DGAP-News: AiCuris Anti-infective Cures GmbH: Zwei aktuelle Publikationen bestätigen die Wirksamkeit des neuartigen AiCuris Medikaments Pritelivir gegen das Herpes-simplex-Virus

Nachricht vom 23.06.2016 (www.4investors.de) -


DGAP-News: AiCuris Anti-infective Cures GmbH / Schlagwort(e): Wissenschaftl. Publikation

AiCuris Anti-infective Cures GmbH: Zwei aktuelle Publikationen bestätigen die Wirksamkeit des neuartigen AiCuris Medikaments Pritelivir gegen das Herpes-simplex-Virus
23.06.2016 / 09:00


Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
Zwei aktuelle Publikationen bestätigen die Wirksamkeit des neuartigen AiCuris Medikaments Pritelivir gegen das Herpes-simplex-Virus

Die in der Fachzeitschrift "The Journal of Infectious Diseases" veröffentlichten klinischen Daten zeigen, dass die aus Genitalabstrichen der Phase-II-Studie gewonnenen HSV-2-Sequenzen keinen Hinweis auf eine Resistenz geben
Klinische Phase-II-Daten mit Pritelivir bildeten die Grundlage für ein mathematisches Modell zur Optimierung der Dosisfindung für klinische Studien, welches in der renommierten Fachzeitschrift "Science Translational Medicine" veröffentlicht wurde
Wuppertal, 23. Juni, 2016 - Die AiCuris Anti-infective Cures GmbH, ein führendes Unternehmen in der Erforschung und Entwicklung von Medikamenten gegen Infektionskrankheiten, gab heute die Veröffentlichung der Ergebnisse ihrer Analyse molekularer Resistenz-Signale nach 28 Tagen Therapie, einem sekundären Endpunkt in einer kürzlich durchgeführten Phase-II-Dosisfindungsstudie mit Pritelivir bekannt. Der Artikel mit dem Titel "Keine Anzeichen einer Resistenz von HSV-2 gegenüber Pritelivir nach 4-wöchiger täglicher Therapie" (Originaltitel: "No evidence of resistance of HSV-2 to pritelivir following four weeks of daily therapy") entstand in Zusammenarbeit mit Dr. Paul Edlefsen und Kollegen vom Fred Hutchinson Cancer Research Center und der Universität Washington in Seattle, Washington, USA, und wird in der Juli-Ausgabe des "The Journal of Infectious Diseases" veröffentlicht.

Pritelivir gehört zu einer neuen Klasse antiviraler Wirkstoffe, den Helikase-Primase-Inhibitoren, die zur Behandlung von Infektionen mit Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV-1) und Typ 2 (HSV-2) entwickelt werden. Eine erfolgreich abgeschlossene klinische Phase-II-Studie mit oral verabreichtem Pritelivir an 156 Teilnehmern mit genitalen HSV-2-Infektionen zeigte eine verringerte Freisetzung von Viren sowie eine Abnahme genitaler Läsionen. Der oben genannte Artikel beschreibt die Ergebnisse eines sekundären Endpunkts dieser klinischen Studie. Er adressiert im Besonderen die Entstehung von Mutationen, die eine Resistenz gegen Helikase-Primase-Inhibitoren verursachen könnten, in Studienteilnehmern, die Pritelivir täglich zur Behandlung ihrer genitalen HSV-2 Infektionen erhielten, selbst in suboptimaler Dosis.

Besonders hervorzuheben ist, dass während der Behandlung weder Veränderungen in den HSV-2-Sequenzen der einzelnen Patienten auftraten noch das Auftreten von resistenzbildenden Mutationen beobachtet wurde. Insgesamt wurden nur wenige Mutationen im Vergleich zur Konsensus-Sequenz gefunden. Die beobachteten Variationen konnten auf die natürlich vorkommende HSV-2 Diversität unter den Studienteilnehmern zurückgeführt werden.

Link zum veröffentlichten Artikel: http://jid.oxfordjournals.org/content/early/2016/04/07/infdis.jiw129.abstract.

