National-Bank: Erneut schwache Einkaufsmanagerindizes aus China

Nachricht vom 01.03.2016 (www.4investors.de) - Die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten fielen überwiegend enttäuschend aus. Die auf Jahresbasis rückläufigen Konsumentenpreise im Euroraum schürten die Erwartung von zusätzlichen Maßnahmen durch die EZB. Eine Reduzierung des Zinssatzes auf die Einlagen bei der EZB wird wohl nicht ausreichen. Dementsprechend steht die Ausweitung des QE-Programms am 10. März wohl ganz oben auf der Agenda, denn die EZB wird aufgrund der Aussagen verschiedener Notenbanker nicht umhin kommen, eine Reaktion zu zeigen. Es wird zwar weiterhin einige Stimmen innerhalb der EZB geben, die sich gegen noch mehr billiges Geld zur Wehr setzen, weil sich die Wirksamkeit nicht zwingend erkennen lässt. Doch letztlich dürfte sich die für mehr billiges Geld Fraktion durchsetzen, zumal die wirtschaftlichen Projektionen das dann hergeben dürften.

Aus den USA kamen am Montag auch eher schlechte Nachrichten. Der Chicagoer PMI brach wieder unter die Marke von 50 Punkten ein. Das verarbeitende Gewerbe bleibt die Achillesverse des US-Aufschwungs. Ähnliche Hinweise sind heute vom ISM für das verarbeitende Gewerbe zu erwarten. Der Indikator dürfte erneut unter der Marke von 50 Punkten liegen. Die Aufwertung des US-Dollars mit den Nachteilen für die Wettbewerbsfähigkeit der US-Industrie dürfte dem verarbeitenden Gewerbe weiterhin zu schaffen machen. Und heute Morgen gab es nach der Absenkung der Mindestreserveanforderungen durch die chinesische Notenbank gleich noch negative Nachrichten aus dem Land. Die Einkaufsmanagerindizes konnten die sowieso schon geringen Erwartungen nicht erfüllen. Damit dürften trotz der Stabilisierung der Ölpreise die Sorgen um den Zustand der Weltwirtschaft wieder zurück sein. Der Chef der New Yorker Fed sieht denn auch zunehmende Abwärtsrisiken für die US-Wirtschaft. Genau das macht aber einmal mehr deutlich, dass die US-Notenbanker die Leitzinswende viel zu spät eingeleitet haben. Sie müssen nämlich nun möglicherweise in eine sich abschwächende konjunkturelle Dynamik die Leitzinsen weiter erhöhen, um sich wieder geldpolitischen Spielraum zu verschaffen. Nach den zahlreichen Aussagen aus US-Notenbankkreisen bleibt der weitere Zinszyklus offen. Vielleicht bringt der Arbeitsmarktbericht am Freitag etwas mehr Klarheit, denn „eigentlich“ ist das duale Mandat der Fed nahezu erfüllt, schaut man auf den Arbeitsmarkt mit Vollbeschäftigung und PCE-Deflator (Kernrate) mit 1,7% im Jahresvergleich.

Neben dem ISM Indikator sind heute die endgültigen Markit Einkaufsmanagerindizes von Bedeutung. Sie werden zwar darauf hinweisen, dass das Wachstum im Euroraum anhält, jedoch wahrscheinlich mit weniger Dynamik. Ansonsten könnten heute am „Super Tuesday“ Vorentscheidungen getroffen werden, wer um das Weiße Haus am 8.11. kämpfen werden.

Der Bund Future dürfte gut behauptet in den Tag starten und sich zwischen 165,80 und 167,40 bewegen. Die Rendite 10jähriger US-Treasuries sollte zwischen 1,65 und 1,83% schwanken.


Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der National-Bank AG. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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