LexisNexis Risk Solutions: Deutsche Banken lehnen 16 Prozent und mehr ihrer potenziellen Geschäftskunden mit kleinen Betrieben ab - mit negativen Konsequenzen für die finanzielle Inklusion und Transparenz

Nachricht vom 03.11.2016 (www.4investors.de) -





DGAP-Media / 03.11.2016 / 07:30

/
Deutsche Banken lehnen 16 Prozent und mehr ihrer potenziellen Geschäftskunden mit kleinen Betrieben ab - mit negativen Konsequenzen für die finanzielle Inklusion und Transparenz
- Laut einer Studie geben 58 Prozent der Befragten in deutschen Finanzinstituten an, 11-20 Prozent der potentiellen Kunden aufgrund der Prüfungen zu Know-Your-Customer oder zum Kreditrisiko abzulehnen
- 74 Prozent geben an, dass sie bereit sind, mit Fachkollegen zusammenzuarbeiten, um die erstmalige Kundenprüfung, Aktivitäten zu Know-Your-Customer und das Beobachten von Sanktionslisten zu bündeln
- 79 Prozent sind der Meinung, dass die Vorteile einer globalen Customer Due Diligence die potentiellen Hürden überwiegen
Atlanta und Frankfurt, 3. November 2016 - Deutsche Finanzinstitute fördern nicht nur die finanzielle Inklusion von Menschen, indem sie diese in das Finanzsystem einbinden, beispielsweise über ein Bankkonto. Sie erhöhen auf diese Weise auch die Transparenz, denn durch die Aufnahmen zusätzlicher Personen können neue Daten erfasst werden, die für das Risikomanagement der Finanzinstitute wichtig sind. LexisNexis(R) Risk Solutions hat in der internationalen Studie "Financial Inclusion & Transparency" erhoben, dass die Mehrheit der Banken diese Informationen gerne mit anderen Instituten teilen und hierfür mit ihnen zusammenarbeiten würde.
In der globalen Studie, für die 33 Experten des deutschen Finanzsektors mit Verantwortung im Bereich Anti-Geldwäsche befragt wurden, konnten Erkenntnisse zum Nutzen internationaler Kooperationen erhoben werden. Alle in Deutschland Befragten (100 Prozent) sind überzeugt, dass ein Customer-Due-Diligence-Prozess, der auf globaler Ebene durchgeführt werden würde, viele Vorteile hätte. Dieser könnte dazu beitragen, die Effizienz zu steigern sowie die Datenqualität zu verbessern und schließlich durch bessere Entscheidungen die Reputation des Unternehmens zu schützen.
Ein Großteil der in deutschen Finanzinstituten Befragten (74 Prozent) würde solche Kooperationen eingehen, um die erstmalige Kundenprüfung, die Know-Your-Customer-Aktivitäten und die Beobachtung von Sanktionslisten zu optimieren. Allerdings würden nur 68 Prozent der Befragten anderen Daten zur Verfügung stellen, um Verbesserungen in diesen Prozessen zu erzielen. Ein Großteil der Befragten (79 Prozent) ist jedoch überzeugt, dass Banken von gemeinsam genutzten Daten profitieren würden.
Die Befragten gaben unterschiedliche Vorteile an: So könnte durch finanzielle Inklusion beispielsweise die Menge der Daten vergrößert werden, auf die zur Kundenüberprüfung zurückgegriffen werden kann (34 Prozent). Daneben könnte der Service verbessert werden, weil den Kunden der Zugang zu zusätzlichen Dienstleistungen schneller ermöglicht werden könnte (60 Prozent).
45 Prozent der Befragten geben an, dass sie 16 bis 25 Prozent der potenziellen Kunden ablehnen. Bei weiteren 10 Prozent ist die Quote der abgelehnten Kundenanfragen sogar noch höher. Nur Brasilien weist noch höhere Ablehnungsquoten auf. Die Studie macht außerdem deutlich, dass deutsche Banken im Vergleich zu anderen Ländern, die in die Studie einbezogen wurden, deutlich länger brauchen, um neue Kunden zu überprüfen: 53 Prozent der Befragten brauchen hierfür zwischen zwei und fünf Tagen. Die Befragten in deutschen Banken geben an, dass vor allem die mangelhafte Qualität und die Überprüfung der Daten zeitaufwändig sind. Verursacht werden die Schwierigkeiten bei der Überprüfung vor allem durch schlechte Bonitäten und zu wenige Daten, um die Kreditwürdigkeit bewerten zu können.
"Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass Banken nicht nur durch die steigenden Kosten für Compliance gefordert sind, sondern auch Kunden und Geschäfte deshalb verlieren, weil die erstmalige Prüfung problematisch sein kann", so Seyfi Günay, Head of Sales für die Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika bei LexisNexis Risk Solutions. Im Vergleich hierzu lehnt weltweit die Hälfte der Banken 6-15 Prozent ihrer potenziellen Kunden ab. Obwohl es in Deutschland das Recht auf ein Bankkonto gibt, werden auch hier Kunden abgelehnt, beispielsweise, wenn es um zusätzliche Leistungen geht. Günay erklärt weiter: "Es muss berücksichtigt werden, dass allein der Zugang zu einem Basiskonto nicht ausreichend ist. Wirkliche finanzielle Inklusion fängt an, wenn Privatkunden und kleineren Unternehmen verschiedene Finanzdienstleistungen angeboten werden. Dazu gehören vor allem Kredite, denn viele Banken haben keinen ausreichenden Zugang zu den Daten der Basiskonten. Für ein zufriendenstellendes Maß an finanzieller Inklusion und den Aufbau von Kreditwürdigkeit ist es aber notwendig, Privatkunden Produkte wie Kreditkarten anzubieten und kleinen Betrieben Kreditlinien bereitzustellen, damit diese über ein ausreichendes Working Capital verfügen." Methodik der Studie "Financial Inclusion & Transparency" von LexisNexis(R) Risk Solutions
LexisNexis(R) Risk Solutions hat online 305 Experten mit Verantwortungsbereichen zu Anti-Geldwäsche in acht Ländern (USA, Großbritannien, Deutschland, Brasilien, Mexiko, China, Hong Kong und Singapur) befragt. Die Studie fragte nach dem Interesse an einem globalen System zu Customer-Due-Diligence-Prüfungen sowie nach erhöhter finanzieller Inklusion und Transparenz. LexisNexis Risk Solutions wurde nicht als Sponsor der Studie genannt. Die Daten wurden zwischen dem 17. und 25. August 2016 erhoben.

