Top 10 Technologietrends im Bereich Energieversorgung

Nachricht vom 04.05.2016 (www.4investors.de) -





DGAP-Media / 04.05.2016 / 13:15

Technology Outlook 2025: 10 Technologietrends für eine neue Realität im
Bereich Energieversorgung

Alle fünf Jahre stellt Energieberatungsunternehmen DNV GL im Technology
Outlook Report die bedeutendsten Entwicklungen der Energiebranche vor.

Für das Jahr 2025 identifiziert DNV GL 10 Trends, die maßgeblichen Einfluss
auf die Stromversorgung der nahen Zukunft haben werden:

1.    Elektrifizierung des Energiebedarfs
2.    Neue Werkstoffe im Energiesektor
3.    Die Digitalisierung
4.    Wind: größer und intelligenter
5.    Mehr als 30 Entwicklungen im Solar-Bereich
6.    Die Stromspeicherung wird für drei Entladezeiträume optimiert
7.    Die bidirektionale Kommunikation beim Demand-Response-Management
8.    Intelligente Energie erzeugende Gebäude
9.    Selbstdenkende Stromnetze
10.  Hybridnetze

Weitere Informationen zu den Ergebnissen des Technology Outlook Reports
finden Sie in der Pressemitteilung im unteren Teil dieser E-Mail.

Den gesamten Bericht können Sie über den folgenden Link herunterladen:http://to2025.dnvgl.com/energy/


Für Rückfragen zu den einzelnen Trends und Vorhersagen, stehen die Autoren
des Berichts gerne zur Verfügung. Bei Interesse, melden Sie sich bitte per
Telefon oder E-Mail

Mit freundlichen Grüßen,

Mona Ghobadi

Technology Outlook 2025:

10 Technologietrends
für eine neue Realität im Bereich Energieversorgung

Hamburg, Deutschland, 4. Mai 2016 - Ausgehend von seinen internen
Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten vertritt DNV GL die Ansicht, dass
es 10 Technologietrends gibt, die in den Bereichen Materialien, Wind,
Solar, Stromspeicherung, Datenkommunikation und Leistungselektronik völlig
neue Grundlagen schaffen werden und so eine neue Realität im Bereich der
Energieversorgung entstehen lassen, die unsere vorhandenen Energiesysteme
nachhaltig verändern wird.
Die neue Realität im Bereich Energieversorgung: eine Mischform aus Makro-
und Mikroelementen
Derzeit sind unsere Stromversorgungssysteme nach wie vor von
Großkraftwerken und passiven Komponenten geprägt. Diese Ära steht vor ihrem
Ende. In den nächsten 10 Jahren wird eine neue Energielandschaft entstehen,
die sich durch eine Mischform aus großen und kleineren Elementen
auszeichnet: große Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und
Supernetze (Supergrids), die Energie über weite Entfernungen
transportieren, sowie Mikronetze (Microgrids) und Energie erzeugende
Gebäude, bei denen die Endverbraucher eine aktive Rolle spielen.

Erneuerbare Energien werden so zur sichersten Kapitalanlage am Markt und
dominieren Neubauprojekte im Bereich Energieerzeugung. Die Märkte passen
sich dieser Realität bereits an. Netze werden zukünftig zunehmend mithilfe
von Software gesteuert. Viele elektronische Technologien und Geräte
einschließlich Wärmepumpen, Elektrofahrzeugen, Solar-PV und -Batterien
werden in Gebäuden gemeinsam mit ICT-Systemen zum Einsatz kommen. Diese
Gebäude werden selbst zu Stromerzeugern, anstatt Energie einfach nur zu
verbrauchen. Mithilfe von Digitalisierung und Automatisierung werden sie
nicht nur Energie liefern, sondern zudem komplexe Leistungen in den
Bereichen Netzausgleich und Stromqualität erbringen. Diese Formen der
Flexibilität, die im Netz zunehmend benötigt werden, werden über den
Massenmarkt leicht verfügbar sein.

