Commerzbank: Die Auftragseingänge langlebiger Güter in den USA steigen überraschend deutlich

Nachricht vom 26.02.2016 (www.4investors.de) - Die Auftragseingänge langlebiger Güter in den USA sind im Januar kräftiger als erwartet gestiegen. Im Januar wuchsen die Aufträge um 4,9% gegenüber Dezember – erwartet hatten Volkswirte einen Anstieg um 2,9%. Seit März 2015 hatte es nicht mehr einen so großen Anstieg gegeben. Der schwache Vormonatswert mit einem Rückgang um 5% wurde leicht auf -4,6% revidiert. Rechnet man die stark schwankenden Aufträge für Transportgüter heraus, nahmen die Aufträge um 1,8% zu. Als langlebige Güter werden diejenigen Produkte bezeichnet, die eine Lebensdauer von mindestens drei Jahren besitzen. Die positiven Januardaten lassen auf eine Stabilisierung des produzierenden Gewerbes in den USA hoffen.

Zinsen und Anleihen


Euroraum: EU-Vertrauensindikatoren (Feb.), 11:00 Uhr
Deutschland: Verbraucherpreise (Feb.), 14:00 Uhr
􀁺USA: Ausgaben der priv. Haushalte (Jan.), 14:30 Uhr

Die Bundesanleihen und US-Treasuries konnten gestern ihre hohen Kursniveaus halten. Auch am Devisenmarkt gab es keine größeren Kursausschläge. Am Nachmittag wurde aus den USA ein kräftiger Anstieg der Bestellungen für langlebige Güter gemeldet. Insbesondere die Aufträge für Flugzeuge erholten sich deutlich. Die Ausrüstungsinvestitionen befinden sich jedoch weiter im Rückwärtsgang, was an den schwachen Auslieferungen von zivilen Kapitalgütern ablesbar ist. Insgesamt wurden die Daten aber positiv aufgenommen (vgl. „Im Blickpunkt“). Der Europäischen Zentralbank wird immer häufiger vorgehalten, sie würde mit ihrer Geldpolitik wenig bewirken. John Maynard Keynes bezeichnete dies als „pushing on a string“ – die Notenbanken würden „einen Faden schieben“. Tatsächlich fielen gestern die Daten zur Geldmenge und Kreditvergabe erneut ernüchternd aus. Während die Geldmenge (M3) jährlich um etwa 5% steigt, kommt die Kreditvergabe nicht in Schwung. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr zog nur leicht von 0,4% auf 0,6% an. Die Zuwächse bei den Konsumentenkrediten sind dabei stärker als bei den Unternehmenskrediten. Dies könnte auf eine langsame Erholung im Hypothekenbereich hindeuten. Kritiker der Geldpolitik müssen sich zwar zunächst fragen, wie die konjunkturelle Lage ohne die Stützung durch die historisch niedrigen Zinsen aussähe. Richtig ist jedoch, dass die Wirkung der Geldpolitik eingeschränkt ist. So wird die Kreditnachfrage durch Sorgen über die Exporte belastet und das Kreditangebot dadurch, dass die Eigenkapitalauflagen – die das Finanzsystem stabilisieren sollen – dazu führen, dass die Banken ihre Bilanzen schrumpfen lassen und kaum Risiken eingehen. Zwischen Sicherheit und Wachstum besteht hier ein Zielkonflikt.

Aktien


BASF, Jahresergebnis
Eni, Ergebnis Q4
Gerry Weber, Jahresergebnis und Bilanz-PK
Rhön-Klinikum, Jahresergebnis
Salzgitter, Jahresergebnis
Telefónica, Jahresergebnis

Nach den starken Kursverlusten vom Mittwoch erholten sich die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag wieder etwas. Die Leitindizes verbuchten Gewinne von bis zu 2,5% (Spanien). Die starken Kursverluste in China schüttelte der Markt ab. Verantwortlich für den Rückenwind an den Börsen zeichneten eine Stabilisierung des Ölpreises sowie eine Fülle von Geschäftszahlen, die teilweise mit kräftigen Aufschlägen honoriert wurden. Tagesgewinner im Dax waren die Aktien von Fresenius Medical Care (+4,7%), Merck (+4,4%) sowie der Deutschen Post (+4,3%). Letztere profitierte u.a. von einer Kaufempfehlung. Die Notierung der Deutschen Telekom stieg nach robusten Quartalszahlen um 2,1%. Dividendenerhöhungen bei der Aareal Bank (+11%) sowie bei Hochtief (+11,7%) bescherten den Aktionären satte Gewinne. Die Aktie von Dürr fiel dagegen nach Bekanntgabe schwacher Geschäftszahlen trotz einer Erhöhung der Dividende um 9,5%. Auf europäischer Sektorebene waren am gestrigen Handelstag insbesondere Bankaktien gefragt, die im Schnitt um 3,5% zulegten. Der schwächste Sektor (Rohstoffe) verbuchte leichte Verluste in Höhe von 0,1%. Die Börsen in den USA tendierten in einem anfänglich richtungslosen Handel zum Schluss fester. Der Dow Jones-Index gewann 1,3%. Auf Sektorebene verbuchten wie in Europa Finanztitel mit durchschnittlichen Gewinnen von 1,4% die größten Gewinne. Am Ende der Performanceskala notierten Energiewerte (+0,2%). Die Börsen in Asien tendierten freundlicher. Die Börsen in China und Hongkong legten nach den gestrigen starken Kursverlusten um bis zu 2% zu.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: Commerzbank | WKN: CBK100 | ISIN: DE000CBK1001 | Aktienindex: DAX | Homepage: http://www.commerzbank.de/ | Branche: Finanzdienstleister - Großbank

Die Commerzbank gehört zu den größten Bankengruppen Deutschlands. Ein einschneidendes Ereignis in der Commerzbank-Historie ist die Übernahme der Dresdner Bank, die das Unternehmen von der Allianz gekauft hat. 2009 wurden die Gesellschaften verschmolzen. Der Zukauf hat die Commerzbank stark belastet und als eine Folge der US-Finanzmarktkrise musste die Gesellschaft mit milliardenschwerer Unterstützung des Bundes durch eine Teilverstaatlichung gerettet werden. Nach der Finanzmarktkrise hat die Commerzbank einen groß angelegten Konzernumbau eingeleitet, man will sich wieder vor allem auf die Geschäfte im Bereich der Privatkunden und Firmenkunden konzentrieren. Zum Commerzbank-Konzern gehört unter anderem auch die Comdirect Bank. An der SDAX-notierten Direktbank ist der Konzern mit mehr als 81 Prozent der Anteile beteiligt.

Die Commerzbank-Aktie gehört nach Marktkapitalisierung zu den wichtigsten Aktien am Frankfurter Aktienmarkt und ist unter anderem im DAX 30 notiert. Im DAX 30 ist sie neben der Aktie der Deutsche Bank der einzige Vertreter der Bankbranche.




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