AXA IM: So können Anleger die Rückkehr der Inflation nutzen

Nachricht vom 05.02.2016 (www.4investors.de) - Seit der ersten Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve im Dezember suchen Investoren verstärkt nach Gelegenheiten, mögliche performanceschädliche Effekte höherer Zinsen zu überwinden. Jonathan Baltora, Fondsmanager des AXA WF Global Inflation Bonds, nennt fünf Wege für Anleger, die Rückkehr der Inflation im Jahr 2016 für sich zu nutzen. Denn nach seiner These bieten inflationsindexierte Anleihen Investoren derzeit gute Möglichkeiten, die Auswirkungen steigender Zinsen abzumildern. Und das sind die Gründe …
 
1. Die Inflation kann anziehen, ohne dass der Ölpreis steigt.
„Auch im vergangenen Jahr hat die Entwicklung der Inflation Investoren wieder überrascht – vor allem wegen des Rückgangs des Ölpreises. Auf dem gegenwärtigen Niveau kann die Inflation allerdings auch anziehen, ohne dass der Ölpreis wieder steigt. Stabile Ölpreise, selbst auf einem niedrigen Niveau, wären ausreichend, damit die Inflationsrate sich in den USA wieder in Richtung 2 Prozent bewegt. In der Eurozone wären 1,2 Prozent möglich und in Großbritannien 1,5 Prozent. Unser Basisszenario sieht vor, dass sich Öl nicht verteuert und die Preisbewegungen volatil bleiben. Dies legt nahe, dass die Inflation insgesamt ansteigt und sich auch in diesem Jahr wieder alles um Öl dreht.“
 
2. Ohne einen Anstieg der Inflation ist das Risiko höherer Zinsen gering.
„Die Zentralbanken sind zwar gewillt, die Geldpolitik zu normalisieren. Allerdings achten sie weiterhin genau auf die Inflationserwartungen. Sie werden nicht in der Lage sein, die Zinsen aggressiv zu erhöhen, solange die Inflation nicht ansteigt. Die Entwicklung Japans in den vergangenen Jahrzehnten ist eine Warnung für alle Notenbanker. Niemand möchte niedrigere Inflationserwartungen sehen, schließlich hat es sich als schwierig erwiesen, höhere Erwartungen bei den Marktteilnehmern zu verankern. Die Geschichte zeigt, dass die Zinsen kaum steigen können, wenn nicht gleichzeitig die Inflation anzieht. Wir glauben, dass der Grund dafür in den Inflationszielen der Notenbanken liegt. Aus Investorensicht bevorzugen wir inflationsindexierte Anleihen mit kurzer Laufzeit, wenn die Inflation anzieht, und Anleihen mit längerer Laufzeit, wenn die Inflation enttäuschend ausfällt. Auf diese Weise können Anleger die Geldpolitik der Zentralbanken für sich nutzen.“ 
 
3. Das Aufwärtspotenzial der realen Renditen ist gering.
„Die Höhe der realen Renditen wird wesentlich durch Überraschungen in der wirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst. Wenn das Wachstum anzieht, sollten die Zinsen steigen. Um für Investoren wirklich attraktiv zu sein, sollten die realen Renditen sich im positiven Bereich bewegen. Wir sehen nur wenig Aufwärtspotenzial für die realen Renditen von US-Anleihen. In Großbritannien stellen steigende Renditen eine größere Gefahr dar – allerdings nur, wenn die Inflation anziehen sollte.“
 
4. Wechselkursschwankungen beeinflussen die Inflationsrate stark.
„Wir werden oft gefragt, ob Quantitative Easing (QE) funktioniert. Wir glauben: ja – aber nicht unbedingt so, wie man es erwarten würde. Quantitative Lockerungsprogramme sollen die Wirtschaft stimulieren und Arbeitsplätze schaffen. Tatsächlich helfen sie aber vor allem deshalb, weil sie zur Abwertung der jeweiligen Währung führen. Seit 2008 hat die Inflation überall dort positiv überrascht, wo es Quantitative Easing gab. Verantwortlich dafür waren die Effekte der durch das QE ausgelösten Währungsabwertung. Wir bevorzugen daher Regionen, deren Währungen abgewertet wurden.“
 
5. Kurzfristige Entwicklungen beeinflussen langfristige Erwartungen.
„Zuflüsse und Abflüsse von Kapital in Fonds und aus Fonds heraus können die Performance der Märkte stark beeinflussen. Wenn es um inflationsbezogene Produkte geht, steigt unserer Erfahrung nach die Nachfrage von Investoren, wenn die Inflationsrate ebenfalls steigt. Tendenziell führt das zu steigenden Erwartungen der Marktteilnehmer. Zwar gibt es keinen theoretischen Beleg dafür, aber wir denken, dass die tatsächliche Entwicklung der Inflation die langfristigen Inflationserwartungen beeinflusst. Wir glauben, dass der britische Markt für inflationsindexierte Anleihen im Vergleich zu den USA und der Eurozone am teuersten ist. Wir erwarten, dass die Breakeven-Inflation im Gleichklang mit der Inflation steigt – selbst wenn der Ölpreis auf dem gegenwärtigen, historisch niedrigen Niveau verharrt. Und wir bevorzugen Inflationsanleihen aus der Eurozone, denn diese dürften weiterhin von der aggressiven Politik der EZB profitieren.“


Disclaimer: Der nachfolgende Text ist eine Kolumne von AXA Investment Managers. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

(Ads)

PfeilbuttonXtrade: Der neue CFD Investment-Kanal
PfeilbuttonPyrolyx:Recycelte Reifen öffnen Milliardenmarkt - Exklusiv-Interview!
PfeilbuttonEterna: Für weitere Marktveränderungen gut gewappnet - Interview zur neuen Anleihe
PfeilbuttonMensch und Maschine: Exklusiv-Interview mit Adi Drotleff - Dividende wird steigen!