Wir werden Zeuge einer Personalisierung der Energie, bei der Endverbraucher
in die Lage versetzt werden, ihre Stromversorgung gezielt zu beziehen,
preislich einzuordnen und besser nachzuvollziehen. Wie kommt es dazu?
Unterstützt durch digitale Plattformen, werden die Konsumenten die Auswahl
und Überwachung des Stroms in ihrem täglichen Leben selbst in die Hand
nehmen wollen. Und die Technologie, die ihnen dies ermöglicht, steht schon
bereit.

Top-10-Technologietrends, die eine neue Realität im Bereich Energie
schaffen:

 1. Die Elektrifizierung des Energiebedarfs wird die allgemeine
    Energieeffizienz und Zuverlässigkeit steigern. Während die
    Elektrifizierung von Zügen vor einem Jahrhundert begonnen hat, werden
    nun auch Pkw und Lkw zunehmend per Batterie betrieben. Auch die
    Elektroheizung führt zu Effizienzsteigerungen, da Wärmepumpen nach und
    nach andere Formen der Heizung - einschließlich Gas-, Öl- und direkter
    elektrischer Heizung - in größerem Umfang ersetzen.

 2. Neue Werkstoffe im Energiesektor wie Graphen im Solarbereich,
    Hybrid-Solarzellen und Halbleiter mit breitem Bandabstand in
    Stromrichtern werden die Zuverlässigkeit, Leistung und Effizienz der
    nächsten Generation von Solarelementen und Stromnetzen weiter steigern.

 3. Die Digitalisierung wird zu einer größeren Datenmenge sowie zu
    schnelleren und besseren Daten, einer erhöhten Rechenleistung und einer
    engeren Vernetzung aller Elemente in der Stromversorgung führen. Dies
    wird den Entwurf, die Planung und den Betrieb von Anlagen in den
    Bereichen Wind, Solar, Übertragung, Verteilung sowie die Nutzung von
    Strom in der Gesellschaft optimieren. Die Kosten für die Instandhaltung
    von Windturbinen und Windfarmen werden sinken, und Anreize zur
    Laststeuerung, bei der Kunden den Bedarf zu Spitzenzeiten freiwillig
    verringern können, werden besser auf individuelle und sich ändernde
    Verbraucherwünsche abgestimmt werden.

 4. Wind: größer und intelligenter. Die Größe der Turbinen wird weiter
    zunehmen; dabei werden leichte, flexible Rotorblätter und integrierte
    aerodynamische Steuergeräte zum Einsatz kommen. Zweitens werden
    aerodynamische Steuergeräte, innovative Übertragungssysteme, neue
    Sensoren und intelligente Steuerungssysteme eine verbesserte Nutzung
    des Windes durch die neuen Turbinen gewährleisten und dafür sorgen,
    dass diese sich dem Bedarf des Stromnetzes anpassen.

 5. Mehr als 30 Entwicklungen im Solarbereich werden die Kosten für
    Solar-PV in den nächsten 10 Jahren um 40 % senken. Die PV-Lernkurve
    zeigt, dass der Modulpreis mit jeder Verdopplung der Kapazität um über
    20 % sinkt. Bis 2025 wird Solar-PV in vielen Regionen der Welt die
    kostengünstigste Art der Stromerzeugung sein.

 6. Die Stromspeicherung wird für drei Entladezeiträume optimiert:
    Massenabsatz, Systemunterstützung und "hinter dem Zähler". Zu den
    entsprechenden Technologien zählen unter anderem: elektrochemische
    Batterien für die Speicherung von Solarenergie für Verbraucher,
    Technologien mit hoher Leistung zur Systemunterstützung auf der
    Größenordnung des Systems und intelligente Software in Batterien, um
    eine optimale Nutzung der Batterien zu gewährleisten.

