Commerzbank: Immobilienaktien seit Oktober unter Druck, fundamental aber gut unterwegs

Ihr 4investors-Newsletter

Exklusive Interviews und Analysen kostenlos per Mail:


Bestätigungslink nicht per Mail bekommen? Bitte kontrollieren Sie Ihren Spamordner!
Wir geben ihre Mailadresse nicht weiter! Sie können den Newsletter jederzeit abbestellen.

Nachricht vom 01.12.2016 (www.4investors.de) - Die erhöhte Bedeutung und das gestärkte Marktgewicht von börsennotierten Immobilienwerten führte im September zu einer Ausgliederung aus dem Sektor Finanzwerte in einen eigenen Sektor „Real Estate“. Nach anhaltend überdurchschnittlicher Entwicklung in den Vorjahren, zeigten sich europäische Immobilientitel im Jahr 2016 deutlich volatiler. In der ersten Jahreshälfte belasteten die Brexit-Diskussion und am Ende dann auch das endgültige Wählervotum. Nachdem im Herbst Spekulationen über ein Tapering (Reduktion des durch die EZB aufgekauften Bondvolumens) aufkamen und in der Folge die Zinsen von niedrigem Niveau bereits leicht stiegen, kam es zu ersten deutlicheren Gewinnmitnahmen im Sektor. Mit der Wahl Donald Trumps zum nächsten US-Präsidenten und den Reaktionen am Kapitalmarkt (u.a. dynamische Fortsetzung der Zinsbewegung) manifestierte sich die schwächere Entwicklung. Eine Sektorrotation hatte eingesetzt, zyklischere Titel wie Banken wurden von Anlegern gesucht.

Auch die gelisteten deutschen Wohnimmobilienwerte haben gelitten. Dabei dürfte der unmittelbare Effekt durch höhere Zinsen für diese Immobilientitel begrenzt sein. Die Erwartungen zu Mieteinnahmen und operativer Ergebnisentwicklung sind meist weiterhin günstig, Bestandsaufwertungen sollten besonders in attraktiven Lagen zunächst anhalten. Bei deutlich steigenden Zinsen allerdings würde mittelbar die Bewertung leiden (Cash-flow-Modell) und Wertanpassungsrisiken im Portfolio zunehmen. Allerdings ist dies nicht unsere Zinserwartung für das kommende Jahr in Europa. Ein größeres Risiko sehen wir daher in geringerem Mietwachstum durch eine verschärfte Regulierung und politischen Vorgaben (Stichwort: Mietpreisbremse). Der langsam anlaufende Wahlkampf zum Bundestag könnte hier für das ein oder andere Störfeuer sorgen.

Zinsen und Anleihen


Euroraum: Einkaufsmanagerindizes (Nov.), 10:00 Uhr
USA: ISM-Index (Nov.), 16:00 Uhr

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) hat gestern beschlossen, künftig die tägliche Produktionsmenge um 1,2 Millionen Barrel auf 32,5 Millionen Barrel zu reduzieren. Der Ölpreis legte nach dieser Meldung kräftig zu. Offen ist aber, ob die Produktionskürzung auch umgesetzt wird. Schließlich hat der niedrige Ölpreis viele Ölstaaten finanziell in Bedrängnis gebracht. Nur zu gerne würden diese Länder mehr statt weniger Öl produzieren. Die Renditen am Anleihenmarkt standen gestern – im Einklang zu den positiven Arbeitsmarktdaten, die aus den USA und aus Deutschland gemeldet wurden – unter Aufwärtsdruck. In Deutschland ging im November die Zahl der Arbeitslosen um 5.000 zurück. Der Rückgang ist zwar geringer als im Vormonat – erfreulich ist aber, dass weiterhin zusätzliche Stellen geschaffen werden und die Unterbeschäftigung sinkt. In den USA wurde vorab zum amtlichen Bericht am Freitag der sogenannte ADP-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht. Nach Schätzung des Berichts sind in den USA im November 216.000 Stellen zusätzlich entstanden. Die von Bloomberg befragten Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Zuwachs von nur 170.000 Stellen gerechnet. Etwas schwächer als erwartet waren zwar die persönlichen Ausgaben der US-Haushalte, die im Oktober preisbereinigt nur um 0,1% zum Vormonat zulegten – also deutlich weniger als im September (+0,5%). Doch die Nachfrage litt unter ungewöhnlich warmen Wetter (u.a. im Nordwesten): Es wurde insgesamt 10% weniger Heizenergie als üblich verbraucht, daher ist eine Erholung des Verbrauchs in den kommenden Monaten wahrscheinlich – obgleich der November ebenfalls ungewöhnlich warm war. Aus China wurde heute Nacht ein kräftiger Anstieg des Einkaufsmanagerindex gemeldet. Die konjunkturelle Erholung scheint sich dort zu beschleunigen.

