Indien: BJP gewinnt Parlamentswahlen von Uttar Pradesh - Commerzbank-Kolumne

Nachricht vom 21.03.2017 21.03.2017 (www.4investors.de) - Die BJP-Partei von Premierminister Modi hat im März 2017 die Parlamentswahlen in Uttar Pradesh klar gewonnen. Sie erzielte 312 von 403 Sitzen. Der Ausgang der Regionalwahl galt vielen Investoren als Stimmungstest für die BJP und für Modi. Die meisten Anleger zeigten sich erfreut über den Ausgang der Wahl. Sie erhoffen sich weitere Reformen von Modi, sobald er im Oberhaus die notwendigen Mehrheiten dafür haben wird. Zuletzt war der Reformprozess ins Stocken geraten. Die überraschende Bargeldreform hat Modi offenbar nicht geschadet. Modis Chancen für eine zweite Amtszeit ab 2019 haben sich verbessert. Seine reform- und marktfreundliche Agenda dürfte sich fortsetzen.

Nachdem der BSE-Index in Q4 2016 spürbar nachgab, konnte er in Q1 2017 die Kursverluste mehr als wettmachen. Seit Jahresbeginn legte der Leitindex um 11% zu und nimmt damit Kurs auf sein historisches Hoch bei knapp über 30.000 Indexpunkten. Verantwortlich hierfür zeichnet v.a. ein solides Wachstum (+7% in Q4 2016) sowie das gute Abschneiden von Modis Partei bei den jüngsten Wahlen. Nicht zuletzt führt auch das unverändert gute globale Kapitalmarktumfeld zu steigenden Kursen. Die expansive Geldpolitik in großen Teilen der Welt treibt zusammen mit sehr robusten Konjunkturdaten die Kurse, obwohl die Bewertungen vielerorts nicht mehr günstig sind. Für 2017 prognostiziert der Konsensus auf Jahresbasis einen Anstieg des Wachstums der Unternehmensgewinne in Höhe von rd. 22% (J/J). Das entsprechende KGV für 2017 liegt damit bei rd. 16. Der indische Aktienmarkt ist somit nicht günstig bewertet. Vieles von der politischen Wechseleuphorie und den damit verbundenen Erwartungen einer wirtschafts- und reformfreudigeren Politik dürfte mittlerweile in den Kursen eskomptiert sein. Wir bestätigen aufgrund der deutlich rückläufigen Inflation und des soliden BIP-Wachstums unser neutrales Votum für die indische Börse.

Zinsen und Anleihen


Großbritannien: Verbraucherpreise (Feb.), 10:30 Uhr

Gestern hielten sich die Bewegungen an den Rentenmärken – aus Mangel an Impulsen in Grenzen. Der EUR legte nach den Umfragen zur französischen TV-Debatte in der Nacht zu heute deutlich zu. Im Fokus steht weiterhin die EZB-Politik. Vergangene Woche betonte der österreichische Notenbankpräsident Nowotny in einem Interview, dass Zinserhöhungen auch vor dem Ende der Anleihekäufe der EZB möglich seien, da das Modell der Fed sich nicht gut auf Europa übertragen lasse. Nicht alle Zinsen müssten zur selben Zeit erhöht werden; man könnte den Einlagensatz (derzeit bei minus 0,40%) auch früher als den Reposatz erhöhen. EZB-Ratsmitglied Ignazio Visco sagte am Wochenende, dass die EZB ihre bisherige Selbstverpflichtung („forward guidance“) aufgeben könne, die Zinsen nach dem Ende der Anleihekäufe niedrig zu halten. Insgesamt machen die Aussagen den Eindruck, dass die EZB sehr wohl am Überlegen ist, wie sie den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik am besten gestaltet. Eine baldige Anhebung des Depositensatzes macht durchaus Sinn, da er für die Banken wie eine Strafsteuer wirkt. So sind die Banken gezwungen, ihre Überschussliquidität, die zwangsläufig aus den Wertpapierkäufen der EZB entsteht, bei der EZB zu einem negativen Zins von 0,40% anzulegen. Würde man den Depositensatz anheben, würde das die Ertragskraft der Banken steigern und stimulierend auf die Kreditvergabe wirken. Wie dem auch sei, die Diskussionen werden weiter ihren Lauf nehmen. Seit der EZB-Ratssitzung hat sich der EUR wieder deutlich ggü. dem USD stärken können, trotz der Zinsanhebung der Fed. Allerdings weiß man auch noch nicht, wie die Fed weiter agiert. Zunächst ist man erleichtert, dass sie das Tempo der Zinserhöhungen nicht erhöhen möchte, aber die künftige Fiskalpolitik von Donald Trump ist da nach wie vor nicht berücksichtigt.