 7. Die bidirektionale Kommunikation beim Demand-Response-Management wird
    sich nach den sich ändernden Kundengegebenheiten richten und so dazu
    beitragen, die Hauptnachteile der beiden momentan gängigsten Formen von
    Demand-Response zu überwinden. In der einen Form steuern Versorger
    direkt das Programm, ohne Rücksichtnahme auf lokale Umstände und sich
    ändernde Kundenwünsche, wodurch ihr Eingriff deutlich spürbar wird. In
    der anderen Form wird die Nachfrage automatisch angepasst, und zwar
    basierend auf der Reaktion der Verbraucher auf Preisanreize - was diese
    Art der Demand-Response unzuverlässig und aus Systemperspektive
    steuerbar macht.

 8. Intelligente Energie erzeugende Gebäude. Das Zukunftsbild eines
    intelligenten Energie erzeugenden Hauses beinhaltet Solarenergie als
    Hauptenergiequelle. Die Integration von Geräten mit flexiblem
    Energieverhalten wie etwa Batteriestromspeichern, Wärmepumpen und
    Klimatechnik sowie das Aufladen von Elektrofahrzeugen gewährleisten
    eine weitere Optimierung der Energienutzung dank intelligenter
    Thermostate mit Selbstlern-Funktion. Intelligente Stromzähler werden es
    ermöglichen, diese Flexibilität zu messen und sie wirtschaftlich
    rentabel zu nutzen. Auch wenn Entwicklungen in den Bereichen
    Solarenergie und Speichertechnologien die Vorstellung erwecken könnten,
    dass Gebäude "vom Netz" gehen werden, wird höchstwahrscheinlich das
    Gegenteil eintreten. Gebäude haben das Potenzial, selbst zu Energy Hubs
    zu werden - ein Aspekt, der für die dringend benötigte Flexibilität in
    Stromnetzen von unschätzbarem Wert ist.

 9. Selbstdenkende Stromnetze. Netze werden sich selbst verwalten und
    Funktionen bieten, dank derer Verluste von Widerstandsfähigkeit und
    Reduktion durch Selbstkonfiguration bewältigt werden können, auf
    Spannungsänderungen durch Selbsteinstellung eingegangen werden kann und
    Störungen durch Selbstoptimierung abgemildert werden können. Diese
    Entwicklung wird jedoch verschiedene Herausforderungen mit sich bringen
    und Fragen darüber aufwerfen, wie die Sicherheit und Zuverlässigkeit
    des Systems bestätigt werden kann. Als Antwort darauf werden neue
    Modellierungstechniken für den Entwurf, die Prüfung und die
    Verifizierung der Stromnetzverwaltung in einem Systemkontext entwickelt
    werden.

10. Hybridnetze. Um dem wachsenden Anteil an erneuerbarer Energie Rechnung
    zu tragen, muss Strom über immer längere Strecken transportiert werden.
    Hochspannungs-Gleichstromübertragung stellt in dieser Hinsicht die
    kostengünstigste Lösung dar. Hybridnetze, in deren Richtung sich das
    bestehende Wechselstromnetz entwickeln wird, sind Netze, in die
    zunehmend mehr HVDC-Verbindungen innerhalb und zwischen
    Wechselstrom-Energieanlagen integriert werden. Auf diese Weise
    entwickeln sich Netze zu Kombinationen aus Wechselstrom- und gut
    steuerbaren Gleichstromsystemen.

Dr. Andreas Schröter, Geschäftsführer DNV GL - Energy Deutschland: "Die
Implementierung dieser neuen Technologien wird in den nächsten 10 Jahren
nachhaltige Folgen haben und die Energiewende beschleunigen. Zusammen mit
Kunden und Branchenpartnern werden wir diese Entwicklungen weiter durch
unsere gemeinsamen Industrieprojekte und unsere Dienstleistungen in den
Bereichen Beratung, Prüfung, Untersuchung und Zertifizierung vorantreiben,
um eine saubere, bezahlbare und sichere Energiezukunft zu gewährleisten."

