Commerzbank: Laufende Berichtssaison mit wenigen positiven Höhepunkten

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Nachricht vom 03.03.2016 (www.4investors.de) - Während die Berichtssaison zum vierten Quartal 2015 in den USA bereits seit längerem ihren Zenit überschritten hat und sich dem Ende zuneigt, zieht sich die Präsentation der Jahreszahlen der Dax-Konzerne weiter in die Länge. Erst am 17. März wird mit der Deutschen Lufthansa der Vorletzte der Dax30-Konzerne seine Jahresergebnisse vorlegen. Volkswagen hat seinen Jahresabschluss wegen der noch offenen Fragestellungen, die wegen des Abgasskandals und den daraus resultierenden Bewertungsproblemen bestehen, verschoben und noch nicht neu terminiert. In den USA kann die bisherige Berichtssaison (aktuell liegen die Quartalsergebnisse von knapp 94% der S&P500-Konzerne vor) nur bedingt überzeugen. Zwar übersteigen die summierten Gewinne die immer wieder reduzierten Konsensusprognosen um 4,7%, allerdings ist dies in Bezug auf die Erwartungswerte meistens der Fall und somit nur von beschränkter Aussagekraft. Mehr Relevanz besitzt der Vorjahresvergleich und hier liegen die Ergebnisse um 3,3% unter den Vergleichswerten, denn immer stärker beeinträchtigen die schwachen Ölpreise und der starke Dollar. Lässt man die Gewinnentwicklung der schwer belasteten Ölkonzerne unberücksichtigt, liegen die Ergebnisse zwar 2% über dem Vorjahreswert, allerdings stellt auch dies den niedrigsten Anstieg seit 2009 dar. Zumindest blieben mit der Ausnahme der Vorlage von Amazon die großen negativen Überraschungen aus. Den besten Eindruck hinterließen die Gesundheitsbranche und das Softwaresegment, während neben dem Energiebereich vor allem Grundstoffe und Versorger eher schwächere Zahlen präsentierten. In Deutschland begann die reguläre Berichtssaison durch den Rekordverlust der Deutschen Bank mit einem Paukenschlag und auch der verschobene Termin von VW lässt zum Ende wenig Gutes erahnen. Die dazwischen präsentierten Jahresergebnisse können bisher als äußerst solide bezeichnet werden.

Zinsen und Anleihen


Großbritannien: PMI-Dienstleistungen (Feb), 10:30 Uhr
USA: Erstanträge Arbeitslosengeld, 14:30 Uhr
USA: ISM-Index Dienstleistungen (Feb), 16:00 Uhr

Gute Arbeitsmarktdaten aus den USA sorgten für Konjunkturoptimismus und dafür, dass die Renditen von US-Treasuries weiter anstiegen. Im Vergleich zum Dienstag hielten sich die Kursverluste aber in engen Grenzen. Die Kurse von Bundesanleihen standen dagegen stärker unter Druck. Laut dem ADP-Arbeitsmarktbericht wurden im Februar in den USA 214.000 Stellen zusätzlich geschaffen. Vor allem im Dienstleistungsbereich aber auch im Bausektor ging es weiter aufwärts. Offensichtlich belastet die globale Abschwächung und der festere US-Dollar den US-Arbeitsmarkt weniger als bislang befürchtet wurde. Die inländische Nachfrage stützt die Konjunktur weiter: Steigende Beschäftigung, steigende Einkommen, steigende Nachfrage – die Auftriebskräfte nähren sich weiterhin gegenseitig. Aber auch die Anzeichen für einen beschleunigten Preisauftrieb nehmen zu. Die niedrigen Zinserwartungen spiegeln nach unserer Ansicht die Inflationsrisiken nur unzureichend wider. Im US-Wahlkampf zeichnet sich ein Duell zwischen Hillary Clinton und Donald Trump ab. Trump ist selbst für viele eingefleischte Republikaner nicht wählbar. Seine Chancen sind daher gering. Er könnte aber aus seiner Rolle als Außenseiter Kapital schlagen. Sollten seine Zustimmungsraten weiter steigen, könnte dies letztendlich auch die Finanzmärkte beunruhigen, für die ein unberechenbarer Präsident eine schwere Hypothek wäre. Das Beige-Book, in dem die US-Notenbank anekdotische Berichte aus dem Unternehmensbereich zusammen trägt, bestätigt unser Konjunkturbild: Die Exportfirmen und Ölproduzenten klagen zwar über ein schwierigeres Umfeld. Doch insgesamt fällt das Stimmungsbild dank der robusten Inlandsnachfrage positiv aus.