"Die weltweite Prävalenz von HSV-2 Infektionen in der Bevölkerung reicht von 10% - 60%. Eine HSV-2-Infektion kann zu Genitalherpes führen, der üblicherweise schmerzhafte Läsionen verursacht. Zudem kann die Infektion unerkannt bleiben. Dies hat zur Folge, dass infizierte Personen auch asymptomatisch Viruspartikel freisetzen und Sexualpartner infizieren können", sagte Dr. Holger Zimmermann, CEO von AiCuris. "Die Publikationen zeigen erneut, dass Pritelivir einen vielversprechenden Ansatz zur Behandlung von Herpes darstellt. Wir sind davon überzeugt, dass Pritelivir durch den neuartigen Wirkmechanismus und die offensichtlich hohe Resistenzschwelle eine wichtige Behandlungsoption für HSV-Infektionen werden könnte", fügte er hinzu.

Unter Verwendung von Daten aus derselben klinischen Phase-II-Dosisfindungsstudie veröffentlichte die renommierte Zeitschrift "Science Translational Medicine" im Februar 2016 einen Artikel mit dem Titel "Mathematisches Modellieren der Unterdrückung von Herpes-simplex-Virus-2 mit Pritelivir zur Vorhersage von klinischen Studienergebnissen" (Originaltitel: "Mathematical modeling of herpes simplex virus-2 suppression with pritelivir predicts trial outcomes"). In dem Artikel, der ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem Fred Hutchinson Cancer Research Center sowie mit ICPD (Institute for Clinical Pharmacodynamics, Latham, New York, USA) entstand, stellten die Autoren um Dr. Joshua Schiffer ein mathematisches Modell zur Optimierung der Dosiswahl für klinische Studien vor. Das Modell kombiniert zum ersten Mal Populations-Pharmakokinetik mit einem zuvor etablierten Modell der viralen Pathogenese bei genitalen HSV-Infektionen, um die Wirksamkeit einer Substanz zu simulieren.

Die mathematische Simulation konnte die Kinetik der Freisetzung des Virus in den fünf Behandlungsgruppen modellieren und somit die Ergebnisse der klinischen Studie vorhersagen. Darüber hinaus bestätigte das Modell, dass Pritelivir auf Basis seines innovativen Wirkmechanismus sowie seiner langen Halbwertszeit die Virusreplikation effektiv und dosis-abhängig verringern kann. Dies geschieht hauptsächlich über eine Reduktion der Frequenz und der Dauer der viralen Freisetzungsepisoden sowie der Menge an abgesonderten Viren. Darüber hinaus scheint Pritelivir dem Modell zufolge nicht nur die Replikation in den Epithelzellen zu unterbinden, sondern das Virus auch direkt im Neuron zu hemmen.

Link zum veröffentlichten Artikel:http://stm.sciencemag.org/content/8/324/324ra15.

Über Pritelivir

Pritelivir ist ein innovativer, hochwirksamer und spezifischer Hemmstoff des Herpes-simplex-Virus (HSV). Als Wirkstoff einer neuen chemischen Klasse (Thiazolylamide) ist Pritelivir aktiv gegen beide Typen von Herpes-simplex-Viren (HSV-1 und HSV-2), die Genital- oder Lippenherpes auslösen. Pritelivir ist auch wirksam gegen Viren, die gegen die handelsüblichen Medikamente resistent geworden sind. Pritelivir entfaltet seine Wirksamkeit über einen Mechanismus, der sich von anderen antiviralen Wirkstoffen, die zurzeit für die Behandlung von HSV-Infektionen angewendet werden (das Nukleosid-Analogon Aciclovir und dessen Prodrug Valaciclovir sowie Famciclovir, das Prodrug von Penciclovir), unterscheidet. Während Nukleosid-Analoga die fortlaufende Verlängerung des DNA-Strangs durch die Inaktivierung der viralen DNA-Polymerase stoppen, verhindert Pritelivir durch die Blockierung des Helikase-Primase-Komplexes die de-novo-Synthese viraler DNA. Darüber hinaus muss Pritelivir nicht erst in HSV-infizierten Zellen durch die virale Thymidinkinase aktiviert werden und schützt damit auch nicht-infizierte Zellen.