Aktien


Glencore, Investor Update

Die europäischen Aktienmärkte tendierten gestern freundlich. Im Fokus standen dabei der Beschluss der OPEC, tatsächlich eine Förderkürzung umzusetzen und die politische Situation in Italien. Der steigende Ölpreis sorgte dafür, dass Energiewerte die Gewinnerlisten anführten. Der Sektor konnte um 3,4% zulegen, wobei einzelne Werte wie z.B. Tullow Oil (+13,3%) oder Saipem (+9,6%) heraus stachen. Vertreter von alternativen Energien wie z.B. Vestas (-1,5%) oder Gamesa (+0,2%) waren in diesem Umfeld weniger gefragt. Die Sorgen über die zukünftige politische Lage in Italien legten sich gestern ein wenig, da ein Regierungssprecher Berichte darüber dementierte, dass Regierungschef Renzi auch nach einem Erfolg des Referendums zurücktreten werde. Kursgewinne beim italienischen Bankensektor (+3,25%) waren die Folge und der MIB 30 (+2,2%) führte die innereuropäische Performancerangliste an. Der Dax (+0,2%) „litt“ gestern unter dem Fehlen von Ölwerten im Index und konnte zudem seine zwischenzeitlichen Kursgewinne nicht halten. Dass auch der britische FTSE100 trotz hoher Gewichtung von Öl&Gas-Werten nur unterdurchschnittlich zulegen konnte, lag an Kursverlusten bei Minenwerten infolge des rückläufigen Goldpreises. Auf Einzelwertebene fielen u.a. Linde (+4,7%) auf; hier gibt es neue Hoffnung auf eine Fusion mit dem Konkurrenten Praxair. Die US-Märkte schlossen mit der Ausnahme des Nasdaq (-1,1%, u.a. wegen deutlicher Kursverluste bei Biotech-Titeln) zwar fast unverändert, deutliche Bewegungen gab es allerdings unter der Indexoberfläche. So konnten Energiewerte (+5%) deutlich zulegen, während defensive bzw. zinssensitive Sektoren wie z.B. Versorger (-3%) oder Telekoms (-2,2%) deutlich verloren. In Asien setzte sich die Rally der Energiewerte fort. Der japanische Markt profitierte zusätzlich vom schwächeren Yen und in China halfen positive Konjunkturdaten.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

PfeilbuttonGK Software: „Wir könnten unser Umsatzziel für 2018 schon früher erreichen“ - Exklusiv-Interview!
PfeilbuttonGrammer vor der Hauptversammlung: Autobranche stellt sich gegen Hastor - Interview!
PfeilbuttonVita 34: „Made in Germany bietet uns einen deutlichen Wettbewerbsvorteil“ - Exklusiv-Interview




Aktie: Commerzbank
WKN: CBK100
ISIN: DE000CBK1001
Aktienindex: DAX
Homepage: http://www.commerzbank.de/
Branche: Finanzdienstleister - Großbank

Die Commerzbank gehört zu den größten Bankengruppen Deutschlands. Ein einschneidendes Ereignis in der Commerzbank-Historie ist die Übernahme der Dresdner Bank, die das Unternehmen von der Allianz gekauft hat. 2009 wurden die Gesellschaften verschmolzen. Der Zukauf hat die Commerzbank stark belastet und als eine Folge der US-Finanzmarktkrise musste die Gesellschaft mit milliardenschwerer Unterstützung des Bundes durch eine Teilverstaatlichung gerettet werden. Nach der Finanzmarktkrise hat die Commerzbank einen groß angelegten Konzernumbau eingeleitet, man will sich wieder vor allem auf die Geschäfte im Bereich der Privatkunden und Firmenkunden konzentrieren. Zum Commerzbank-Konzern gehört unter anderem auch die Comdirect Bank. An der SDAX-notierten Direktbank ist der Konzern mit mehr als 81 Prozent der Anteile beteiligt.