Aktien


adidas, Jahreszahlen
Ahold, Jahreszahlen
Axel Springer, Jahreszahlen
Continental, Jahreszahlen
Hewlett Packard Enterprise, Ergebnis Q4
Vonovia, Jahreszahlen

Nach den starken Kursgewinnen von Vortag haben die europäischen Aktienmärkte auch am Mittwoch mit gebremstem Schaum weiter zulegen können. Unterstützend wirkten die sich am späten Nachmittag erholenden Ölpreise und ein leicht abbröckelnder Euro. Tagesgewinner im deutschen Leitindex Dax 30 waren die Banken (Deutsche Bank +5,1%%, Commerzbank +4,3%). Doch auch die Automobilwerte konnten nach starken deutschen Zulassungszahlen im Februar deutlicher zulegen (VW Vz. +2,8%, BMW + 2,7%, Daimler +2,6%). Am Ende der Kursliste standen vor der heutigen Veröffentlichung der endgültigen Jahreszahlen dagegen die Aktien von adidas. Der EUROSTOXX 50 konnte bereits am 5. Tag in Folge zulegen. Auch hier stand besonders der Bankensektor im Fokus (+4,2%) und stellte auch die besten Einzelwerte (Banco Santander +5,6%, Unicredit +5,2%). Automobile folgten mit deutlichem Abstand (+1,9%). Schwächer tendierten vor allem die Sektoren Medien und Nahrungsmittel (jeweils -1%). Die Wall Street gönnte sich hingegen nach dem starken Vortag eine leichte Verschnaufpause. Während die ADP-Arbeitsmarktdaten und das Beige Book nur wenig Einfluss auf die Kursentwicklung hatten, sorgten die gegen Handelsende anziehenden Ölpreise für Auftrieb. Stärkster Sektor war in diesem Umfeld Energie (+2,5%) vor Telekommunikation (+1,1%) und Finanzen (+0,9%), alle an-deren Segmente zeigten sich nur wenig verändert. Schwächster Einzelwert im S&P100 war Monsanto (-7,7%) nach einer erneut gesenkten Jahresprognose. Die asiatischen Märkte tendieren heute Morgen zumeist freundlicher.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: Commerzbank
WKN: CBK100
ISIN: DE000CBK1001
Aktienindex: DAX
Homepage: http://www.commerzbank.de/
Branche: Finanzdienstleister - Großbank

Die Commerzbank gehört zu den größten Bankengruppen Deutschlands. Ein einschneidendes Ereignis in der Commerzbank-Historie ist die Übernahme der Dresdner Bank, die das Unternehmen von der Allianz gekauft hat. 2009 wurden die Gesellschaften verschmolzen. Der Zukauf hat die Commerzbank stark belastet und als eine Folge der US-Finanzmarktkrise musste die Gesellschaft mit milliardenschwerer Unterstützung des Bundes durch eine Teilverstaatlichung gerettet werden. Nach der Finanzmarktkrise hat die Commerzbank einen groß angelegten Konzernumbau eingeleitet, man will sich wieder vor allem auf die Geschäfte im Bereich der Privatkunden und Firmenkunden konzentrieren. Zum Commerzbank-Konzern gehört unter anderem auch die Comdirect Bank. An der SDAX-notierten Direktbank ist der Konzern mit mehr als 81 Prozent der Anteile beteiligt.

Die Commerzbank-Aktie gehört nach Marktkapitalisierung zu den wichtigsten Aktien am Frankfurter Aktienmarkt und ist unter anderem im DAX 30 notiert. Im DAX 30 ist sie neben der Aktie der Deutsche Bank der einzige Vertreter der Bankbranche.
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