Aktien


BMW, Bilanz-PK
Deutsche Börse, Jahresfinanzbericht
Deutsche Wohnen, Bilanz-PK
Nike, Ergebnis Q3
SGL Carbon, Bilanz-PK

Die europäischen Aktienmärkte tendierten zu Wochenbeginn überwiegend mit leichten Abschlägen. Die Leitindizes büßten um bis zu 0,5% (Italien) ein. Insgesamt zeigte sich der Handel nach dem Ende der US-Berichtssaison sowie nach der Leitzinsentscheidung der US-Notenbank jedoch relativ impulslos. Als kleiner Belastungsfaktor erwies sich der US-Dollar, der gegenüber dem Euro leicht nachgab. Einige Investoren befürchten, dass sich die zuletzt harte Haltung der USA in Bezug auf das Thema Freihandel und möglicher Strafzölle negativ auf das globale Wirtschaftswachstum auswirken könnte. In dieser Gemengelage verlor der Dax gestern 0,4% an Wert. Die mit Abstand stärksten Verluste verbuchte die Aktie der Deutschen Bank mit einem Minus in Höhe von 3,7%; hier belasteten vor allem Details zur anstehenden Kapitalerhöhung. Auch die Aktie von Volkswagen setzte ihren jüngsten Abwärtstrend vor dem Hintergrund jüngst bekannt gewordener neuer Details in Bezug auf den Abgasskandal fort; die Notierung gab um 1,2% nach. Auf europäischer Sektorenebene waren am gestrigen Handelstag insbesondere Werte aus dem Bereich Nahrungsmittel & Getränke (+0,3%) gefragt. Am Ende der Performanceskala rangierten Titel aus dem Sektor Öl & Gas mit durchschnittlichen Verlusten von rd. 1,1%. Die Börsen in den USA tendierten zu Wochenbeginn mit leichten Abschlägen. Der S&P 500-Index verlor 0,2%. Auf Sektorenebene waren insbesondere Rohstofftitel (+0,4%) gesucht, wohingegen Werte aus dem Finanzbereich (-0,9%) erneut zu den Verlierern zählten. Die Börsen in Asien tendierten uneinheitlich. Während der Nikkei 225-Index um 0,3% nachgab, legten H-Aktien in Hongkong erneut zu.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: Commerzbank
WKN: CBK100
ISIN: DE000CBK1001
Aktienindex: DAX
Homepage: http://www.commerzbank.de/
Branche: Finanzdienstleister - Großbank

Die Commerzbank gehört zu den größten Bankengruppen Deutschlands. Ein einschneidendes Ereignis in der Commerzbank-Historie ist die Übernahme der Dresdner Bank, die das Unternehmen von der Allianz gekauft hat. 2009 wurden die Gesellschaften verschmolzen. Der Zukauf hat die Commerzbank stark belastet und als eine Folge der US-Finanzmarktkrise musste die Gesellschaft mit milliardenschwerer Unterstützung des Bundes durch eine Teilverstaatlichung gerettet werden. Nach der Finanzmarktkrise hat die Commerzbank einen groß angelegten Konzernumbau eingeleitet, man will sich wieder vor allem auf die Geschäfte im Bereich der Privatkunden und Firmenkunden konzentrieren. Zum Commerzbank-Konzern gehört unter anderem auch die Comdirect Bank. An der SDAX-notierten Direktbank ist der Konzern mit mehr als 81 Prozent der Anteile beteiligt.

Die Commerzbank-Aktie gehört nach Marktkapitalisierung zu den wichtigsten Aktien am Frankfurter Aktienmarkt und ist unter anderem im DAX 30 notiert. Im DAX 30 ist sie neben der Aktie der Deutsche Bank der einzige Vertreter der Bankbranche.
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