Über LexisNexis(R) Risk Solutions
LexisNexis(R) Risk Solutions ist ein führender Anbieter essentieller Informationen, die Kunden aus Industrie und Regierung dabei unterstützen, Risiken vorauszusagen, einzuschätzen und zu bewältigen. LexisNexis(R) Risk Solutions bietet mit der Kombination modernster Technologien, einzigartiger Daten und fortschrittlicher Analytik Produkte und Dienstleistungen an, die auf sich wandelnde Kundenbedürfnisse im Bereich Risikomanagement eingehen und gleichzeitig die höchsten Sicherheits- und Datenschutzanforderungen erfüllen. LexisNexis(R) Risk Solutions ist Teil der RELX Group plc, einem weltweit führenden Anbieter von Informationslösungen für Unternehmenskunden aus unterschiedlichsten Industriezweigen. http://www.lexisnexis.com/risk/intl/de/
Pressekontakt
cometis AG
Dr. Karen Bogdanski
Tel.: +49 611 - 20 585 5-64
Email: bogdanski@cometis.de
LexisNexis(R) Risk Solutions
Jean Creech Avent
Director, Business Services, Media and Analyst Relations
Tel.: +1 770-862-7978 oder +1 770-807-4816
Email: jean.creech@lexisnexis.com



Ende der Pressemitteilung
Emittent/Herausgeber: LexisNexis Risk Solutions
Schlagwort(e): Finanzen
03.11.2016 Veröffentlichung einer Pressemitteilung, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Medienarchiv unter http://www.dgap.de

516919  03.11.2016 




PfeilbuttonAURELIUS: „2017 wird das beste Jahr in unserer Unternehmensgeschichte” - Exklusiv-Interview
PfeilbuttonHanseYachts: „Unser Verkaufsapparat läuft inzwischen wie eine geölte Maschine“ - Exklusiv-Interview
PfeilbuttonNOXXON Pharma: DEWB-Beteiligung steht vor wichtigen Meilensteinen - Exklusiv-Interview


+++ Exklusive Interviews und Analysen - gratis in Ihre Mailbox! +++

Tragen Sie sich jetzt für unseren kostenlosen 4investors Newsletter ein.


