DGAP-News: Erste Abwicklungsanstalt: EAA legt Services für verbliebenes Abbauportfolio in die Hände privater Dienstleister

Nachricht vom 04.12.2017 (www.4investors.de) -


DGAP-News: Erste Abwicklungsanstalt / Schlagwort(e): Strategische Unternehmensentscheidung

Erste Abwicklungsanstalt: EAA legt Services für verbliebenes Abbauportfolio in die Hände privater Dienstleister
04.12.2017 / 11:56


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Pressemitteilung

EAA legt Services für verbliebenes Abbauportfolio in die Hände privater Dienstleister

- Dienstleistungstochter EFS schließt Outsourcing-Vertrag mit IBM und überträgt zugleich rund 300 Beschäftigte

- Portfoliomanagementtochter EPA nach Genehmigung der Aufsichtsbehörden privatisiert und auf die Mount-Street-Gruppe übertragen (Closing)

- Dienstleisterstrategie der EAA sichert operative Stabilität für den weiteren Portfolioabbau

- Verträge eröffnen Beschäftigten der EFS und EPA neue Perspektiven

Düsseldorf, 4. Dezember 2017. Die EAA-Tochter Erste Financial Services GmbH (EFS) hat einen Outsourcing-Vertrag mit der IBM Deutschland GmbH geschlossen und lagert den größten Teil der von ihr erbrachten Dienstleistungen aus. Der Vertrag sieht zugleich die Übernahme von rund 300 EFS-Beschäftigten in Düsseldorf und London durch IBM vor. Die EAA hatte bereits 2016 angekündigt, dass sie im Rahmen ihrer langfristigen Dienstleisterstrategie Outsourcing-Maßnahmen bei der Tochter EFS prüfen werde.

Die EFS bleibt zunächst Tochtergesellschaft der EAA und wird sich auf das Providermanagement konzentrieren. Mittelfristig wird diese Funktion in die EAA integriert. IBM wird der EAA auf Basis des Outsourcing-Vertrags mit der EFS sowohl IT- als auch Operations-Dienstleistungen für Kredit-, Wertpapier- und Derivatebestände zur Verfügung stellen. "Der Vertrag zwischen EFS und IBM ist ein Meilenstein bei der Umsetzung des öffentlichen Auftrags der EAA. Er wird wesentlich dazu beitragen, dass die EAA auch künftig stabil und leistungsfähig bleibt und das verbliebene Portfolio der ehemaligen WestLB bestmöglich abwickeln kann", sagte EAA-Vorstandssprecher Matthias Wargers.

 

Flexibilität bei der Umsetzung des Abwicklungsplans

Im Rahmen ihrer Dienstleisterstrategie hatte die EAA bereits im Dezember 2016 die EAA Portfolio Advisers GmbH (EPA) an die Mount-Street-Gruppe mit Hauptsitz in London verkauft (Signing). Nach Zustimmung der Aufsichtsbehörden konnte der Transfer im vierten Quartal endgültig vollzogen werden (Closing). Damit sind alle Gesellschaftsanteile der EPA und rund 75 Beschäftigte auf die Mount Street Gruppe übergegangen. Als Teil der Mount-Street-Gruppe wird der Portfoliomanager weiterhin Services für die EAA erbringen.

Die EAA hatte ihre Dienstleistungstochter EPA 2014 gegründet und 2016 die EFS (ehemalige Portigon Financial Services GmbH) übernommen, um sie vollständig auf die Anforderungen ihres Portfolios auszurichten. Bereits diese Schritte dienten dazu, die operative Stabilität der EAA zu gewährleisten und Synergien zu heben. Mit den neuen Maßnahmen sorgt die EAA nun weiter für die Abwicklung des verbliebenen Portfolios vor: EFS und EPA, heute Mount Street Portfolio Advisers (MSPA), werden im Rahmen der getroffenen Vereinbarungen bis mindestens 2020 Leistungen für die EAA erbringen. Auch gegebenenfalls notwendige Services in späteren Jahren sind vertraglich abgesichert. "Die Gestaltung der Verträge bietet die nötige Flexibilität für den Abbau des verbliebenen Portfolios. So ist sie auch mit unserem Ziel vereinbar, die Tätigkeit der EAA früher als geplant zu beenden", unterstrich Wargers.