Über Technology Outlook
Durch die Ausarbeitung und Veröffentlichung des Technology Outlook 2025
möchte DNV GL einen Eindruck über die Technologielandschaft von 2025 im
Hinblick auf die Bereiche Energie, Schifffahrt, Öl- und Gas sowie
Healthcare vermitteln. Diese Vorausschau hilft uns dabei, Gespräche mit
unseren Kunden darüber anzuregen, welche Auswirkungen die zu erwartenden
technologische Entwicklungen unserer Meinung nach auf ihre jeweilige
Branche haben werden. Zu diesem Zweck haben wir für jede der Branchen
Technologietrends ausgewählt, von denen wir denken, dass sie in den
kommenden Jahren bahnbrechende Wirkungen haben werden. Diese
Veröffentlichung befasst sich eher mit dem Wahrscheinlichen als mit reiner
Fiktion. Folglich handelt es sich bei ihrem Inhalt nicht um die
allerneuesten avantgardistischen technologischen Entwicklungen. Als Leser
erhalten Sie vielmehr einen Einblick, wie bestehende oder gerade neu
aufkommende Technologien in der Zukunft implementiert werden, um wirkliche
Relevanz zu erlangen und eine entsprechende Wirkung zu entfalten.

www.dnvgl.com/energy

Besuchen Sie unsere Technology-Outlook-Webseite und laden Sie unseren
Bericht hier herunter: http://to2025.dnvgl.com/energy/

Der maritime Geschäftsbereich von DNV GL hat ebenso eine Mitteilung zum
Technology Outlook 2025 zu den Zukunftstechnologien in der maritimen
Industrie veröffentlicht: https://www.dnvgl.de/news/dnv-gl-stellt-im-technology-outlook-2025-das-vernetzte-schiff-und-weitere-zukunftstechnologien-vor-64111


- Ende -

Für Medienanfragen kontaktieren Sie bitte:
Mona Ghobadi
Communications Manager CEMED, DNV GL - Energy
E-Mail: Mona.Ghobadi@dnvgl.com
Telefon: +49 40 36149 7484

DNV GL
Inspiriert durch das Ziel, Leben, Eigentum und Umwelt zu schützen,
verbessert DNV GL die Sicherheit und Nachhaltigkeit Ihrer Projekte. DNV GL
bietet Klassifikation und technische Sicherheit sowie Software und
unabhängige fachmännische Beratung für die Schiffs-, Öl- und Gas- sowie
Energieindustrie und darüber hinaus auch Zertifizierungsleistungen für
Kunden aus vielen weiteren Branchen. Das 1864 gegründete Unternehmen DNV GL
ist in über 100 Ländern weltweit vertreten. Unsere 16.000 internationalen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen unseren Kunden jeden Tag, die Welt
sicherer, intelligenter und grüner zu machen.

In der Energiebranche vereinigt DNV GL in sich die Stärken von DNV, KEMA,
Garrad Hassan, WINDTEST und GL Renewables Certification. Unsere 2.500
Energieexperten unterstützen Kunden rund um den Globus um eine sichere,
zuverlässige, effiziente und nachhaltige Energieversorgung zu
gewährleisten. Wir sind weltweit führender Anbieter von Test-,
Zertifizierungs- und Beratungsdienstleistungen für die
Energie-Wertschöpfungskette einschließlich erneuerbarer Energien und
Energieeffizienz. Unsere Expertise erstreckt sich auf Onshore- und
Offshore-Windkraft, Solarenergie, konventionelle Stromerzeugung, -leitung
und -verteilung, Smart Grids und nachhaltige Energienutzung sowie
Energiemärkte und Vorschriften.
Unsere Test-, Zertifizierungs- und Beratungsdienstleistungen werden
unabhängig voneinander angeboten.

Erfahren Sie mehr unter www.dnvgl.de/energy

 



Ende der Pressemitteilung
Emittent/Herausgeber: DNV GL - GL Garrad Hassan Deutschland GmbH
Schlagwort(e): Energie
04.05.2016 Veröffentlichung einer Pressemitteilung, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Medienarchiv unter http://www.dgap-medientreff.de und http://www.dgap.de

459277  04.05.2016 




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