Bestätigungslink nicht per Mail bekommen? Bitte kontrollieren Sie Ihren Spamordner!

Der 4investors Newsletter erscheint unregelmäßig, i.d.R. 2 bis 6 Mal pro Monat. Wir geben ihre Mailadresse an keinen Dritten weiter! Sie können den kostenlosen 4investors Newsletter jederzeit problemlos wieder abbestellen.
comments powered by Disqus


Aktuelle Nachrichten aus der 4investors-Redaktion

20.10.2017 - Hypoport Aktie stürzt ab - Zahlen enttäuschen
20.10.2017 - Evotec Aktie rauscht in die Tiefe - Shortseller schuld?
20.10.2017 - Syzygy legt Quartalszahlen vor
20.10.2017 - curasan: Planungen für 2017 werden gesenkt
20.10.2017 - Auden trennt sich von Teilen der OptioPay-Beteiligung
20.10.2017 - Aroundtown schließt Kapitalerhöhung ab
20.10.2017 - Metro sieht Impulse unter anderem im Onlinegeschäft
20.10.2017 - Uniper will Kraftwerk im Sommer stilllegen
20.10.2017 - Nordex Aktie: Jetzt wird es richtig kritisch!
20.10.2017 - CR Capital Real Estate: Kapitalherabsetzung wird umgesetzt


Chartanalysen

20.10.2017 - MBB Aktie: Boden nach dem „Aumann-Schock” in Sicht?
20.10.2017 - E.On Aktie: Was passiert hier gerade?
20.10.2017 - Morphosys Aktie: Die Lage spitzt sich zu!
20.10.2017 - BYD und Geely: Beide Aktie bleiben absturzgefährdet, aber...
19.10.2017 - Evotec Aktie: Das war es dann wohl, oder?
19.10.2017 - BYD und Geely: Aktien unter Druck - das wird jetzt ganz eng für die Bullen!
19.10.2017 - Medigene Aktie: Aus der Traum?
19.10.2017 - Commerzbank Aktie: Alles steht auf des Messers Schneide!
18.10.2017 - Evotec Aktie: Das kann noch gefährlich werden
18.10.2017 - BYD Aktie: Heißer Poker zwischen Bullen und Bären


Analystenschätzungen

20.10.2017 - Allianz Aktie: Aufwärtsbewegung vor dem Ende?
20.10.2017 - MBB Aktie: Neues Kursziel
20.10.2017 - Aumann Aktie bekommt Kaufempfehlung
20.10.2017 - Kion: Reihenweise senken sich die Daumen
20.10.2017 - Commerzbank Aktie: Kursziel deutlich erhöht, aber…
20.10.2017 - Daimler Aktie: So sehen die Experten die Quartalszahlen
19.10.2017 - Aixtron Aktie: Das Aus für die Bullen?
19.10.2017 - Commerzbank Aktie: Das dürfte den Bullen gar nicht in den Kram passen
19.10.2017 - Bayer Aktie bekommt Kaufempfehlung
19.10.2017 - Puma Aktie: Neue Expertenstimmen


Kolumnen

20.10.2017 - China stellt die Weichen - Weberbank-Kolumne
20.10.2017 - Xi Jinping stärkt seine Macht und die Macht der Kommunistischen Partei - Commerzbank Kolumne
20.10.2017 - Haushaltsentwurf passiert den US-Senat - National-Bank
20.10.2017 - Daimler Aktie: Neuer Aufwärtstrend hat sich etabliert - UBS Kolumne
20.10.2017 - DAX: Die Volatilität zieht deutlich an - UBS Kolumne
19.10.2017 - US-Wohnungsmarkt ohne Anzeichen einer Überhitzung - Commerzbank Kolumne
19.10.2017 - Erklärt Katalonien heute Morgen endgültig die Unabhängigkeit? - National-Bank
19.10.2017 - China: Wachstum glänzt auf den ersten Blick – im Hintergrund gärt es - VP Bank Kolumne
19.10.2017 - Vonovia Aktie: Neues Allzeithoch bestätigt Aufwärtstrend - UBS Kolumne
19.10.2017 - DAX: Der Widerstand ist gebrochen - UBS Kolumne

Werbung

All Right Reserved by minimalthemes - ©2014 Stoffels & Barck GbR