Know-how für den weiteren Portfolioabbau erhalten

Für die EAA besteht generell eine Herausforderung darin, die Qualität der Vermögensverwaltung auch dann zu erhalten, wenn der fortschreitende Portfolioabbau Kostensenkungen und damit den Abbau von Stellen erforderlich macht. Um ihre operative Stabilität in dieser Situation nicht zu gefährden, setzt die EAA darauf, Mitarbeitern eine Perspektive im privatwirtschaftlichen Umfeld zu eröffnen. Durch Serviceverträge sichert sie sich im gleichen Zug deren Know-how für künftige Aufgaben.

Die Zahl der unmittelbar in der EAA-Gruppe Beschäftigten wird sich durch die Verträge mit IBM und Mount Street sowie weitere Personalmaßnahmen zum 31.12.2017 auf 254 (entspricht rund 238 Vollzeitstellen) reduzieren. Zum 31.12.2016 hatte die Gruppe 752 Beschäftigte (entspricht rund 704 Vollzeitstellen).

 

Für Rückfragen

EAA-Pressestelle: 0211 826-7900

 

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Die EAA ist eine wirtschaftlich und organisatorisch selbstständige Anstalt öffentlichen Rechts. Sie wurde errichtet, um zur Stabilisierung der Finanzmärkte beizutragen. Gemäß Statut ist es ihre Aufgabe, von der ehemaligen WestLB übernommene Risikopositionen verlustminimierend abzubauen. Insgesamt wurden Kredite, Wertpapiere, Strukturierte Kredite und Beteiligungen (Bankbestand) sowie Derivate (Handelsbestand) im Volumen von etwa 200 Milliarden Euro auf die EAA übertragen. Nach fast acht Jahren operativer Tätigkeit hat sie gut 80 Prozent der Bestände erfolgreich abgebaut. Dabei trifft sie als Eigentümerin der Vermögenswerte alle Entscheidungen über die Abwicklungsstrategie und damit über Verkauf, Restrukturierung oder Fortführung von Engagements. Die EAA hat derzeit rund 180 Beschäftigte (entspricht knapp 170 Vollzeitarbeitsplätzen). Für das Abbauportfolio sind zusätzlich maßgeblich zwei Dienstleister tätig, die jeweils auf spezielle Portfolio-Services fokussiert sind:

Die EFS bietet IT- und Operations-Dienstleistungen und ist eine 100-prozentige Tochter der EAA. Sie verfügt über umfassende Erfahrungen mit Großkunden-Engagements und fundierte Kenntnisse unterschiedlichster Produktkategorien in internationalen Portfolios. Die EAA ist ihr Hauptkunde; in geringerem Umfang ist sie auch als Servicer für die Portigon AG und weitere Kunden tätig. Als Tochter der EAA ist es der EFS nicht gestattet, neue Kunden zu akquirieren. Im Unternehmen bestehen derzeit rund 370 Vollzeitarbeitsplätze an den Standorten Düsseldorf, London und New York. Im Rahmen der 2017 getroffenen Outsourcing-Vereinbarung übernimmt IBM das Gros der portfoliorelevanten Dienstleistungen und rund 300 Beschäftigte in Düsseldorf und London. Der Standort New York soll Ende des Jahres geschlossen werden. Die in der EFS verbleibenden Arbeitsplätze werden sukzessive abgebaut.

Die EPA/jetzt: MSPA ist der Portfoliomanager der EAA. Sie bietet ein breites Spektrum von Dienstleistungen rund um Kredite und Wertpapiere: Im Rahmen ihrer Tätigkeit für die EAA überwacht sie beispielsweise großvolumige Unternehmenskredite und bearbeitet leistungsgestörte Engagements. Sie bewertet komplexe strukturierte Wertpapiere und generiert Daten und Analysen für Verkäufe oder erstellt Stressszenarien. Die EPA war bis zu ihrem Verkauf in 2017 eine 100-prozentige Tochter der EAA. Jetzt bietet sie ihre Dienstleistungen als Gesellschaft der Mount-Street-Gruppe unter dem neuen Namen Mount Street Portfolio Advisers (MSPA) an den Standorten Düsseldorf, London, New York und Madrid an.

 












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