Aktie: Axa
WKN: 855705
ISIN: FR0000120628
Branche: International tätiger Versicherungskonzern

News und Informationen zur Axa Aktie

31.03.2016 - Axa: Zinsen drücken die Erwartungen
02.10.2013 - AXA: Analysten starten Beobachtung
comments powered by Disqus

+++ Exklusive Interviews und Analysen - gratis in Ihre Mailbox! +++

Tragen Sie sich jetzt für unseren kostenlosen 4investors Newsletter ein.


Bestätigungslink nicht per Mail bekommen? Bitte kontrollieren Sie Ihren Spamordner!

Der 4investors Newsletter erscheint unregelmäßig, i.d.R. 2 bis 6 Mal pro Monat. Wir geben ihre Mailadresse an keinen Dritten weiter! Sie können den kostenlosen 4investors Newsletter jederzeit problemlos wieder abbestellen.




Weitere Nachrichten aus der 4investors-Redaktion

27.02.2017 - wallstreet:online capital: Kaufofferte „unangemessen niedrig“
27.02.2017 - Evonik: Wechsel an der Konzernspitze zeichnet sich ab
27.02.2017 - artec technologies: Aktie wechselt in neues Handelssegment Scale
27.02.2017 - IVU verlängert mit Vorstandschef Müller-Elschner
27.02.2017 - Mologen News bringen Aktie ins Plus
27.02.2017 - Aumann: MBB-Tochter plant IPO - Börsengang in Frankfurt
27.02.2017 - Deutsche Börse: Platzt der Zusammenschluss mit der London Stock Exchange?
27.02.2017 - SMT Scharf verstärkt Südamerika-Vertrieb
27.02.2017 - SHW will ab 2018 Umsatz wieder steigern - Plus bei der Gewinnspanne
27.02.2017 - Pfeiffer Vacuum: Keine „marktübliche und angemessene Übernahmeprämie“


Chartanalysen

27.02.2017 - Deutsche Bank Aktie: Unsicherheit kommt auf
27.02.2017 - QSC Aktie: Der Rosenmontag könnte entscheidend werden
27.02.2017 - Süss Microtec Aktie nach dem Kurssturz: Ist die Kursparty vorüber?
24.02.2017 - Medigene Aktie: Kurseinbruch im Anmarsch?
24.02.2017 - QSC Aktie: Wo stoppt der Kurseinbruch?
24.02.2017 - WCM Aktie: Neue Kaufsignale?
24.02.2017 - K+S Aktie: Wichtige Signale voraus
24.02.2017 - Commerzbank Aktie: Halten die wichtigen Marken?
24.02.2017 - Dialog Semiconductor: Ganz wichtige News!
24.02.2017 - PNE Wind Aktie: Gewinnmitnahmen, oder kommt da noch mehr?


Analystenschätzungen

27.02.2017 - Nordex: Der nächste Schock – Ernsthafte Zweifel
27.02.2017 - Telefonica Deutschland: Kosteneinsparungen
27.02.2017 - Hypoport: Gutes Jahr steht an
27.02.2017 - Baywa: Steigende Erwartungen an 2018
27.02.2017 - Aareal Bank: Kurs übertrifft Kursziel deutlich
27.02.2017 - Deutsche Börse: London-Fusion vor dem Aus?
27.02.2017 - Adidas: Neues Kaufrating
27.02.2017 - BASF: Dreistelliges Kursziel
27.02.2017 - Deutsche Bank: Nicht der strahlende Sieger
27.02.2017 - Volkswagen: Unerwartete Entwicklung


Kolumnen

27.02.2017 - Commerzbank Aktie: Bruch der Unterstützung eröffnet weiteres Abwärtspotenzial - UBS Kolumne
27.02.2017 - DAX: Rückschlag sorgt für Unsicherheit - UBS Kolumne
24.02.2017 - Politischen Sorgen treiben Investoren in Bundesanleihen - National-Bank Kolumne
24.02.2017 - Ölmarkt dreht von Contango in Backwardation - Commerzbank-Kolumne
24.02.2017 - Deutsche Bank Aktie: Seitwärtsphase setzt sich fort - UBS Kolumne
24.02.2017 - DAX: Vorerst an 12.000-Punkte-Marke gescheitert - UBS Kolumne
23.02.2017 - Deutschland BIP: Bauinvestitionen legen ordentlich zu - VP Bank Kolumne
23.02.2017 - Politische Risiken im Euroraum beunruhigen die Investoren - National-Bank Kolumne
23.02.2017 - ifo-Index setzt Serie der konjunkturellen Positivüberraschungen fort - Commerzbank-Kolumne
23.02.2017 - ThyssenKrupp Aktie: Kurssprung eröffnet Aufwärtspotenzial - UBS Kolumne

Werbung

All Right Reserved by minimalthemes - ©2014 Stoffels & Barck GbR