Die Commerzbank-Aktie gehört nach Marktkapitalisierung zu den wichtigsten Aktien am Frankfurter Aktienmarkt und ist unter anderem im DAX 30 notiert. Im DAX 30 ist sie neben der Aktie der Deutsche Bank der einzige Vertreter der Bankbranche.
comments powered by Disqus

+++ Exklusive Interviews und Analysen - gratis in Ihre Mailbox! +++

Tragen Sie sich jetzt für unseren kostenlosen 4investors Newsletter ein.


Bestätigungslink nicht per Mail bekommen? Bitte kontrollieren Sie Ihren Spamordner!

Der 4investors Newsletter erscheint unregelmäßig, i.d.R. 2 bis 6 Mal pro Monat. Wir geben ihre Mailadresse an keinen Dritten weiter! Sie können den kostenlosen 4investors Newsletter jederzeit problemlos wieder abbestellen.




Weitere Nachrichten aus der 4investors-Redaktion

22.05.2017 - Kion holt sich frisches Geld
22.05.2017 - Navigator Equity Solutions macht mehr Gewinn
22.05.2017 - Daimler treibt Ausbau der Aktivitäten in der Elektromobilität voran
22.05.2017 - Wacker Neuson: Neuer Korea-Partner
22.05.2017 - Noratis: Möglicher IPO-Kandidat
22.05.2017 - Behrens bestätigt nach Quartalszahlen die Prognose
22.05.2017 - Freenet Aktie: Auf den Aktienkurs warten die richtig hohen Hürden!
22.05.2017 - Dialog Semiconductor Aktie: Keine guten Nachrichten
22.05.2017 - asknet AG will Kapital herabsetzen
22.05.2017 - PSI meldet neuen PSIpenta-Auftrag


Chartanalysen

22.05.2017 - Freenet Aktie: Auf den Aktienkurs warten die richtig hohen Hürden!
22.05.2017 - Dialog Semiconductor Aktie: Keine guten Nachrichten
22.05.2017 - LPKF Laser Aktie: Der nächste Anlauf auf die hohen Hürden
22.05.2017 - E.On Aktie: Macht der Aktienkurs es der RWE Aktie nach?
22.05.2017 - RWE Aktie: Das sind ganz wichtige Entwicklungen!
22.05.2017 - Mologen Aktie: Es bleibt spannend!
22.05.2017 - Deutsche Bank Aktie: Gute News voraus?
22.05.2017 - QSC Aktie: Jetzt wird es schwierig!
22.05.2017 - K+S Aktie im Fokus von Spekulationen: Gelingt der große Wurf?
19.05.2017 - ProSiebenSat.1 Aktie: Trendwende nach oben vollzogen?


Analystenschätzungen

22.05.2017 - ArcelorMittal: Keine Panik beim neuen Kursziel!
22.05.2017 - zooplus: Phantasie als Kurstreiber
22.05.2017 - Volkswagen: Aktie weiter mit Kaufvotum
22.05.2017 - Deutsche Beteiligungs AG: Kurs steigt weiter an
22.05.2017 - Drillisch: United Internet beeinflusst das Kursziel
22.05.2017 - Lufthansa: Ein eher unattraktiver Wert
22.05.2017 - BASF: Deutliches Abwärtspotenzial
22.05.2017 - Siemens: Keine neuen Impulse
22.05.2017 - Volkswagen: Erfolg in China
22.05.2017 - Südzucker: Schwacher Auftakt


Kolumnen

22.05.2017 - Wie sieht es mit Tech-IPOs in 2017 aus?
22.05.2017 - SAP Aktie: Abwärtstrendbruch möglich - UBS Kolumne
22.05.2017 - DAX: Konsolidierung auf hohem Niveau - UBS Kolumne
19.05.2017 - Europäische Aktien präferiert - Weberbank-Kolumne
19.05.2017 - WannaCry als Weckruf für Unternehmen - Commerzbank-Kolumne
19.05.2017 - Griechisches Parlament billigte weitere Sparmaßnahmen - National-Bank Kolumne
19.05.2017 - Lufthansa Aktie: Der mittelfristige Aufwärtstrend ist in Gefahr - UBS Kolumne
19.05.2017 - DAX: Unterstützung wieder erfolgreich verteidigt - UBS Kolumne
18.05.2017 - Robo-Advisor: In den USA schon etabliert, in Deutschland noch Trend
18.05.2017 - DAX: Politische Turbulenzen in Washington sorgen für Druck auf die Kurse - Nord LB Kolumne

Werbung

All Right Reserved by minimalthemes - ©2014 Stoffels & Barck GbR