Derzeit führt das Unternehmen zwei klinische Entwicklungsprogramme mit Pritelivir durch. Das am weitesten fortgeschrittene Programm Pritelivir (oral) zeigte in einer klinischen Phase-II-Studie an Patienten mit genitalen HSV-2-Infektionen Überlegenheit im Vergleich zur Standardbehandlung mit Valaciclovir. Pritelivir (topisch), das für die Behandlung von rezidivierendem Herpes labialis (Lippenherpes) entwickelt wird (vor allem HSV-1), ist gerade in die Phase I der klinischen Entwicklung eingetreten.

Über HSV

Herpes-simplex-Viren (HSV) sind in der Bevölkerung weit verbreitet (Seroprävalenz von bis zu 100%, je nach geographischer Region und Bevölkerungsgruppe). Es werden zwei Herpes-simplex-Virustypen unterschieden: Typ 1 (HSV-1) und Typ 2 (HSV-2). Infektionen führen zu einer lebenslangen Persistenz des Virus mit wiederkehrenden und zum Teil schmerzhaften Ausbrüchen. Während HSV-1 vor allem Läsionen im Mundbereich (Lippenbläschen) verursacht, manifestiert sich HSV-2 in der Genitalregion und wird meist sexuell übertragen. Bei immungeschwächten Patienten kann eine HSV-Infektion zu ernsten Komplikationen führen, aber selbst bei sonst gesunden Menschen können das negative Stigma von Genitalherpes und die sichtbaren Läsionen im Gesicht zu psychischen Belastungen führen.

Über AiCuris Anti-infective Cures GmbH

AiCuris wurde 2006 als Spin-Off von Bayer gegründet und konzentriert sich auf die Erforschung und Entwicklung von Wirkstoffen gegen Infektionskrankheiten. Hauptinvestor sind die Dres. Strüngmann. Das Unternehmen entwickelt Medikamente gegen Viren wie das humane Cytomegalovirus (HCMV), das Herpes-simplex-Virus (HSV), das Hepatitis-B-Virus (HBV) und Adenoviren. Im Bereich Bakterien konzentriert AiCuris sich auf die Erforschung innovativer Behandlungsmöglichkeiten gegen lebensbedrohliche, (multi-)resistente Krankenhauserreger. Im Jahr 2012 unterzeichnete AiCuris eine Lizenzvereinbarung mit Merck & Co (MSD), welche, als eine der größten Vereinbarungen dieser Art in der europäischen Biotech-Industrie, erhebliche Aufmerksamkeit auf sich zog. Die Vereinbarung umfasst die Entwicklung neuartiger Wirkstoffe gegen HCMV. Letermovir, der am weitesten fortgeschrittene Kandidat, befindet sich derzeit in Phase III der klinischen Entwicklung mit Patienten, die sich einer Knochenmarktransplantation unterziehen.

Kontakt:

 
Media Relations
AiCuris Anti-infective Cures GmbH
MC Services AG
Katja Woestenhemke
Anne Hennecke
Friedrich-Ebert-Str. 475/Geb. 302
Kaiser-Friedrich-Ring 5
42117 Wuppertal
40545 Düsseldorf
 
 
Phone +49 202 317 63 0
Phone +49 211 529 252 22
Fax +49 202 317 63 1601
Fax +49 211 529 252 29
Email business@aicuris.com
Email anne.hennecke@mc-services.eu
Web www.aicuris.com
Web www.mc-services.eu

23.06.2016 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Medienarchiv unter http://www.dgap.de

473643  23.06.2016 




PfeilbuttonQSC will an der Börse und bei Kunden in die Offensive - Exklusiv-Interview
PfeilbuttonSTARAMBA SE: „Das Potenzial für STARAMBA.spaces ist riesig“ - Exklusiv-Interview
PfeilbuttonAnleihe-Emission von Euges: „Wollen eine Vertrauensgrundlage aufbauen“ - Exklusiv-Interview!
PfeilbuttonBitcoins, Tulpen und die Lust auf schnelles Geld
PfeilbuttonNanogate: „Nächster Wachstumssprung“ - Exklusiv-Interview mit Ralf Zastrau


+++ Exklusive Interviews und Analysen - gratis in Ihre Mailbox! +++

Tragen Sie sich jetzt für unseren kostenlosen 4investors Newsletter ein.


Bestätigungslink nicht per Mail bekommen? Bitte kontrollieren Sie Ihren Spamordner!

