerpreise (Mai), 8:00 Uhr
 Euroraum: Leistungsbilanz (April), 10:00 Uhr
Es ist nur wenige Monate her, da grassierte an den Märkten die Sorge, Marine Le Pen könnte in Frankreich die Präsident-schaftswahlen gewinnen und damit das Ende der Europäi-schen Union einläuten. Jetzt – so scheint es – stehen die Türen für eine Reform der Union offen. Emmanuel Marcon hat mit seiner jungen Bewegung „La République en Marche“ wie zuletzt erwartet eine absolute Mehrheit im Parlament erlangt. Seine Positionen sind sozialliberal und pro-Europa. Auch in Deutschland gingen die Menschen für Europa auf die Straße. Bislang ist die Europäische Zentralbank die einzige europäische Institution, die die konjunkturellen Folgen der Schuldenkrise bekämpft und die Nachfrage stärkt. Man kann ihr vorwerfen, dass sie den Schuldenstaaten damit Spielraum gibt, nötige strukturelle Reformen aufzuschieben. Doch sogar in Portugal geht es voran. Fitch hat am Freitag seinen Ra-tingausblick von stabil auf positiv angehoben und das Länder-rating BB+ bestätigt. Die Risikoaufschläge portugiesischer Staatsanleihen gegenüber Bundesanleihen gingen gestern um 7 Basispunkte zurück – bei den zehnjährigen Papieren. Durch den schwachen Euro schiebt die EZB die Exporte weiter an. Seit 2012 ist der Leistungsbilanzüberschuss der Eurozone kontinuierlich angestiegen – und befindet sich auch ohne den deutschen Anteil im Plus (Überschuss des Euro-raums im ersten Quartal 2017: 97,8 Mrd. davon Deutschland: 65,8 Mrd.). Gefordert wird, eine gemeinsame Fiskalpolitik. Für einen europäischen Finanzminister müsste die EU jedoch viel näher am Bürger sein. Die USA würde aber noch tief in der Krise stecken, hätte die Ausgaben- und Steuerpolitik nicht die Geldpolitik zusätzlich unterlegt. In den letzten Wochen hat der Euro zugelegt – wir haben nachgefragt: Viele Analysten sehen jetzt die Chance für eine bessere, gemeinsame Politik für den Euroraum.

Aktien


FedEx, Ergebnis Q4
Vonovia, Capital Markets Day

Die absolute Mehrheit für die Partei des neuen französischen Präsidenten bei der zweiten Runde der Parlamentswahlen sowie der freundliche Wochenstart der asiatischen Börsen konnten auch die Stimmung an den europäischen Aktien-märkten wieder aufhellen. Im deutschen Leitindex Dax 30 legten vor allem die Aktien der Deutschen Bank und von ThyssenKrupp (jeweils +2,5%) zu. Im MDax standen die Titel der Airbus Group (+2,5%) mit an der Spitze der Kursliste. Beim größten europäischen Flugzeugproduzenten waren auf der wichtigsten Luftfahrtmesse in Le Bourget erste Bestellun-gen eingegangen. Im EUROSTOXX 50 legten bis auf die zuletzt so starken Branchen Medien (-0,1%) und Versorger (+0,1%) alle Sektoren meist deutlicher zu. Besonders stark präsentierten sich dabei das Grundstoffsegment (+2,3%) und Gesundheit (+1,8%). Unter den Einzeltiteln stachen die Aktien von Philips (+6,5%) hervor. Hier beflügelte ein Medienbericht, demzufolge ein Großinvestor Anteile des Konzerns aufbaut. An der Wall Street sorgten optimistische Aussagen des Fed-Mitglieds Dudley zu Wirtschaft und Inflation für weiteren Auf-trieb. Insbesondere die Technologiewerte (1,7%) konnten ihren Erholungstrend weiter fortsetzen. Dagegen musste die Energiebranche (-0,7%) weiterhin den schwachen Ölpreisen Tribut zollen. Bis auf die beiden defensiven Branchen Versor-ger (-0,4%) und Telekommunikation (-0,2%) tendierten alle anderen Sektoren fester. Weiterhin im Fokus des Marktes stand die Übernahme des Biosupermarkts Whole Foods durch den Online-Händler Amazon (+0,8%), dessen Aktien zwischenzeitlich ein neues Rekordhoch erreichen konnten. Auch Boeing (+1,3%) profitierte von Aufträgen in Le Bourget. An den asiatischen Börsen zeigt sich heute Morgen vor allem der Nikkei weiter im Aufwind. Dagegen bleiben die Anleger in Festland-China und Hongkong zurückhaltend.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: Commerzbank
WKN: CBK100
ISIN: DE000CBK1001
Aktienindex: DAX
Homepage: http://www.commerzbank.de/
Branche: Finanzdienstleister - Großbank

Die Commerzbank gehört zu den größten Bankengruppen Deutschlands. Ein einschneidendes Ereignis in der Commerzbank-Historie ist die Übernahme der Dresdner Bank, die das Unternehmen von der Allianz gekauft hat. 2009 wurden die Gesellschaften verschmolzen. Der Zukauf hat die Commerzbank stark belastet und als eine Folge der US-Finanzmarktkrise musste die Gesellschaft mit milliardenschwerer Unterstützung des Bundes durch eine Teilverstaatlichung gerettet werden. Nach der Finanzmarktkrise hat die Commerzbank einen groß angelegten Konzernumbau eingeleitet, man will sich wieder vor allem auf die Geschäfte im Bereich der Privatkunden und Firmenkunden konzentrieren. Zum Commerzbank-Konzern gehört unter anderem auch die Comdirect Bank. An der SDAX-notierten Direktbank ist der Konzern mit mehr als 81 Prozent der Anteile beteiligt.

Die Commerzbank-Aktie gehört nach Marktkapitalisierung zu den wichtigsten Aktien am Frankfurter Aktienmarkt und ist unter anderem im DAX 30 notiert. Im DAX 30 ist sie neben der Aktie der Deutsche Bank der einzige Vertreter der Bankbranche.
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