Der 4investors Newsletter erscheint unregelmäßig, i.d.R. 2 bis 6 Mal pro Monat. Wir geben ihre Mailadresse an keinen Dritten weiter! Sie können den kostenlosen 4investors Newsletter jederzeit problemlos wieder abbestellen.
comments powered by Disqus


Aktuelle Nachrichten aus der 4investors-Redaktion

15.12.2017 - Stabilus will Dividende von 0,80 Euro je Aktie zahlen
15.12.2017 - Steinhoff: Kommt bald eine Milliarde von STAR?
15.12.2017 - Gesco: Kartellverfahren belastet den Kurs
15.12.2017 - wallstreet:online: Viele Pläne für 2018 – Kryptowährungen und IPOs
15.12.2017 - Edel: Vinyl und Kochbücher als Treiber
15.12.2017 - SHS Viveon: Restrukturierung zeigt Wirkung
15.12.2017 - Steinhoff: Das nächste Erdbeben
14.12.2017 - Alno: Plötzlich ist da ein neuer Bieter - Aktienkurs „explodiert”
14.12.2017 - KPS will Infront übernehmen
14.12.2017 - GoingPublic Media fällt in die roten Zahlen


Chartanalysen

14.12.2017 - Aurelius Aktie: Die Trendentscheidung naht!
14.12.2017 - Dialog Semiconductor Aktie: Hartes Ringen um den Trend
14.12.2017 - Nordex Aktie: Steht hier der Ausbruch nach oben an?
14.12.2017 - Aixtron Aktie: Die Chancen steigen!
14.12.2017 - Softing Aktie: Starkes Kaufsignal voraus?
13.12.2017 - Commerzbank Aktie: Wird das doch noch eine Zitterpartie?
12.12.2017 - Tesla Aktie: Die große Chance?
12.12.2017 - Evotec Aktie: Richtig starke Signale für die Bullen!
12.12.2017 - Staramba Aktie: Kaufsignale winken!
12.12.2017 - Viscom Aktie: Ausbruch in Richtung Allzeithoch voraus?


Analystenschätzungen

14.12.2017 - RWE Aktie: Übertriebene Verluste nach der innogy-Gewinnwarnung?
14.12.2017 - Siemens: Top-Aktie für das kommende Jahr?
14.12.2017 - mutares Aktie: Positive Neuigkeiten
14.12.2017 - Aixtron: Profitiert der Konzern von Apple und Finisar?
14.12.2017 - E.On Aktie: Bärenfalle und neue Kaufempfehlung
14.12.2017 - RWE Aktie: Das sagen Experten zu den letzten innogy-News
14.12.2017 - Heidelberger Druck Aktie: Großes Kurspotenzial
14.12.2017 - SGL Carbon Aktie leidet unter Commerzbank-Expertenstimme
13.12.2017 - ProSiebenSat.1 Aktie: Neue Kaufempfehlung
13.12.2017 - Commerzbank und Deutsche Bank: Daumen runter für die Bankaktien


Kolumnen

15.12.2017 - EZB gibt sich skeptisch hinsichtlich eines „selbsttragenden Preisauftriebs” - Commerzbank Kolumne
15.12.2017 - Volkswagen Aktie: Top-Bildung möglich - UBS Kolumne
15.12.2017 - DAX: Hohe Volatilität vor Verfallstag - UBS Kolumne
14.12.2017 - Mario Draghi zeigt sich entspannt - VP Bank Kolumne
14.12.2017 - US-Steuerreform: Impulse für mehr Wachstum in 2018 - Nord LB Kolumne
14.12.2017 - Konflikte um den geldpolitischen Kurs in Europa dürften sich weiter verschärfen - National-Bank
14.12.2017 - Fed strafft weiter, weitere Anhebungen im kommenden Jahr wahrscheinlich - Commerzbank Kolumne
14.12.2017 - Siemens Aktie: Bodenbildung möglich - UBS Kolumne
14.12.2017 - DAX: Spannung nach der Zinsentscheidung der Fed - UBS Kolumne
14.12.2017 - Janet Yellen schmeißt zum Abschied noch eine letzte Runde - VP Bank Kolumne

Werbung

All Right Reserved by minimalthemes - ©2014 Stoffels & Barck GbR